Artful-Kernel in Zesty und Xenial

Man kann sich’s zwar auch selbst aus meinen früheren Blogposts (6, 5, 4, 3, 2, 1) schmieden, aber der Einfachheit halber und zum direkten Verlinken als aktualisierter Post:

Artful-Kernels können in Zesty (und Xenial) installiert werden.

Führe über copy & paste in einem Terminal aus (Achtung, erst bis zum Schluß lesen):

1
2
3
4
sudo bash -c "echo 'deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ artful main' >> /etc/apt/sources.list.d/artful.list"
sudo bash -c "echo -e 'Package: *\nPin: release a=artful\nPin-Priority: 100\n' >> /etc/apt/preferences.d/artful.pref"
sudo apt-get update
sudo apt-get install -t artful linux-image-generic linux-generic linux-headers-generic linux-libc-dev

Direkt vor dem Distupgrade auf Artful (Final Release 2017-10-19) führe aus:

1
2
sudo rm /etc/apt/sources.list.d/artful.list
sudo rm /etc/apt/preferences.d/artful.pref

Die freien GPU-Treiber intel, nouveau und radeon sowie vboxvideo (VBox 5.1.26, VBox 5.2.0b2) kommen mit derzeit Kernel 4.12 klar (Vanilla- und Ubuntu-Mainline-Kernel 4.13 Final werden für 2017-09-03 erwartet, in Artful soll letztendlich 4.13 einfließen), nicht jedoch der proprietäre Treiber aus den Ubuntu-Paketquellen nvidia für bis inkl. Zesty. Daher ist zuerst der jeweils aktuelle nvidia-304 (GF 6 und 7), nvidia-340 (GF 8 – GF 300) bzw. nvidia-375 (GF 400 und höher) für Artful aus den Ubuntu-Repositories zu installieren.

Ubuntu-(Mainline-)Kernel 4.12 mit VirtualBox 5.1.22

Auch VirtualBox läuft derzeit nicht mit Kernel 4.12 im Host (im Guest kann man einen aktuellen Testbuild der GuestAdditions installieren).

Dank eines Postings im siduction-Forum kann man VBox 5.1.22 für Kernel 4.12 patchen:

  1. Wechsel des Verzeichnisses:
    1
    
    cd /usr/share/virtualbox/src
  2. Ziehen des Patchfiles:
    1
    
    sudo wget http://paste.siduction.org/20170629003423 -O vbox.patch
  3. Ausführen des Patches:
    1
    
    sudo patch -Np0 < vbox.patch
  4. Installation (Mainline-)Kernel 4.12.

Update 2017-07-17: Durch Fixes in VirtualBox 5.1.24 benötigt es keinen Patch mehr für Kernel 4.12 und 4.13rc in Host/VM.

Ubuntu-(Mainline-)Kernel 4.12 mit nvidia-340

Ständig gibt es Inkompatibilitäten zwischen Kernel- und XServer-Versionen auf der einen und proprietären Treibern auf der anderen Seite, namentlich nvidia. Ist schon Ubuntu-(Mainline-)Kernel 4.11 nur mit nvidia-340 (340.102-0ubuntu4) für Artful installierbar, gibt es bislang für Kernel 4.12 weder seitens des Graphics Drivers teams auf launchpad.net noch und gerade von Nvidia selbst eine Lösung.

Der freie Treiber nouveau hat zwar mit Kernel 4.12 keine Probleme, wegen mangelnder Stromsparmechanismen läuft die GPU freilich permanent mit voller Leistung, was die Temperatur je nach GPU locker um 10 Grad hochtreibt.

Erst ein Dritter namens Piotr Oniszczuk (warpme) setzt einen Patch für nvidia-340 (GF8 – GF GTX800M Series) auf Github.

  1. Installation nvidia-340, falls noch nicht geschehen.
  2. Wechsel des Verzeichnisses:
    1
    
    cd /usr/src/nvidia-340-340.102/
  3. Ziehen des Patchfiles:
    1
    
    sudo wget https://github.com/warpme/minimyth2/blob/master/script/nvidia/nvidia-340.102/files/4.12.0_kernel.patch
  4. Ausführen des Patches:
    1
    
    patch -N < 4.12.0_kernel.patch
  5. Installation (Mainline-)Kernel 4.12.

Installation von und Betrieb mit Mainline-Kernel 4.12 laufen so einwandfrei mit nvidia-340 unter Zesty.

Zesty-Kernel in Yakkety und Xenial

Analog zu früheren Blogposts (5, 4, 3, 2, 1) können Zesty-Kernels in Yakkety (und Xenial) installiert werden.

Führe über copy & paste in einem Terminal aus (Achtung, erst bis zum Schluß lesen):

1
2
3
4
sudo bash -c "echo 'deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ zesty main' >> /etc/apt/sources.list.d/zesty.list"
sudo bash -c "echo -e 'Package: *\nPin: release a=zesty\nPin-Priority: 100\n' >> /etc/apt/preferences.d/zesty.pref"
sudo apt-get update
sudo apt-get install -t zesty linux-image-generic linux-generic linux-headers-generic linux-libc-dev

Direkt vor dem Distupgrade auf Zesty (Final Release 2017-04-13) führe aus:

1
2
sudo rm /etc/apt/sources.list.d/zesty.list
sudo rm /etc/apt/preferences.d/zesty.pref

Die freien GPU-Treiber intel, nouveau und radeon sowie vboxvideo (VBox 5.1.12) kommen mit Kernel 4.9 klar, nicht jedoch der proprietäre Treiber aus den Ubuntu-Paketquellen nvidia für bis inkl. Yakkety. Daher ist zuerst der jeweils aktuelle nvidia-304 (GF 6 und 7), nvidia-340 (GF 8 – GF 300) bzw. nvidia-367 (GF 400 und höher) für Zesty aus den Ubuntu-Repositories zu installieren.

Hierzu kann man sich nvidia-3xx und dessen Abhängigkeiten aus den Repos fischen oder temporär neben main auch restricted und multiverse einbinden (erste Shell-Zeile). Letztere beide würde ich sicherheitshalber danach auskommentieren (Doppelkreuz davor).

Installation Samsung Unified Linux Driver

Starte mit [ctrl] + [alt] + [t] ein Terminal und führe Zeile für Zeile über copy & paste komplett aus:

  1. Starte die Printerconfig:
    1
    
    system-config-printer
  2. Entferne den möglicherweise bereits falsch installierten Samsung!
  3. Schließe die Printerconfig!
  4. Ziehe den Samsung über USB/LAN ab!
  5. Erstelle das Downloadverzeichnis und wechsele dorthin:
    1
    
    mkdir -p ~/Downloads/samsung/uld/ && cd ~/Downloads/samsung/uld/
  6. Ziehe das Treiberarchiv:
    1
    
    wget http://downloadcenter.samsung.com/content/DR/201512/20151210091120064/uld_v1.00.37_00.99.tar.gz -O uld_v1.00.37_00.99.tar.gz
  7. Entpacke das Treiberarchiv:
    1
    
    tar -xzvf uld_v1.00.37_00.99.tar.gz
  8. Installiere die Treiber:
    1
    
    sudo uld/install.sh
  9. Schließe den Samsung über USB oder LAN an!
  10. Starte die Printerconfig:
    1
    
    system-config-printer
  11. Laß den Samsung-Drucker an USB bzw. als Netzwerkdrucker erkennen und wähle den eben installierten Treiber aus!
  12. Gehe die Konfiguration durch! Möglich ist auch die Konfiguration über Browser http://localhost:631/printers (localhost temporär in NoScript zulassen, falls installiert).

Installation Dell Unified Linux Driver

(Modelle: 1130, 1130n, 1133, 1135n, 1815, 2145cn, 2335dn, 2355dn, 5330, B1160, B1160w, B1165nfw, B1260dn, B1265dfw, B1265dnf, B2365dnf)

Starte mit [ctrl] + [alt] + [t] ein Terminal und führe Zeile für Zeile über copy & paste komplett aus:

  1. Starte die Printerconfig:
    1
    
    system-config-printer
  2. Entferne den möglicherweise bereits falsch installierten Dell!
  3. Schließe die Printerkonfig!
  4. Erstelle das Downloadverzeichnis und wechsele dorthin:
    1
    2
    
    mkdir -p ~/Downloads/dell_unidrv/
    cd ~/Downloads/dell_unidrv/
  5. Ziehe das Treiberarchiv:
    1
    
    wget http://downloads.dell.com/FOLDER01513124M/1/B1160w_Linux_v1.04_Driver.tar.gz -O B1160w_Linux_v1.04_Driver.tar.gz
  6. Entpacke das Treiberarchiv:
    1
    
    tar -xzvf B1160w_Linux_v1.04_Driver.tar.gz
  7. Installiere die Treiber:
    1
    
    cdroot/autorun
  8. Innerhalb der folgenden grafischen Installation kann der Drucker bzw. dessen Anschluß gewählt werden. Über den “Unified Driver Configurator” (recht unverschämt in einer eigenen Menu-Gruppe “DELL Unified Driver”) kann dies auch später durchgegangen oder geändert werden.

Alternativ zur nicht paketverwaltungskonformen Installation kann man sich das jeweilige .ppd-File auch aus dem entpackten Archiv unter “cdroot/Linux/noarch/at_opt/share/ppd/” holen und über

1
system-config-printer

installieren.

kernel-remover aus siduction in Ubuntu

siduction kernel-remover

Ältere bzw. nicht mehr benötigte Kernels werden unter Ubuntu nicht automatisch deinstalliert (was seine Richtigkeit hat). Ewig und 3 Tage hat es gedauert, bis durch ein “apt-get autoremove” dies (für Linux-Beginners, denen sonst /boot auf separater Partition vollläuft) mit berücksichtigt worden ist, wobei nur “alles oder nichts” möglich ist (selbstverständlich kann man das immer in einem Terminal oder in Synaptic bewerkstelligen).

