SystemRescueCd mit archlinux-Unterbau

SystemRescueCd Menu

Live-Systeme wie SystemRescueCd sollten in keinem IT-Werkzeugkasten fehlen. Mit der heute erschienenen v6.0.0 (Update) wechselt SysRescCd die Basis von bisher Gentoo auf archlinux. Ein Schritt, den ich persönlich begrüße, obgleich ich die Gründe zwar nicht kenne, jedoch hauptsächlich begrenzte Manpower vermute.

Das könnte übersehen, wer gewohnt startx oder ein Tool wie z.B. testdisk ausführt.

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https-Fix fuer apt

Das Sicherheitsproblem CVE-2019-3462 in apt (“Content injection in APT http method when using redirects”) ist gefixt worden – in debian (debian security tracker) und Ubuntu (Ubuntu CVE Tracker) und somit auch deren Derivaten (sofern diese nicht irgendwas zurückhalten, ich sage nur Mint). So weit, so gut.

apt ist nun nicht irgendwas, sondern das Package Management Tool debian-basierter Distributionen. Das checkt Repositories und deren Inhalte und installiert daraus Pakete, also auch bei jedem Update. Welche Server und Repositories, steht in “/etc/sources.list” und/oder “/etc/sources.list.d/*.list”. Also sollte man überprüfen, ob da nicht über http statt https angefahren wird.

Jetzt kann man aber nicht blauäugig überall ein “s” für secure dazumalen, denn der Stand der Mirrors dazu ist aus einem Land vor unserer Zeit.

So gibt es https für archive.ubuntu.com, immerhin der Mainserver (!), bis heute nicht, nicht mal – und das ist der Hit – für security.ubuntu.com (für packages.ubuntu.com schon, das ist aber nur eine Search Engine, die dann eben auf die Mirrors linkt). Bei den offiziellen (Load balancing) Mirrors sieht es kaum besser aus. Das ist noch nett ausgedrückt. Der südafrikanische Mirror (einziger für Afrika), hat kein https, sämtliche 13 asiatischen sind nicht sicher, von den 12 amerikanischen ist es wenigstens die Hälfte. Und das tolle Europa? Von den 13 Mirrors weiß 1 (in Worten einer) etwas von https, der französische. Also nichts mit ach so sicherheitsbewußtem Deutschland (beim Server der TU Dresden ist man schon froh, wenn der überhaupt funktioniert, weshalb seit Ewigkeiten in uude davon abgeraten wird).

In siduction sollte man auch mal “/etc/apt/sources.list.d/*.list” überprüfen. Die Listen des letzten offiziellen Releases vom Mai sind dahingehend nicht aktuell. So kennt ftp.uni-stuttgart.de nach wie vor nur http (und ftp…), ftp.spline.de (FU Berlin) jedoch auch https. Man sollte also bspw. dahin wechseln.

Nachtrag: Wie wichtig der apt-Fix ist, zeigt das Release von debian 9.7, das in dem vergleichsweise dazu riesigen Image als einzige Änderung das Fitzelchen gefixten Code enthält (Paket base-files).

Der letzte Absatz im pro-linux-Artikel mit dem “problemlos weiternutzen” ist allerdings nicht weit gedacht. Welches Tool hat denn das Update von apt installiert? Dann hätte man schon AllowRedirect=false setzen müssen, wie von devil aufgeführt. Oder manuell von einem offiziellen Server über https ziehen, sha256-checken und mit dpkg installieren.

Ubuntu: vaapi unter chromium entfernen

Man sollte wissen, was man installiert hat, erst recht als Linux-User.

Jener weiß es offensichtlich nicht. Er spricht von “google-chrome” in Version 71.0.3578.98 (schon der Zusatz 64 bit wäre überflüssig, da es Google Chrome für Linux seit langem nur noch für x86_64, also nicht x86_32, gibt).

Google Chrome ist längst weiter, schon die Abfrage unter siduction ergibt für chromium, die OSS-Variante, 72.0.3626.53-1. Dagegen ist genannte 71er derzeit genau die für chromium unter Ubuntu Xenial bis Disco.

