Lubuntu 17.10: 80 % Blackscreen mit Intel-IGP

Auf Rechnern mit altägyptischen Intel-IGPs wie GMA 945/950 in Netbooks mit Atom 270/280 gibt es unter Lubuntu Artful, logischerweise 32 bit, seit geraumer Zeit das Problem, daß nur ein vertikaler Streifen am rechten Rand Bild zeigt, 80 % dagegen sind schlicht schwarz. Da man zur Ursachenfindung offenbar noch Zeit braucht, hier der als funktionierend allgemein bestätigte Workaround. Um ihn durchführen zu können, kann man beispielsweise das System kurz in Standby schicken und wiederholen (an sich schon ein halber, jedoch unschöner Workaround).

  1. Starte den Editor mit root-Rechten:
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    sudo -H leafpad /etc/default/grub
  2. Füge folgende Zeile hinzu bzw. ersetze die möglicherweise vorhandene:
    GRUB_GFXPAYLOAD_LINUX=text
  3. Aktualisiere grub:
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    sudo update-grub
  4. Reboote:
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    sudo reboot

Mit der Option text wird auf Werte aus einer Blacklist für problematische GPUs zugegriffen.

Artful-Kernel in Zesty und Xenial

Man kann sich’s zwar auch selbst aus meinen früheren Blogposts (6, 5, 4, 3, 2, 1) schmieden, aber der Einfachheit halber und zum direkten Verlinken als aktualisierter Post:

Artful-Kernels können in Zesty (und Xenial) installiert werden.

Führe über copy & paste in einem Terminal aus (Achtung, erst bis zum Schluß lesen):

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sudo bash -c "echo 'deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ artful main' >> /etc/apt/sources.list.d/artful.list"
sudo bash -c "echo -e 'Package: *\nPin: release a=artful\nPin-Priority: 100\n' >> /etc/apt/preferences.d/artful.pref"
sudo apt-get update
sudo apt-get install -t artful linux-image-generic linux-generic linux-headers-generic linux-libc-dev

Direkt vor dem Distupgrade auf Artful (Final Release 2017-10-19) führe aus:

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sudo rm /etc/apt/sources.list.d/artful.list
sudo rm /etc/apt/preferences.d/artful.pref

Die freien GPU-Treiber intel, nouveau und radeon sowie vboxvideo (VBox 5.1.26, VBox 5.2.0b2) kommen mit derzeit Kernel 4.12 klar (Vanilla- und Ubuntu-Mainline-Kernel 4.13 Final werden für 2017-09-03 erwartet, in Artful soll letztendlich 4.13 einfließen), nicht jedoch der proprietäre Treiber aus den Ubuntu-Paketquellen nvidia für bis inkl. Zesty. Daher ist zuerst der jeweils aktuelle nvidia-304 (GF 6 und 7), nvidia-340 (GF 8 – GF 300) bzw. nvidia-375 (GF 400 und höher) für Artful aus den Ubuntu-Repositories zu installieren.

Login ohne grafische Oberflaeche

Hat man ein System mit XServer, Desktop Environment und Display Manager installiert, will man jedoch default oder temporär ohne GUI starten, hat man früher die nichtdokumentierte Bootoption “text” setzen können. Seit Umstellung auf systemd zeigt diese (dafür) jedoch keine Wirkung mehr. Hier kann man das über eine systemd.unit erreichen, zumindest permanent.

Status-Abfrage:

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systemctl status multi-user.target

Falls nicht aktiviert:

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sudo systemctl enable multi-user.target

Setzen als Standard:

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sudo systemctl set-default multi-user.target

Von hier aus kann man nun, falls gewünscht, den DM starten mit beispielsweise:

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sudo service lightdm start

Soll wieder default grafisch eingeloggt werden:

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sudo systemctl set-default graphical.target

Installation Samsung Unified Linux Driver

Starte mit [ctrl] + [alt] + [t] ein Terminal und führe Zeile für Zeile über copy & paste komplett aus:

  1. Starte die Printerconfig:
    1
    
    system-config-printer
  2. Entferne den möglicherweise bereits falsch installierten Samsung!
  3. Schließe die Printerconfig!
  4. Ziehe den Samsung über USB/LAN ab!
  5. Erstelle das Downloadverzeichnis und wechsele dorthin:
    1
    
    mkdir -p ~/Downloads/samsung/uld/ && cd ~/Downloads/samsung/uld/
  6. Ziehe das Treiberarchiv:
    1
    
    wget https://ftp.hp.com/pub/softlib/software13/printers/SS/SL-M4580FX/uld_V1.00.39_01.17.tar.gz -O uld_V1.00.39_01.17.tar.gz

    Hinweis: 2017-11 hat HP Inc. Samsungs Druckersparte übernommen, daher sind Treiber unter deren Domain zu finden.