Andere Distributionen können das besser. In siduction kann man das kleine Tool kernel-remover laufen lassen. Der Aufbau der Kernel-Pakete von debian sid und Ubuntu unterscheidet sich, weshalb es interessant gewesen ist, kernel-remover einfach mal in einer Lubuntu-Trusty-VM auszuprobieren (für derlei hat man sowas ja). Dazu habe ich extra unterschiedliche Kernels wie einen Mainline-Kernel (die ich sonst nicht verwende) und unterschiedliche Dev-Versions aus Wily installiert.

Read more “kernel-remover aus siduction in Ubuntu”

Installation HP Linux Imaging and Printing

Bereits vor einem Jahr habe ich folgendes in einem Forum beschrieben. Zur Installation von HPLIP (supported Devices) in Lubuntu starte mit [ctrl] + [alt] + [t] ein Terminal und führe über copy & paste komplett aus:

  1. Starte die Printerconfig:
    1
    
    system-config-printer
  2. Entferne den möglicherweise bereits falsch installierten HP!
  3. Schließe die Printerkonfig!
  4. Ziehe den HP über USB ab!
  5. Deinstalliere konkurrierende Pakete:
    1
    
    sudo apt-get purge hplip hpijs
  6. Installiere das Drucksystem und zum Kompilieren nötige Pakete:
    1
    
    sudo apt-get install cups build-essential libjpeg62-dev libusb-dev lsb
  7. Erstelle nötige Verzeichnisse:
    1
    2
    
    sudo mkdir -p /var/spool/lpd/
    sudo mkdir -p /usr/share/cups/model/
  8. Erstelle das Downloadverzeichnis und wechsele dorthin:
    1
    2
    
    mkdir -p ~/Downloads/hp/hplip/
    cd ~/Downloads/hp/hplip/
  9. Ziehe HPLIP (aktuelle Version von 2017-10-16):
    1
    
    wget http://netcologne.dl.sourceforge.net/project/hplip/hplip/3.17.10/hplip-3.17.10.run
  10. Installiere die Treiber:
    1
    
    sh hplip-3.17.10.run
  11. Folge den Instruktionen bis inkl. der Aufforderung “Restart or re-plug in your printer”!
  12. Schließe den HP über USB an!
  13. Starte die Erstkonfiguration
    1
    
    hp-setup

    und wähle Anschluß und Drucker! Weitere Konfigurationen können über

    1
    
    system-config-printer

    oder über Browser http://localhost:631/printers (localhost temporär in NoScript zulassen, falls installiert) vorgenommen werden.

  14. Manche Modelle benötigen zusätzlich ein binäres Plugin. Falls der Download während der Installationsroutine fehlschlägt oder übersprungen worden ist, kann die Installation manuell angestoßen werden::
    1
    2
    3
    
    cd ~/Downloads/hp/hplip/
    wget http://hplipopensource.com/hplip-web/plugin/hplip-3.17.10-plugin.run
    sh hplip-3.17.10-plugin.run

Updates werden grafisch angezeigt, funktionieren so aber nicht wirklich. Man kann stattdessen im Terminal ausführen:

1
hp-upgrade

Soll das so installierte hplip deinstalliert werden, ist auszuführen:

1
sudo python ~/Downloads/hp/hplip/hplip*/uninstall.py

SiS 671 in Lubuntu 16.04/xorg 1.18 und 15.10/xorg 1.17

Durch den geradezu aufopferungsvollen Linux-Support der Firmen SiS, VIA, Matrix…schlagen in einem bekannten Linux-Forum immer wieder Fragen hilfesuchender User auf. In neueren xorg-Versionen funktionieren proprietäre Treiber, so sie jemals existiert haben, längst nicht mehr. OSS-Treiber unterstützen IGPs dieser Hersteller nur noch sehr rudimentär.

Dabei geht es nicht mal um ressourcenfressende DEs wie Unity oder Gnome Shell, die diese IGPs von der Hardware her schon nicht bedienen könnten, sondern schlicht um die Darstellung nativer Auflösungen bzw. wenigstens richtiger Seitenverhältnisse wie beispielsweise 1280×800 beim weitverbreiteten FSC Esprimo Mobile V5535 mit SiS 671. Meine damalige Anleitung basiert auf von Antonio J. de Oliveiras bereitgestellten Treibern, die nur bis Precise mit xorg 1.11, also ohne LTS Enablement Stack, funktionieren.

Read more “SiS 671 in Lubuntu 16.04/xorg 1.18 und 15.10/xorg 1.17”

LibreOffice: Repository in Ubuntu hinzufuegen

LibreOffice verwende ich in der TDF-Originalversion und empfehle dies. Es ist vielleicht nicht jedermanns Sache, ständig nach der aktuellen Version zu sehen und diese über dpkg zu installieren (wobei es durch stabilisierte Release-Zyklen recht einfach ist.

Durch Hinzufügen des PPAs LibreOffice Packaging team LibreOffice Fresh kann man einfach die jeweils aktuelle Final installieren bzw. normal “mit dem System” aktualisieren.

Read more “LibreOffice: Repository in Ubuntu hinzufuegen”