Ubuntu-(Mainline-)Kernel 4.12 mit VirtualBox 5.1.22

Auch VirtualBox läuft derzeit nicht mit Kernel 4.12 im Host (im Guest kann man einen aktuellen Testbuild der GuestAdditions installieren).

Dank eines Postings im siduction-Forum kann man VBox 5.1.22 für Kernel 4.12 patchen:

  1. Wechsel des Verzeichnisses:
    1
    
    cd /usr/share/virtualbox/src
  2. Ziehen des Patchfiles:
    1
    
    sudo wget http://paste.siduction.org/20170629003423 -O vbox.patch
  3. Ausführen des Patches:
    1
    
    sudo patch -Np0 < vbox.patch
  4. Installation (Mainline-)Kernel 4.12.

Update 2017-07-17: Durch Fixes in VirtualBox 5.1.24 benötigt es keinen Patch mehr für Kernel 4.12 und 4.13rc in Host/VM.

Ubuntu-(Mainline-)Kernel 4.12 mit nvidia-340

Ständig gibt es Inkompatibilitäten zwischen Kernel- und XServer-Versionen auf der einen und proprietären Treibern auf der anderen Seite, namentlich nvidia. Ist schon Ubuntu-(Mainline-)Kernel 4.11 nur mit nvidia-340 (340.102-0ubuntu4) für Artful installierbar, gibt es bislang für Kernel 4.12 weder seitens des Graphics Drivers teams auf launchpad.net noch und gerade von Nvidia selbst eine Lösung.

Der freie Treiber nouveau hat zwar mit Kernel 4.12 keine Probleme, wegen mangelnder Stromsparmechanismen läuft die GPU freilich permanent mit voller Leistung, was die Temperatur je nach GPU locker um 10 Grad hochtreibt.

Erst ein Dritter namens Piotr Oniszczuk (warpme) setzt einen Patch für nvidia-340 (GF8 – GF GTX800M Series) auf Github.

  1. Installation nvidia-340, falls noch nicht geschehen.
  2. Wechsel des Verzeichnisses:
    1
    
    cd /usr/src/nvidia-340-340.102/
  3. Ziehen des Patchfiles:
    1
    
    sudo wget https://github.com/warpme/minimyth2/blob/master/script/nvidia/nvidia-340.102/files/4.12.0_kernel.patch
  4. Ausführen des Patches:
    1
    
    patch -N < 4.12.0_kernel.patch
  5. Installation (Mainline-)Kernel 4.12.

Installation von und Betrieb mit Mainline-Kernel 4.12 laufen so einwandfrei mit nvidia-340 unter Zesty.

[Zesty] Keine Icons bei Qt5.7-basierten Programmen

Ein wirklich reines System in Bezug auf Gtk+ oder Qt, dazu in verschiedenen Versionen, dürfte kaum ein Desktop-User haben, auch wenn es üblicherweise Frontends für beide GUI-Toolkits gibt. Nutzt man beispielsweise den hervorragenden Filemanager Krusader, zieht man sich unter Enlightenment oder LXDE zwar nicht ein komplettes KDE (oder Plasma oder wie das morgen heißen wird), aber zwangsläufig entsprechende Pakete mit.

Read more “[Zesty] Keine Icons bei Qt5.7-basierten Programmen”

Login ohne grafische Oberflaeche

Hat man ein System mit XServer, Desktop Environment und Display Manager installiert, will man jedoch default oder temporär ohne GUI starten, hat man früher die nichtdokumentierte Bootoption “text” setzen können. Seit Umstellung auf systemd zeigt diese jedoch keine Wirkung mehr. Hier kann man das über eine systemd.unit erreichen, zumindest permanent.

Status-Abfrage:

1
systemctl status multi-user.target

Falls nicht aktiviert:

1
sudo systemctl enable multi-user.target

Setzen als Standard:

1
sudo systemctl set-default multi-user.target

Von hier aus kann man nun, falls gewünscht, den DM starten mit beispielsweise:

1
sudo service lightdm start

Soll wieder default grafisch eingeloggt werden:

1
sudo systemctl set-default graphical.target

CLT 2017 Live Streams

Die Livestreams der Chemnitzer Linux-Tage 2017 sind geschaltet.

! Kontextmenu → “Save Link As…”:

Update, 2017-03-12, 18:00: Die CLT 2017 sind nunmehr beendet, die Livestreams somit geschlossen. Wie die Mitschnitte der vorangegangenen Jahre ist auch die diesjährige Bereitstellung zu erwarten.

Update, 2017-03-15: Die ersten Mitschnitte stehen bereit (Lautsprechersymbole).

Video-Loops in Firefox

Beim Abspielen in Websites eingebetteter Videos in Firefox (insbesondere v50.1.0) kann es zu einer Schleife kommen, es werden nur flackernd die ersten 1…2 Sekunden gezeigt, während der Ton weiterläuft. In anderen Browsern wie Chromium gibt es dagegen kein solches Problem, ergo kann es nicht an gstreamer etc. liegen. Da ein Video scheinbar grundlos in Fx auch mal korrekt abgespielt werden kann, erschwert es die Findung der Ursache(n).

Diese liegt in einer Option für off-main-thread compositing. Über about:config setzt man layers.acceleration.force-enabled auf false oder, wie ich es bei meinen Fx-Settings generell halte, schreibt in user.js einen Eintrag (so hat man jederzeit eigene Änderungen im Blick und kann dieses File auch einfach in andere Installationen mitnehmen):

// off-main-thread compositing
user_pref("layers.acceleration.force-enabled", false);

In user.js enthaltenes wird beim nächsten Fx-Start in prefs.js übernommen (dort sollte man nicht herumeditieren).

Siehe auch Renderfehler in Firefox v40.x!

Ubuntu Release Calendar 2017

Vor etlichen Jahren sind neben dem einfachen Listing der Ubuntu Release Schedules noch .ics-Files für Lightning u.a. Kalender bereitgestellt worden. Für Ubuntu 17.04 Release Schedule habe ich die entsprechende Datei (ohne Gewähr) erstellt. Die Benennung linux_2017.ics ist Absicht, da der Kalender ja nicht auf Ubuntu beschränkt bleiben muß (und die Chemnitzer Linux-Tage habe ich schon mal hinzugefügt, grin).

Zesty-Kernel in Yakkety und Xenial

Analog zu früheren Blogposts (5, 4, 3, 2, 1) können Zesty-Kernels in Yakkety (und Xenial) installiert werden.

Führe über copy & paste in einem Terminal aus (Achtung, erst bis zum Schluß lesen):

1
2
3
4
sudo bash -c "echo 'deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ zesty main' >> /etc/apt/sources.list.d/zesty.list"
sudo bash -c "echo -e 'Package: *\nPin: release a=zesty\nPin-Priority: 100\n' >> /etc/apt/preferences.d/zesty.pref"
sudo apt-get update
sudo apt-get install -t zesty linux-image-generic linux-generic linux-headers-generic linux-libc-dev

Direkt vor dem Distupgrade auf Zesty (Final Release 2017-04-13) führe aus:

1
2
sudo rm /etc/apt/sources.list.d/zesty.list
sudo rm /etc/apt/preferences.d/zesty.pref

Die freien GPU-Treiber intel, nouveau und radeon sowie vboxvideo (VBox 5.1.12) kommen mit Kernel 4.9 klar, nicht jedoch der proprietäre Treiber aus den Ubuntu-Paketquellen nvidia für bis inkl. Yakkety. Daher ist zuerst der jeweils aktuelle nvidia-304 (GF 6 und 7), nvidia-340 (GF 8 – GF 300) bzw. nvidia-367 (GF 400 und höher) für Zesty aus den Ubuntu-Repositories zu installieren.

Hierzu kann man sich nvidia-3xx und dessen Abhängigkeiten aus den Repos fischen oder temporär neben main auch restricted und multiverse einbinden (erste Shell-Zeile). Letztere beide würde ich sicherheitshalber danach auskommentieren (Doppelkreuz davor).

Erkennung eines SSDs an M.2/PCIe

Ohne Frage installiert man ein aktuelles Betriebssystem, erst recht auf aktueller Hardware. Essentiell ist zudem das Flashen des letzterhältlichen UEFIs. Dennoch kann ein via M.2/PCIe angebundenes SSD u.U. nicht erkannt werden. D.h., innerhalb der Installationsroutine oder auch im Ubuntu-Live-System wird das SSD schlicht nicht gefunden (und dmraid hat damit nichts zu tun).

Hier ist die Bootoption “nvme_load=YES” zu setzen.