  7. Entpacke das Treiberarchiv:
    1
    
    tar -xzvf uld_V1.00.39_01.17.tar.gz
  8. Installiere die Treiber:
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    sudo uld/install.sh
  9. Schließe den Samsung über USB oder LAN an!
  10. Starte die Printerconfig:
    1
    
    system-config-printer
  11. Laß den Samsung-Drucker an USB bzw. als Netzwerkdrucker erkennen und wähle den eben installierten Treiber aus!
  12. Gehe die Konfiguration durch! Möglich ist auch die Konfiguration über Browser http://localhost:631/printers (localhost temporär in NoScript zulassen, falls installiert).

Installation Dell Unified Linux Driver

(Modelle: 1130, 1130n, 1133, 1135n, 1815, 2145cn, 2335dn, 2355dn, 5330, B1160, B1160w, B1165nfw, B1260dn, B1265dfw, B1265dnf, B2365dnf)

Starte mit [ctrl] + [alt] + [t] ein Terminal und führe Zeile für Zeile über copy & paste komplett aus:

  1. Starte die Printerconfig:
    1
    
    system-config-printer
  2. Entferne den möglicherweise bereits falsch installierten Dell!
  3. Schließe die Printerkonfig!
  4. Erstelle das Downloadverzeichnis und wechsele dorthin:
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    mkdir -p ~/Downloads/dell_unidrv/
    cd ~/Downloads/dell_unidrv/
  5. Ziehe das Treiberarchiv:
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    wget http://downloads.dell.com/FOLDER01513124M/1/B1160w_Linux_v1.04_Driver.tar.gz -O B1160w_Linux_v1.04_Driver.tar.gz
  6. Entpacke das Treiberarchiv:
    1
    
    tar -xzvf B1160w_Linux_v1.04_Driver.tar.gz
  7. Installiere die Treiber:
    1
    
    cdroot/autorun
  8. Innerhalb der folgenden grafischen Installation kann der Drucker bzw. dessen Anschluß gewählt werden. Über den “Unified Driver Configurator” (recht unverschämt in einer eigenen Menu-Gruppe “DELL Unified Driver”) kann dies auch später durchgegangen oder geändert werden.

Alternativ zur nicht paketverwaltungskonformen Installation kann man sich das jeweilige .ppd-File auch aus dem entpackten Archiv unter “cdroot/Linux/noarch/at_opt/share/ppd/” holen und über

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system-config-printer

installieren.

kernel-remover aus siduction in Ubuntu

siduction kernel-remover

Ältere bzw. nicht mehr benötigte Kernels werden unter Ubuntu nicht automatisch deinstalliert (was seine Richtigkeit hat). Ewig und 3 Tage hat es gedauert, bis durch ein “apt-get autoremove” dies (für Linux-Beginners, denen sonst /boot auf separater Partition vollläuft) mit berücksichtigt worden ist, wobei nur “alles oder nichts” möglich ist (selbstverständlich kann man das immer in einem Terminal oder in Synaptic bewerkstelligen).

Andere Distributionen können das besser. In siduction kann man das kleine Tool kernel-remover laufen lassen. Der Aufbau der Kernel-Pakete von debian sid und Ubuntu unterscheidet sich, weshalb es interessant gewesen ist, kernel-remover einfach mal in einer Lubuntu-Trusty-VM auszuprobieren (für derlei hat man sowas ja). Dazu habe ich extra unterschiedliche Kernels wie einen Mainline-Kernel (die ich sonst nicht verwende) und unterschiedliche Dev-Versions aus Wily installiert.

