kernel-remover aus siduction in Ubuntu

siduction kernel-remover

Ältere bzw. nicht mehr benötigte Kernels werden unter Ubuntu nicht automatisch deinstalliert (was seine Richtigkeit hat). Ewig und 3 Tage hat es gedauert, bis durch ein “apt-get autoremove” dies (für Linux-Beginners, denen sonst /boot auf separater Partition vollläuft) mit berücksichtigt worden ist, wobei nur “alles oder nichts” möglich ist (selbstverständlich kann man das immer in einem Terminal oder in Synaptic bewerkstelligen).

Andere Distributionen können das besser. In siduction kann man das kleine Tool kernel-remover laufen lassen. Der Aufbau der Kernel-Pakete von debian sid und Ubuntu unterscheidet sich, weshalb es interessant gewesen ist, kernel-remover einfach mal in einer Lubuntu-Trusty-VM auszuprobieren (für derlei hat man sowas ja). Dazu habe ich extra unterschiedliche Kernels wie einen Mainline-Kernel (die ich sonst nicht verwende) und unterschiedliche Dev-Versions aus Wily installiert.

Schlicht und ergreifend: es funktioniert.

Terminal öffnen und über copy & paste ausführen:

  1. Abhängigkeiten installieren:
    1
    
    sudo apt-get install dctrl-tools ssft menu && sudo apt-mark auto dctrl-tools ssft menu
  2. Ein Download-/Working-Directory erstellen und dorthin wechseln:
    1
    2
    
    mkdir -p ~/Downloads/krnlrmr/
    cd ~/Downloads/krnlrmr/
  3. siduction-Pakete ziehen:
    1
    2
    
    wget http://packages.siduction.org/extra/pool/main/c/creativecommons3/creativecommons3_1.1_all.deb -O creativecommons3_1.1_all.deb
    wget http://packages.siduction.org/extra/pool/main/k/kernel-remover/kernel-remover_3.1.17_all.deb -O kernel-remover_3.1.17_all.deb
  4. siduction-Pakete installieren:
    1
    
    sudo dpkg -i kernel-remover* creativecommons3*
  5. kernel-remover ausführen:
    1
    
    gksudo kernel-remover

    oder DE-unabhängig

    1
    
    sudo -H kernel-remover

Falls nicht mehr gewünscht, Deinstallation von kernel-remover:

1
sudo apt-get purge kernel-remover creativecommons3 && sudo apt-get --purge autoremove

Klar, Mixereien zwischen Distributionen und Operationen an offenen Herzen, sprich Kernels, sind stets mit Vorsicht zu genießen. Aber wenn einfach alles zu gut läuft… ;-)

Update 2017-10-20: Versionslink aktualisiert.
Update 2016-06-26: Versionslink aktualisiert.
Update 2015-10-17: Download-Links aktualisiert.

8 thoughts on “kernel-remover aus siduction in Ubuntu

  1. Hallo,
    zum Thema Stabilität bei Mixereien und Kernel-Operationen:

    Der Kernel-Remover ist ein Shell-Script, das mit Hilfe von verschiedenen Tools wie zenity oder kdialog seine grafischen Fenster generiert. Das eigentliche Entfernen geschieht im Script per “apt-get remove –purge”, wobei die Paketnamen per dpkg ermittelt werden. Nach diesem debian-konformen Entfernen folgt noch ein manuelles Aufräumen des zugehörigen Kernel-Verzeichnisses mit “rm -rf /lib/modules/${Kernel}”.

    Insgesamt gibt es also recht wenig distributionsspezifisches Konfliktpotenzial.

    Kernige Grüße,
    musca

  2. It’s actually better to use from a terminal instead of a GUI.

    -F parameter – use parameter as the graphical frontend one of text/dialog/kdialog /zenity

    -f – proceed without asking, do complete cleanup

  3. Wer sonst nichts zu tun hat …
    Der Eine bevorzugt ein Terminal, ein Anderer hat lieber einen “grafischen Hilfeleister”. Auf jeden Fall eine interessante Idee. Ich habe ja nur noch zwei ubuntuähnliche Distributionen laufen. U.a. bietet Linux Lite das Tool Lite Tweaks für solche Aktionen an. Es ist also schon einiges auf dem Markt. Und wer sich “Einsteigerfreundlich” nennt, der sollte zumindest einige grafische Tools anbieten.

  4. @Linuxkumpel. Lite Tweaks, das Paket heißt lite-cleaner…Tweaker/Cleaner/Optimizer – mit solchem das Blaue vom Himmel versprechendem Zauberwerk habe ich auf Kd.rechnern täglich zu tun, vermurksten Rechnern.

    kernel-remover dagegen folgt dem KISS-Prinzip.

  5. Hallo, funktioniert bzw. gibt es eine Anleitung für Ubuntu 16.04 LTS, da beim Ausführen von Punkt 1 die Meldung
    -Paket dctrl-tools kann nicht gefunden werden
    -Paket ssft kann nicht gefunden werden
    erscheint?

    MfG michel

  6. Die Pakete liegen nach wie vor in den Repos, auch noch für Yakkety. Du hast offensichtlich universe nicht freigeschaltet.

    1
    2
    
    sudo apt-add-repository universe
    sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade
  7. Hallo, entschuldigen Sie bitte die etwas späte Rückmeldung. Universe war freigeschaltet
    “»universe«-Distributionskomponente ist bereits für alle Quellen aktiviert”.
    Zweite Zeile hat weitergeholfen, jetzt funktioniert alles bestens. Danke MfG michel

  8. Hallo,
    hat aus meinem 64bit 16.04 die alten 3.13er Kernel entfernt. Prima Programm und Hinweis darauf. Danke! MfG, Hans

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *