Installation HP Linux Imaging and Printing

Tutorial wird stetig aktuell gehalten. Hinweis: In Mantic können Abhängigkeiten derzeit nicht aufgelöst werden.
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Zur Installation von HPLIP (supported Devices, also keine reinen Scanner – ScanJet – deren Modelle von SANE unterschiedlich unterstützt werden) in Lubuntu starte mit [ctrl] + [alt] + [t] ein Terminal und führe über copy & paste komplett aus:

  1. Starte die Printerconfig:
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    system-config-printer
  2. Entferne den möglicherweise bereits falsch installierten HP!
  3. Schließe die Printerkonfig!
  4. Ziehe den HP über USB ab, falls darüber verbunden!
  5. Deinstalliere konkurrierende Pakete:
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    sudo apt purge hplip libhpmud0 libsane-hpaio printer-driver-postscript-hp
  6. Installiere das Drucksystem und zum Kompilieren nötige Pakete:
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    sudo apt install cups build-essential libjpeg62-dev libusb-dev libtool python3-dev
  7. Erstelle nötige Verzeichnisse:
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    sudo mkdir -p /var/spool/lpd/
    sudo mkdir -p /usr/share/cups/model/
  8. Erstelle das Downloadverzeichnis und wechsele dorthin:
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    mkdir -p ~/Downloads/hp/hplip/
    cd ~/Downloads/hp/hplip/
  9. Ziehe HPLIP (aktuelle Version vom 2024-06-17):
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    wget http://netcologne.dl.sourceforge.net/project/hplip/hplip/3.24.4/hplip-3.24.4.run -O hplip-3.24.4.run
  10. Installiere die Treiber:
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    sh hplip-3.24.4.run
  11. Folge den Instruktionen bis inkl. der Aufforderung “Restart or re-plug in your printer”!
  12. Verbinde den HP über USB, LAN oder WLAN!
  13. Starte die Erstkonfiguration
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    hp-setup

    und wähle Anschluß und Drucker! Weitere Konfigurationen können über

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    system-config-printer

    oder über Browser http://localhost:631/printers (localhost temporär in NoScript zulassen, falls installiert) vorgenommen werden.

  14. Manche Modelle benötigen zusätzlich ein binäres Plugin. Falls der Download während der Installationsroutine fehlschlägt (aktuell stimmt z.B. der Pfad nicht mehr, 404) oder übersprungen worden ist, kann die Installation manuell angestoßen werden:
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    cd ~/Downloads/hp/hplip/
    wget https://www.openprinting.org/download/printdriver/auxfiles/HP/plugins/hplip-3.24.4-plugin.run -O hplip-3.24.4-plugin.run
    sh hplip-3.24.4-plugin.run

Updates werden grafisch angezeigt, funktionieren so aber nicht wirklich. Man kann stattdessen im Terminal ausführen:

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hp-upgrade

Soll das so installierte hplip deinstalliert werden, ist auszuführen:

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sudo python ~/Downloads/hp/hplip/hplip*/uninstall.py

SiS 671 in Lubuntu 18.04/xorg 1.19 und hoeher

Kurzes Vorwort: Da nachweislich oft nicht zuende gelesen wird und völlig falsche Schlüsse gezogen werden – den reinen Artikeltext ändere ich nicht, wohl aber halte ich die Schritt-für-Schritt-Anleitung bis auf weiteres aktuell (solange es seitens Mageia noch verwendbare Pakete gibt). Bemerkenswerterweise hat dieser Blogpost die drittmeisten Abrufe, nach wie vor trotz Nischenproblems und Alters dieser Hardware.

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Durch den geradezu aufopferungsvollen Linux-Support der Firmen SiS, VIA, Matrox…schlagen in einem bekannten Linux-Forum immer wieder Fragen hilfesuchender User auf. In neueren xorg-Versionen funktionieren proprietäre Treiber, so sie jemals existiert haben, längst nicht mehr. OSS-Treiber unterstützen IGPs dieser Hersteller nur noch sehr rudimentär, eigentlich immer schon.

Dabei geht es nicht mal um ressourcenfressende DEs wie Unity oder Gnome Shell, die diese IGPs von der Hardware her schon nicht bedienen könnten, sondern schlicht um die Darstellung nativer Auflösungen bzw. wenigstens richtiger Seitenverhältnisse wie beispielsweise 1280×800 beim weitverbreiteten FSC Esprimo Mobile V5535 mit SiS 671. Meine damalige Anleitung basiert auf von Antonio J. de Oliveiras bereitgestellten Treibern, die nur bis Precise mit xorg 1.11, also ohne LTS Enablement Stack, funktionieren.

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LibreOffice: Repository in Ubuntu hinzufuegen

LibreOffice im Repository universe ist für die meisten Ubuntu-Versionen permanent veraltet. Es ist jedoch nicht nötig, entsprechende snap-Fremdkörper ins System zu bringen. Durch Hinzufügen des PPAs LibreOffice Packaging team LibreOffice Fresh kann man die jeweils aktuelle Final installieren bzw. normal “mit dem System” aktualisieren.