Read more “kernel-remover aus siduction in Ubuntu”

Installation HP Linux Imaging and Printing

Bereits vor einem Jahr habe ich folgendes in einem Forum beschrieben. Zur Installation von HPLIP (supported Devices) in Lubuntu starte mit [ctrl] + [alt] + [t] ein Terminal und führe über copy & paste komplett aus:

  1. Starte die Printerconfig:
    1
    
    system-config-printer
  2. Entferne den möglicherweise bereits falsch installierten HP!
  3. Schließe die Printerkonfig!
  4. Ziehe den HP über USB ab!
  5. Deinstalliere konkurrierende Pakete:
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    sudo apt-get purge hplip hpijs
  6. Installiere das Drucksystem und zum Kompilieren nötige Pakete:
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    sudo apt-get install cups build-essential libjpeg62-dev libusb-dev lsb
  7. Erstelle nötige Verzeichnisse:
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    sudo mkdir -p /var/spool/lpd/
    sudo mkdir -p /usr/share/cups/model/
  8. Erstelle das Downloadverzeichnis und wechsele dorthin:
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    2
    
    mkdir -p ~/Downloads/hp/hplip/
    cd ~/Downloads/hp/hplip/
  9. Ziehe HPLIP (aktuelle Version vom 2018-09-26):
    1
    
    wget http://netcologne.dl.sourceforge.net/project/hplip/hplip/3.18.9/hplip-3.18.9.run
  10. Installiere die Treiber:
    1
    
    sh hplip-3.18.9.run
  11. Folge den Instruktionen bis inkl. der Aufforderung “Restart or re-plug in your printer”!
  12. Schließe den HP über USB an!
  13. Starte die Erstkonfiguration
    1
    
    hp-setup

    und wähle Anschluß und Drucker! Weitere Konfigurationen können über

    1
    
    system-config-printer

    oder über Browser http://localhost:631/printers (localhost temporär in NoScript zulassen, falls installiert) vorgenommen werden.

  14. Manche Modelle benötigen zusätzlich ein binäres Plugin. Falls der Download während der Installationsroutine fehlschlägt oder übersprungen worden ist, kann die Installation manuell angestoßen werden::
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    3
    
    cd ~/Downloads/hp/hplip/
    wget http://hplipopensource.com/hplip-web/plugin/hplip-3.18.9-plugin.run
    sh hplip-3.18.9-plugin.run

Updates werden grafisch angezeigt, funktionieren so aber nicht wirklich. Man kann stattdessen im Terminal ausführen:

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hp-upgrade

Soll das so installierte hplip deinstalliert werden, ist auszuführen:

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sudo python ~/Downloads/hp/hplip/hplip*/uninstall.py

SiS 671 in Lubuntu 18.04/xorg 1.19 und 16.04.4/xorg 1.19

Durch den geradezu aufopferungsvollen Linux-Support der Firmen SiS, VIA, Matrix…schlagen in einem bekannten Linux-Forum immer wieder Fragen hilfesuchender User auf. In neueren xorg-Versionen funktionieren proprietäre Treiber, so sie jemals existiert haben, längst nicht mehr. OSS-Treiber unterstützen IGPs dieser Hersteller nur noch sehr rudimentär.

Dabei geht es nicht mal um ressourcenfressende DEs wie Unity oder Gnome Shell, die diese IGPs von der Hardware her schon nicht bedienen könnten, sondern schlicht um die Darstellung nativer Auflösungen bzw. wenigstens richtiger Seitenverhältnisse wie beispielsweise 1280×800 beim weitverbreiteten FSC Esprimo Mobile V5535 mit SiS 671. Meine damalige Anleitung basiert auf von Antonio J. de Oliveiras bereitgestellten Treibern, die nur bis Precise mit xorg 1.11, also ohne LTS Enablement Stack, funktionieren.

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LibreOffice: Repository in Ubuntu hinzufuegen

LibreOffice verwende ich in der TDF-Originalversion und empfehle dies. Es ist vielleicht nicht jedermanns Sache, ständig nach der aktuellen Version zu sehen und diese über dpkg zu installieren (wobei es durch stabilisierte Release-Zyklen recht einfach ist.

Durch Hinzufügen des PPAs LibreOffice Packaging team LibreOffice Fresh kann man einfach die jeweils aktuelle Final installieren bzw. normal “mit dem System” aktualisieren.

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Saubere sources.list erstellen

Eine saubere Ubuntu-Installation zerstören sich Linux-Beginner schnell, wenn sie nach Redmond-OS-User-Manier alles im Netz gefundene ins System kippen, insbesondere irgendwelche Fremdquellen (eine angeblich ach so stabilere “LTS”-Version installiert, aber trotzdem aktuelle Versionen haben wollen). Auffällig wird das Gemurkse meist dann, wenn diese PPAs nicht mehr oder für die jeweilige Ubuntu-Version nicht mehr existieren oder Aktualisierungen durch eine fehlerhafte sources.list gar nicht mehr durchlaufen und Fehler angezeigt werden. Dann scheitert es bereits daran, als ersten Schritt wieder eine saubere sources.list zu erstellen.

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