Wir halten also fest, er hat chromium und nicht google-chrome installiert. Und jetzt müßte man sich auch mal richtig informieren, vor allem, wenn man Support geben will. pro-linux.de berichtet, daß ein längst bereitstehender, jedoch wegen möglicher Probleme bislang nicht freigeschalteter, Patch in chromium übernommen worden ist – in Fedora und Ubuntu. In letzterem ist es ein unsägliches Snap-Paket. In den chromium-Settings Hardware-Unterstützung deaktiviert zu haben, genügt dabei offenbar nicht.

Den proprietären Treiber nvidia (technisch besser als der freie nouveau, Kunststück bei Infos unter Verschluß, aber ständig inkompatibel zu bestimmten Kernel- und VBox-Versionen) nicht installieren, stattdessen nouveau nutzen wollen, kann ich verstehen (ich fahre auch nur noch nouveau nach ehedem langjährigem Support meinerseits für nvidia auf diesem Portal). Am besten, man kickt dieses unsägliche Snap und damit eben auch dieses Paket.

1
2
sudo apt purge snapd
sudo apt autoremove

Zudem kann man chromium mit Variablen starten.

2019-01-24, Nachtrag: Besagter Threadstarter, seit 11 Jahren dabei, sieht noch nicht mal, was er falsch macht, daß er unsauber arbeitet. Er schafft es auch nicht selbst aus diesem Chaos heraus. Aber Lamento gegen nvidia. Installationen und Reparaturen selbst verkorkster nvidia-Installationen habe ich hunderte Male erklärt (Suchmaschine → Hilfe zur Selbsthilfe). Das ist der Hauptgrund, weshalb ich mich dort nach langjährigem Support ausgeklinkt habe.

Ubuntu: Kernel-Inkonsistenzen

Das muß mir mal jemand erklären…

PackagePPAReleaseUpdatesProposed
bionic/linux4.15.0-44.474.15.0-20.214.15.0-43.464.15.0-44.47
bionic/
linux-hwe
4.18.0-14.15
~18.04.1
4.18.0-13.14
~18.04.1
4.18.0-14.15
~18.04.1
cosmic/linux4.18.0-14.154.18.0-10.114.18.0-13.144.18.0-14.15
disco/linux4.18.0-11.124.19.0-11.12

…nicht wirklich.

Nach dem Desaster vor einem Jahr (1, 2, 3), bei dem Canonical (sicherlich nicht nur) bei mir jegliche Reputation verloren hat (Unbrauchbarmachung von Hardware – nur wer auf CSM only gesetzt gehabt hat, ist auf entsprechenden Boards dem GAU entgangen – und vor allem der Umgang mit dem massiven Problem), ist man dort seitdem von Konservatismus beseelt, sozusagen ins Gegenteil verfallen (wenn man mal annimmt, bislang seien sie up-to-date gewesen, zumindest in ihrem Rahmen).

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VitualBox: Installation ueber .run

Altägyptisch oder bleeding edge. Aktuelles Beispiel: In siduction wird anders als in sid Kernel 4.20 installiert (towo ist da glücklicherweise agil). Wer VirtualBox aus den debian-Repositories nutzt, bekommt bislang nur 5.2.22, das jedoch inkompatibel zu Kernel 4.20 ist.

VBox 6.0.0 ist kompatibel zu Kernel 4.20. Man kann zwar das VBox-Repo einbinden, daraus aber nur für debian stable und oldstable installieren, was im Normalfall unter sid(uction) wegen Dependencies fehlschlägt. Für Ubuntu gebaute Pakete in debian installieren ist auch nicht die gescheiteste Idee (auch wenn die für Bionic momentan laufen sollen).

Dann sollte man so flexibel sein und die .run-Files nutzen, statt wie ein User im siduction-Forum zu jammern, er wolle nur installieren, was “über apt oder dpkg” geht, und deshalb bei der letzten 4.19 bleiben (von der Paketverwaltung abgesehen, was er meint und womit er natürlich Recht hat, erntet er meinerseits dennoch Unverständnis, man fährt doch keine bleeding-edge-RRD, um ausgerechnet beim Kernel stehenzubleiben bzw. zurückzugehen). Fremdpakete aus Sicht der Distribution sind es so und so, aber in diesem Fall bzw. aus Sicht VBox’ sind sie das Original.