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Saubere sources.list erstellen

Tutorial wird stetig aktuell gehalten.
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Eine saubere Ubuntu-Installation zerstören sich Linux-Beginner schnell, wenn sie nach Redmond-OS-User-Manier alles im Netz gefundene ins System kippen, insbesondere irgendwelche Fremdquellen (eine angeblich ach so stabilere “LTS”-Version installiert, aber trotzdem aktuelle Versionen haben wollen). Auffällig wird das Gemurkse meist dann, wenn diese PPAs nicht mehr oder für die jeweilige Ubuntu-Version nicht mehr existieren oder Aktualisierungen durch eine fehlerhafte sources.list gar nicht mehr durchlaufen und Fehler angezeigt werden. Dann scheitert es bereits daran, als ersten Schritt wieder eine saubere sources.list zu erstellen.

Ein Terminal (unter KDE/Plasma Konsole) starten mit bei den meisten DEs [ctrl] + [alt] + [t] und folgendes via copy & paste ausführen (die Listen werden aktuell gehalten):

  1. Alte Paketquellenlisten umbenennen:
    $ sudo mv /etc/apt/sources.list /etc/apt/sources.list_old
    $ sudo mv /etc/apt/sources.list.d/ /etc/apt/sources.list.d_old/
    $ sudo mkdir /etc/apt/sources.list.d/
  2. Editor starten, um offizielle Paketquellen sauber einzutragen:
    $ sudo nano /etc/apt/sources.list
  3. Als Inhalt vollständig einfügen:
    • Ubuntu (und offizielle Derivate) 24.04 Noble Numbat
      Release 2024-04-25
      deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu noble main restricted universe multiverse 
      deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu noble main restricted universe multiverse
      deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu noble-updates main restricted universe multiverse
      deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu noble-updates main restricted universe multiverse
      deb http://security.ubuntu.com/ubuntu noble-security main restricted universe multiverse
      deb-src http://security.ubuntu.com/ubuntu noble-security main restricted universe multiverse
      deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu noble-backports main restricted universe multiverse
      deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu noble-backports main restricted universe multiverse
      #deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu noble-proposed multiverse restricted universe main
    • Ubuntu (und offizielle Derivate) 23.10 Mantic Minotaur
      End of Service 2024-07-11
      deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu mantic main restricted universe multiverse 
      deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu mantic main restricted universe multiverse
      deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu mantic-updates main restricted universe multiverse
      deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu mantic-updates main restricted universe multiverse
      deb http://security.ubuntu.com/ubuntu mantic-security main restricted universe multiverse
      deb-src http://security.ubuntu.com/ubuntu mantic-security main restricted universe multiverse
      deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu mantic-backports main restricted universe multiverse
      deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu mantic-backports main restricted universe multiverse
      #deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu mantic-proposed multiverse restricted universe main
    • Ubuntu (und offizielle Derivate) 22.04 Jammy Jellyfish
      deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu jammy main restricted universe multiverse 
      deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu jammy main restricted universe multiverse
      deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu jammy-updates main restricted universe multiverse
      deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu jammy-updates main restricted universe multiverse
      deb http://security.ubuntu.com/ubuntu jammy-security main restricted universe multiverse
      deb-src http://security.ubuntu.com/ubuntu jammy-security main restricted universe multiverse
      deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu jammy-backports main restricted universe multiverse
      deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu jammy-backports main restricted universe multiverse
      #deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu jammy-proposed multiverse restricted universe main
      Siehe Paketquelle partner nicht in Jammy!
    • Ubuntu (und offizielle Derivate) 20.04 Focal Fossa
      deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu focal main restricted universe multiverse 
      deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu focal main restricted universe multiverse
      deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu focal-updates main restricted universe multiverse
      deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu focal-updates main restricted universe multiverse
      deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu focal-security main restricted universe multiverse
      deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu focal-security main restricted universe multiverse
      deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu focal-backports main restricted universe multiverse
      deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu focal-backports main restricted universe multiverse
      #deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu focal-proposed multiverse restricted universe main
      #deb http://archive.canonical.com/ubuntu focal partner
  4. Speichern und Editor beenden.
  5. Paketzwischenspeicher leeren:
    $ sudo apt clean
  6. Paketquellen und Paketquellenlisten aktualisieren:
    $ sudo apt update
  7. Ggf. fehlerhaft aufgelöste Abhängigkeiten korrigieren:
    $ sudo apt -f install
  8. Pakete aktualisieren:
    $ sudo apt full-upgrade

Bisherige Fremdquellen sind nun natürlich nicht mehr enthalten, was ja auch ein Sinn der Aktion ist. Bereits daraus installierte Pakete sind allerdings weiter im System, die werden auch nicht mehr aktualisiert, was ein Sicherheitsrisiko darstellt. Man sollte sie daher tunlichst deinstallieren bzw. durch Pakete der offiziellen Repositories ersetzen.

Will man gezielt mit Wissen um die Hintergründe eine Fremdquelle einsetzen, kann man sie (wieder) hinzufügen durch beispielsweise

$ sudo apt-add-repository ppa:mozillateam/ppa

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Daily Builds mit zsync

Wer Daily Builds einer Entwicklungsversion von Lubuntu oder anderen Ubuntu-Derivaten installiert hat, moechte sicherlich auch das oder die Images aktuell halten. Diese staendig komplett neu zu downloaden, belastet nicht nur das Netz, es ist auch voellig unnoetig. Hat man sich einmal das oder die .iso-Files gezogen, kann man mit dem genialen Tool zsync nur neu hinzugekommene Bestandteile laden und ein aktualisiertes Image erstellen lassen.

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VirtualBox: Repository in Ubuntu hinzufuegen

Tutorial wird stetig aktuell gehalten.
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Die auch in aktuellem Ubuntu enthaltene Version von VirtualBox ist nicht annähernd aktuell, fehlerfrei schon gar nicht. Daher ist es stets sinnvoll, die aktuelle Version direkt von virtualbox.org zu installieren. Kann man manuell oder auch das Ganze als Fremdquelle einbinden, um automatisch Updates zu erhalten. Tutorials habe ich auf ubuntuusers.de schon mehrfach gepostet, folgend aktualisiert für VBox 7.0.20.

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LibreOffice: Versionen deinstallieren

Es gibt Gründe, weshalb man LibreOffice nicht aus den Ubuntu-Repositories verwendet, sondern Versionen der The Document Foundation. Seien es leicht abweichende Layouts zwischen diesen Versionen in Dokumenten oder inaktuelle Versionen in den Repos. Die Installation der .deb-Files mittels dpkg ist dabei einfach, recht mühselig allerdings das vorhergehende Heraussuchen der zu deinstallierenden Pakete. Mit folgenden Einzeilern ist es dagegen schnell erledigt:

Deinstallation von snap-Versionen

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sudo snap remove libreoffice*

Deinstallation von LibO v3.x/v4.x/v5.x/v6.x/v7.x Ubuntu

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sudo apt-get purge libreoffice* ure python*-uno uno-libs*

Deinstallation von LibO v3.x TDF

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sudo apt-get purge libreoffice* libobasis* uno-libs*

Deinstallation von LibO v4.x dev TDF

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sudo apt-get purge lodev* lodevbasis*

Deinstallation von LibO v4.x/v5.x/v6.x/v7.x TDF

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sudo apt-get purge libreoffice* libobasis*

Update 2021-09-17: snap-Versionen.
Update 2015-10-31: Befehlszeilen gestrafft.
Update 2013-07-31: LibO v4.1 hinzugefügt.

apt-pinning bestimmter Pakete

Zuweilen ist es notwendig, bestimmte Paketversionen fuer eine bestimmte Zeit zu behalten. Damit diese durch ein Systemupdate via apt-get und natuerlich auch Frontends wie Synaptic nicht mit aktualisiert werden, setzt man sie mittels apt-pinning auf hold. Selbstredend sollte man solcherart gepinnte Pakete nicht vergessen.

Ein auf ein non-PAE-System installiertes Lubuntu 12.10 ist ein aktuelles Beispiel dafuer. Direkt nach der Installation ohne gleichzeitiges Aktualisieren sollten 4 Pakete auf hold gesetzt werden:

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echo "linux-generic hold" | sudo dpkg --set-selections
echo "linux-headers-generic hold" | sudo dpkg --set-selections
echo "linux-image-generic hold" | sudo dpkg --set-selections
echo "linux-libc-dev hold" | sudo dpkg --set-selections

Nun kann man das (restliche) System normal aktualisieren:

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sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade

Gepinnte Pakete bleiben auf ihren bisherigen Versionen. In einer Shell durchgeführt wird dies auch entsprechend angezeigt.

Ist der Grund für das Pinning weggefallen bzw. behoben worden, setzt man entsprechende Pakete auf unhold:

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echo "linux-generic install" | sudo dpkg --set-selections
echo "linux-headers-generic install" | sudo dpkg --set-selections
echo "linux-image-generic install" | sudo dpkg --set-selections
echo "linux-libc-dev install" | sudo dpkg --set-selections

Danach ist wieder zu aktualisieren:

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sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade

Maustasten vertauschen

Selbst bin ich kein Linkshaender, einer Frage im ubuntuusers.de-Forum nachgehend, folgend ein Tip aus Ned Flanders Leftorium. ;-)

In einer Shell ausführen:

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sudo mkdir -p /etc/X11/xorg.conf.d/
gksudo gedit /etc/X11/xorg.conf.d/99-MouseButtonMapping.conf

Als Inhalt einfügen:

# Reihenfolge der Maustasten setzen
# 2012-02-02
#
Section "InputClass"
    Identifier    "mouse"
    Option        "ButtonMapping" "3 2 1" # bei 3 Maustasten
EndSection

XServer neu starten.