AC/DC: Malcolm Young (64) gestorben

Malcom Young, Rhythmusgitarrist, Songwriter und treibende Kraft der australischen Hard-Rock-Gruppe AC/DC, ist heute, 2017-11-18, nach langer Krankheit gestorben. Malcom, mit seinem Bruder Angus Young 1973 Gründer von AC/DC – mit dem Konzert am Silvesterabend gilt dieser als Gründungstag – hat seit Jahren wegen Demenz nach einem Schlaganfall nicht mehr auftreten können, seinen spielenden Part hat seitdem Stevie Young, ein Neffe Malcoms und Angus’ übernommen.

AC/DC, die sich über 40 Jahre treu geblieben sind und große Erfolge erlebt haben, haben in den letzten Jahren tiefe Schläge einstecken müssen. So hat Drummer Phil Rudd nach rechtlichen Problemen mit der neuseeländischen Justitz die Band verlassen, Chris Slade ist dafür wiedergekommen, ebenso ist nach der “Rock Or Bust”-Tournee Bassguitarrist Cliff Williams gegangen. Am schwersten für die Gruppe wiegt sicherlich der Verlust von Frontman und Sänger Brian Johnson. Brian, einst nach dem frühen Tod Bon Scotts 1980, dem zweiten Sänger der Gruppe (es wissen sicherlich viele nicht, daß der erste Dave Evans gewesen ist, obgleich nur kurzzeitig, da er nicht in die Band gepaßt hat), als “rettender Teufel” gekommen ist – “Back In Black”, weltweit 49 Millionen Mal verkauft, das dritterfolgreichste Album – hat kurz nach Beginn aus der “Rock Or Bust”-Tournee wegen drohender Taubheit (durch das Pressen der Stimme ist er ohnehin nach spätestens 3 Titeln heiser gewesen) aussteigen müssen und ist durch Axl Rose (Guns ‘N Roses) nicht sehr überzeugend vertreten worden.

Nur noch Angus Young, bekannt durch seine exzellenten Gitarren-Riffs und, ja, auch seinen enormen körperlichen Einsatz in den Konzerten, von einem Ende der Bühne zum anderen hetzend, dabei mit der Gitarre verwachsen spielend und sich auf den Boden werfend ekstatisch weiterspielend, ist aus den Anfangstagen geblieben. AC/DC hat sich nie aufgegeben, aber auch die Fans wissen, einmal wird es vorbei sein. Bleiben wird die Musik, wird die Erinnerung an über 4 Jahrzehnte, die uns AC/DC begleitet hat.

Lubuntu 17.10 Artful Aardvark torrents

Torrents für das heutige Release Lubuntu Artful Aardvark:

Mit Artful gibt es wesentliche Änderungen:

Ubuntu selbst bietet keine x86_32-Images mehr an. Der Schritt ist lange vorhersehbar gewesen und dann wie schon oft über Nacht gekommen. Da Pakete noch in die Repositories eingepflegt werden, kann über netboot Ubuntu in x86 32 bit jedoch weiter installiert und aktualisiert werden. Die Sinnhaftigkeit schwindet freilich. Systeme mit x86-CPUs ohne 64-bit-Erweiterung sind für die verwendete “3D”-Oberfläche zu schwach.

Anders als bei mittlerweile mehreren anderen Linux-Distributionen, die einen harten Schnitt gemacht haben, ist dies ein Abgesang auf Raten.

Von Derivaten wie dem ressourcenschonenden Lubuntu sind weiterhin 32-bit-Images ziehbar (was natürlich nicht ohne 32-bit-Pakete in den Ubuntu-Repos möglich wäre).

Ubuntu wechselt mit Artful auf Gnome Shell als Standard-Desktop-Umgebung. Es gibt einige Anpassungen, die an Unity 7 erinnern sollen, die man wahlweise jedoch deaktivieren kann. Unity 7 ist nach universe verschoben worden. Damit ist es zwar noch nachinstallierbar, muß aber von der Community gepflegt werden. Passiert das nicht auf ausreichendem Level, wäre ein Entfernen für ab 18.04 nicht unwahrscheinlich. Von einem Weiterführen durch Unity-7- oder gar 8-Forks nach großspurigen Ansagen einiger aus der Community ist bislang nichts zu sehen.