Das Ganze ist auch nicht schwieriger, mehr noch, man kann das so unter diversen Distributionen durchführen, bspw. unter siduction und antergos die jeweils selben .run-Files (braucht sie also auch nur 1x ziehen) und bis auf sudo vs. root-Terminal gleich. Zudem kann man Testbuilds nutzen, die ihrerseits ggf. Fixes ggü. dem letzten Release enthalten. Der einzige Nachteil ist lediglich, daß man sich selbst um neue Versionen kümmern muß (und das Interesse für derlei setze ich bei Usern, die bewußt brandaktuelle Distributionen fahren, voraus).

Ich selbst nutze seit längerem VirtualBox*.run unter (bis vor einiger Zeit noch Lubuntu,) siduction, antergos (die gemischte Groß-/Kleinschreibung für solche Namen ist übrigens kein ständiger Fehler meinerseits, falls das jemand annimmt, sondern jeweilige Eigenschreibweise). Insbesondere durch die nicht aufhörenden Probleme mit dem Lubuntu-Host seit Kernel 4.15 (nur dort, nicht in siduction und antergos, reproduzierbare Freezes unterschiedlicher VMs und das Suchen nach den Ursachen) haben mich das jeweils aktuelle Testbuild installieren lassen, mittlerweile mache ich das standardmäßig (nur nicht, wenn das Release gerade mal neuer ist) und fahre damit sehr gut. Natürlich weiß ich, was das bedeutet und kann damit umgehen.

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Installation VirtualBox 6.0.4 über .run

  1. Ein ggf. installiertes Extension Pack deinstallieren:
    1
    
    sudo VBoxManage extpack uninstall "Oracle VM VirtualBox Extension Pack"
  2. Eine ggf. installierte VBox-deb-Version deinstallieren:
    1
    2
    
    killall -9 virtualbox 
    sudo apt-get purge virtualbox*
  3. Zum Kompilieren der Kernel-Module nötige Pakete installieren:
    1
    
    sudo apt-get install build-essential dkms linux-headers-$(uname -r)
  4. VirtualBox*.run ziehen:
    1
    2
    
    cd ~/Downloads/
    wget https://download.virtualbox.org/virtualbox/6.0.4/VirtualBox-6.0.4-128413-Linux_amd64.run
  5. Aktuelle VBox-Version installieren:
    1
    
    sudo sh Virt*
  6. Weiter geht es in meinem Tutorial VirtualBox: Repository in Ubuntu hinzufügen mit Punkt 8, “Entsprechende Version des Extension Packs ziehen”.

Soll ein so installiertes VBox wieder deinstalliert werden, sollte zuerst wie oben geschrieben das Extension Pack deinstalliert werden, danach VBox selbst (das EP bliebe anderenfalls erhalten, aber nicht nutzbar):

1
sudo sh Virt* uninstall

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Update 2019-01-28: Aktualisiert auf v6.0.4.
Update 2019-01-15: Aktualisiert auf v6.0.2.

Linux-Flasher

Ein Beispiel aus der unendlichen uude-Reihe “keine Suchmaschine anwerfen, geschweige denn selbst nachdenken”:

“(…) verschiedene HP Z400” (variierende CPUs, GPUs, RAM sizes, HDDs sind hier unerheblich), einer bringt die Errors, die anderen nicht. Der “Einrichter” hat also bei dieser Ausgabe noch nicht mal ins BIOS gesehen.

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siduction: qt5-Transition

In siduction (der Name sid für debian unstable kommt nicht von ungefähr, der Junge in “Toy Story”, der stets sein Spielzeug kaputtmacht) will ein beiläufiges “apt update; apt full-upgrade” heute Morgen kurz nach 4 über hundert Pakete in den Orkus spülen, mit autoremove dann noch mal das Doppelte. Hängt natürlich davon ab, was man installiert hat (hier LXQt, dazu diverse Qt-basierte Pakete wie krusader oder auch vlc, eigentlich habe ich nur gehofft, daß die brandaktuelle v3.0.5 schon in den Repos liegt).

Es läuft wieder einmal eine qt5-Transition. Da nichts zu irgendwas kompatibel ist, gilt alles oder nichts. Alles gibt’s noch nicht. Wer jedoch davon unabhängige Pakete aktualisieren will oder muß, kann wie folgt mit root-Rechten auf hold setzen:

1
apt-mark hold libqt5core5a

Die Geschichte sollte man freilich nicht vergessen, sprich nach der Transition wieder mit unhold markieren.