Mit Lubuntu Next ist erstmals ein seit Jahren erwartetes, als experimentell gekennzeichnetes Derivat mit der Desktop-Umgebung LXQt, das LXDE als Desktop-Umgebung in Lubuntu ablösen soll, erhältlich – und zwar noch nicht als Final sondern nur als Daily Builds. Das ist insofern nicht so falsch, denn bislang passiert hier außer dem erfolgten halbherzigen Zusammenmixen quasi nichts (noch nicht mal Plymouth ist angepaßt, sondern zeigt sogar “Ubuntu” statt “Lubuntu”). Andere Linux-Distributionen, die LXQt anbieten, ob als Image oder nachinstallierbar, sind meilenweit voraus. Nichtsdestotrotz kann man LXQt durchaus nutzen, man muß ja nicht das so unfertig Vorgesetzte nehmen. Eine Installation von Lubuntu (also mit LXDE), um einen sinnvollen Grundstock zu haben, und Nachinstallieren von lxqt und Paketen nach persönlichen Präferenzen dürfte sinnvoller sein.

LibreOffice (TDF) – Icons in Desktop-Menus

Nach der Installation des originalen LibreOffice (The Document Foundation) können je nach Desktop Environment, beispielsweise Enlightenment, neben den Aufrufen der einzelnen LibO-Module in Desktop-Menus deren Icons fehlen, da der Icon-Pfad ein anderer ist.

In einem Terminal über copy & paste befehlszeilenweise ausführen:

  1. Kopiere die .desktop-Files:
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    cp /opt/libreoffice5.4/share/xdg/* ~/.local/share/applications/
  2. Ersetze in jedem entsprechenden File den Icon-Pfad:
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    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-base"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-base.png"g' ~/.local/share/applications/base.desktop
    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-calc"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-calc.png"g' ~/.local/share/applications/calc.desktop
    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-draw"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-draw.png"g' ~/.local/share/applications/draw.desktop
    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-impress"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-impress.png"g' ~/.local/share/applications/impress.desktop
    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-math"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-math.png"g' ~/.local/share/applications/math.desktop
    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-startcenter"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-startcenter.png"g' ~/.local/share/applications/startcenter.desktop
    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-writer"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-writer.png"g' ~/.local/share/applications/writer.desktop
    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-writer"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-writer.png"g' ~/.local/share/applications/writer.desktop
  3. Ggf. ist ein Relogin oder ein Neustart des DEs erforderlich.

Dies bleibt auch für jede weitere 5.4er Version, davon ausgehend, daß dort der Pfad nicht geändert wird, bestehen. D.h., es muß nicht wiederholt werden.

Artful-Kernel in Zesty und Xenial

Man kann sich’s zwar auch selbst aus meinen früheren Blogposts (6, 5, 4, 3, 2, 1) schmieden, aber der Einfachheit halber und zum direkten Verlinken als aktualisierter Post:

Artful-Kernels können in Zesty (und Xenial) installiert werden.

Führe über copy & paste in einem Terminal aus (Achtung, erst bis zum Schluß lesen):

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sudo bash -c "echo 'deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ artful main' >> /etc/apt/sources.list.d/artful.list"
sudo bash -c "echo -e 'Package: *\nPin: release a=artful\nPin-Priority: 100\n' >> /etc/apt/preferences.d/artful.pref"
sudo apt-get update
sudo apt-get install -t artful linux-image-generic linux-generic linux-headers-generic linux-libc-dev

Direkt vor dem Distupgrade auf Artful (Final Release 2017-10-19) führe aus:

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sudo rm /etc/apt/sources.list.d/artful.list
sudo rm /etc/apt/preferences.d/artful.pref

Die freien GPU-Treiber intel, nouveau und radeon sowie vboxvideo (VBox 5.1.26, VBox 5.2.0b2) kommen mit derzeit Kernel 4.12 klar (Vanilla- und Ubuntu-Mainline-Kernel 4.13 Final werden für 2017-09-03 erwartet, in Artful soll letztendlich 4.13 einfließen), nicht jedoch der proprietäre Treiber aus den Ubuntu-Paketquellen nvidia für bis inkl. Zesty. Daher ist zuerst der jeweils aktuelle nvidia-304 (GF 6 und 7), nvidia-340 (GF 8 – GF 300) bzw. nvidia-375 (GF 400 und höher) für Artful aus den Ubuntu-Repositories zu installieren.

Ubuntu-(Mainline-)Kernel 4.12 mit VirtualBox 5.1.22

Auch VirtualBox läuft derzeit nicht mit Kernel 4.12 im Host (im Guest kann man einen aktuellen Testbuild der GuestAdditions installieren).

Dank eines Postings im siduction-Forum kann man VBox 5.1.22 für Kernel 4.12 patchen:

  1. Wechsel des Verzeichnisses:
    1
    
    cd /usr/share/virtualbox/src
  2. Ziehen des Patchfiles:
    1
    
    sudo wget http://paste.siduction.org/20170629003423 -O vbox.patch
  3. Ausführen des Patches:
    1
    
    sudo patch -Np0 < vbox.patch
  4. Installation (Mainline-)Kernel 4.12.

Update 2017-07-17: Durch Fixes in VirtualBox 5.1.24 benötigt es keinen Patch mehr für Kernel 4.12 und 4.13rc in Host/VM.

Ubuntu-(Mainline-)Kernel 4.12 mit nvidia-340

Ständig gibt es Inkompatibilitäten zwischen Kernel- und XServer-Versionen auf der einen und proprietären Treibern auf der anderen Seite, namentlich nvidia. Ist schon Ubuntu-(Mainline-)Kernel 4.11 nur mit nvidia-340 (340.102-0ubuntu4) für Artful installierbar, gibt es bislang für Kernel 4.12 weder seitens des Graphics Drivers teams auf launchpad.net noch und gerade von Nvidia selbst eine Lösung.

Der freie Treiber nouveau hat zwar mit Kernel 4.12 keine Probleme, wegen mangelnder Stromsparmechanismen läuft die GPU freilich permanent mit voller Leistung, was die Temperatur je nach GPU locker um 10 Grad hochtreibt.

Erst ein Dritter namens Piotr Oniszczuk (warpme) setzt einen Patch für nvidia-340 (GF8 – GF GTX800M Series) auf Github.

  1. Installation nvidia-340, falls noch nicht geschehen.
  2. Wechsel des Verzeichnisses:
    1
    
    cd /usr/src/nvidia-340-340.102/
  3. Ziehen des Patchfiles:
    1
    
    sudo wget https://github.com/warpme/minimyth2/blob/master/script/nvidia/nvidia-340.102/files/4.12.0_kernel.patch
  4. Ausführen des Patches:
    1
    
    patch -N < 4.12.0_kernel.patch
  5. Installation (Mainline-)Kernel 4.12.

Installation von und Betrieb mit Mainline-Kernel 4.12 laufen so einwandfrei mit nvidia-340 unter Zesty.

[Zesty] Keine Icons bei Qt5.7-basierten Programmen

Ein wirklich reines System in Bezug auf Gtk+ oder Qt, dazu in verschiedenen Versionen, dürfte kaum ein Desktop-User haben, auch wenn es üblicherweise Frontends für beide GUI-Toolkits gibt. Nutzt man beispielsweise den hervorragenden Filemanager Krusader, zieht man sich unter Enlightenment oder LXDE zwar nicht ein komplettes KDE (oder Plasma oder wie das morgen heißen wird), aber zwangsläufig entsprechende Pakete mit.

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Login ohne grafische Oberflaeche

Hat man ein System mit XServer, Desktop Environment und Display Manager installiert, will man jedoch default oder temporär ohne GUI starten, hat man früher die nichtdokumentierte Bootoption “text” setzen können. Seit Umstellung auf systemd zeigt diese jedoch keine Wirkung mehr. Hier kann man das über eine systemd.unit erreichen, zumindest permanent.

Status-Abfrage:

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systemctl status multi-user.target

Falls nicht aktiviert:

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sudo systemctl enable multi-user.target

Setzen als Standard:

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sudo systemctl set-default multi-user.target

Von hier aus kann man nun, falls gewünscht, den DM starten mit beispielsweise:

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sudo service lightdm start

Soll wieder default grafisch eingeloggt werden:

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sudo systemctl set-default graphical.target