2018-12-28: Btw., mittlerweile liegt vlc 3.0.5 (changelog) in den Repositories. ;)

2018-12-29: libqt5core5a kann und sollte wieder auf unhold gesetzt werden.

siduction: systemd-240, haengendes Plasma

Derzeit gibt es Probleme mit systemd-240-1 in sid(uction). Sie äußern sich in hängendem Plasma (sprich KDE), aber auch, wenn man dieses DE nicht in Gänze verwendet, sondern nur diverse Qt-Programme mit einem anderen DE (hier LXQt), Krusader bspw. Hier hat es sich so geäußert, daß Krusader an sich zwar augenscheinlich gelaufen ist, man aber darüber ein simples .zip-Archiv nicht hat entpacken können (zuerst nimmt man natürlich an, dieses sei korrupt).

Aber auch Java-Programme wie TV-Browser (ohnehin schon äußerst mädchenhaft bei der Akzeptanz der verwendeten JRE-Version – ich frage mich, wann man dort endlich auf 11 springt oder zumindest akzeptiert) brechen mit einem Wust an Errors ab.

Erster Workaround ist das Zurückgehen auf systemd=239-5.6 plus dessen Abhängigkeiten und das Setzen von “apt-mark hold” dieser Pakete gewesen. Funktioniert, ist jedoch nicht nötig, es genügt das Erzeugen eines .conf-Files

1
echo "* hard nofile 524288" | sudo tee -a /etc/security/limits.d/systemd.conf

mit folgendem Reboot. Hat man sudo nicht installiert, dann logischerweise ohne in einer root-Shell oder tty oder klassisch mit einem Editor.

Update 2018-12-28: Da ja nun systemd-240-2 auf den Mirrors liegt – es soll beschriebene Probleme beheben (systemd.conf könnte man theoretisch wieder entfernen, ich laß es einstweilen).

Ein komplettes d-u ist derzeit durch die qt5-transition nicht möglich, aber man kann systemd auch durch reinstall updaten.

Update 2019-01-05: In antergos, ARCH-basiert, ist es übrigens immer noch systemd 239.370-1, mit 240.0-1 aus testing werden weitere Probleme berichtet (bspw. chromium mit D-Bus-Errors). 240.0-2 gibt es bereits, jedoch noch in testing (und hier installiert).

VirtualBox 6.0.0 final

Nach 3 Betas und diesmal nur 1 Release Candidate ist die Final von VirtualBox 6.0.0 erschienen. Das Offensichtliche sind natürlich die grafischen Design-Änderungen des VM VitualBox Managers, das Wichtigere ist unter der Haube zu finden. x86_32 als Host ist nun endgültig Geschichte.

Changelog.

Mein Tutorial VirtualBox: Repository in Ubuntu hinzufuegen habe ich selbstverständ-
lich wie immer angepaßt.

Die Python ist gefunden

Irgendwas ist anders…

$ sudo sh Virt*
Verifying archive integrity... All good.
Uncompressing VirtualBox for Linux installation.............
VirtualBox Version 5.2.23 r127309 (2018-12-08T13:13:52Z) installer
Installing VirtualBox to /opt/VirtualBox
Python found: python, installing bindings...
 
VirtualBox has been installed successfully.

Python found? Echt jetzt? ;-)

Na klar ist Python installiert, immer schon, in quasi jeder Linux-Distribution, aber diese Routine hat bis jetzt stets was von “Python 2.x not found: python, not installing bindings” erzählt. Bekannte fehlerhafte Ausgabe seit Ewigkeiten, funktioniert hat das trotzdem (Python 2.x und 3.x sind üblicherweise parallel installiert, da es immer noch auf 2.x aufsetzende Programme gibt).

Liegt’s an ewig währenden Transitions in sid(uction) oder gar an einem nicht mehr für möglich gehaltenen Fix in VBox (ungerade Versionsnummern wie 5.2.23 sind Testbuilds)? Oder ist der Fix ein Versehen und bei der nächsten Version dürfen wir die liebgewonnene Ausgabe wieder begrüßen? ;-)