Ubuntu-(Mainline-)Kernel 4.12 mit VirtualBox 5.1.22

Auch VirtualBox läuft derzeit nicht mit Kernel 4.12 im Host (im Guest kann man einen aktuellen Testbuild der GuestAdditions installieren).

Dank eines Postings im siduction-Forum kann man VBox 5.1.22 für Kernel 4.12 patchen:

  1. Wechsel des Verzeichnisses:
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    cd /usr/share/virtualbox/src
  2. Ziehen des Patchfiles:
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    sudo wget http://paste.siduction.org/20170629003423 -O vbox.patch
  3. Ausführen des Patches:
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    sudo patch -Np0 < vbox.patch
  4. Installation (Mainline-)Kernel 4.12.

Update 2017-07-17: Durch Fixes in VirtualBox 5.1.24 benötigt es keinen Patch mehr für Kernel 4.12 und 4.13rc in Host/VM.

Lubuntu 16.04 zerrissene Grafik in VBox

Lubuntu 16.04 Final (!) bringt live in einer VBox-VM gebootet reproduzierbar mit dem Loginscreen eine völlig zerstörte Grafikausgabe im Kinoformat. Übliche Bootoptionen wie nomodeset oder xforcevesa helfen nicht. Will man ohnehin installieren, kann man dies mit Alternate install Images, die es glücklicherweise von Lubuntu noch gibt (vor 5 Jahren im Zuge der Anerkennung als offizielles Ubuntu-Derivat von Lubuntu als letztem Derivat noch eingeführt).

Als Live-System sowie generell (es gibt noch mindestens ein weiteres gravierendes Problem, überhaupt müssen sich Lubuntu-Devs in den letzten Jahren fragen lassen, ob sie auch nur ein Minimum üblicher Tests vor einem Release laufen lassen, ich erinnere da an doppelte network-manager-Icons oder schlechter gar keines, nicht haltende Tastaturbelegungen etc.) bieten sich jedoch Lubuntu 16.04.1 Daily Builds an.

Diese muß man nicht komplett neu laden. zsync hat vor zwei Wochen gegenüber x86-/x86_64-Finals je etwa 400 MiB gezogen.

Lubuntu bootet damit mit normaler Grafik. Sofern man von den witzigen 720×400 absieht, aber die kann man nun Dank im Kernel integriertem vboxvideo-Modul einfach ändern, auch ohne die Guest Extensions installiert zu haben (was man wegen der anderen Treiber, Shared Folders und c&p Host<>Guest natürlich trotzdem durchführt).

16.04.1 Final ist übrigens für 2016-07-21 geplant.
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Nachtrag: Mit Pointrelease 1 ist das Problem unter damaliger VBox-Version erneut aufgetreten, jedoch nicht mehr mit v5.1.8, ebenso nicht mit Yakkety und aktueller VBox.

Dort, wo es auftritt, wechselt man kurz mit [rctrl] + [F1] auf die erste virtuelle Konsole tty1 der Lubuntu-VM und mit [rctrl] + [F7] wieder zurück.

VirtualBox: Testbuilds loesen Kompatibilitaetsprobleme

Nicht nur das Einsperren eines Betrübssystems, das man prinzipiell nicht nativ installieren will (so man es sich überhaupt antun möchte), sondern vor allem das Testen aktueller oder noch in Entwicklung befindlicher Versionen von Linux-Distributionen ist ein Hauptanwendungsfall beim Virtualisieren.

Aber gerade bei neuen Kerneln und/oder XServern sind aktuelle Versionen der Virtualisierungs-Software nötig (ich werde ohnehin nie verstehen, wieso manche mit uraltem Zeug herumkrebsen, obwohl es aktuelle Versionen gibt), sowohl für den Host (ich fahre prinzipiell in Lubuntu den Kernel der Dev-Version, also derzeit in 14.10 3.18rc) als auch den Guest. D.h., man sollte schon hinsehen, ob das Bauen von Kernel-Modulen etc. sauber durchläuft.

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VirtualBox: Aktuelles dkms aus Debian

Durch das vor mittlerweile 3 Wochen erschienene VirtualBox v4.3.18 ist ein Problem mit der in allen unterstützten Ubuntu-Versionen enthaltenen dkms-Version offensichtlich geworden – und nichts passiert Ubuntu-typisch und das, obwohl dies nicht erstmalig auftritt (also nicht nur beim VBox-Original, das aus Sicht Ubuntus ein Fremdpaket ist, sprich das wäre nur eine Ausrede) und lieber darumherum gefixt wird.

Trying to register the VirtualBox kernel modules using DKMSsed: -e expression #1, char 6: unknown command: `m'

dkms datiert in den Ubuntu-Repositories mit Version 2.2.0.3-1 nach wie vor auf 2014-01-15 (!), dabei wäre es ein leichtes, die aktuelle Version 2.2.0.3-2 vom 2014-10-04 von Debian Sid, aus dessen Repos sich Ubuntu ohnehin bedient, zu übernehmen.

Bis also Ubuntu-Developers aufwachen, kann man das aktuelle Debian-Paket in Trusty, Utopic (beide seitdem hier problemlos so laufend) und wahrscheinlich auch Precise installieren.

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cd ~/Downloads/
wget ftp://ftp.debian.org/debian/pool/main/d/dkms/dkms_2.2.0.3-2_all.deb
sudo dpkg -i dkms_2.2.0.3-2_all.deb

Update 2015-11-14: Spätabend MEZ ist nach nur 5 Wochen nach Debian eine aktualisierte dkms-Version in den Ubuntu-Repositories aufgetaucht – erstmal nur für Vivid, ja nichts überstürzen…ist aber manuell ebenfalls in Utopic und Trusty installierbar:

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cd ~/Downloads/
wget http://archive.ubuntu.com/ubuntu/pool/main/d/dkms/dkms_2.2.0.3-2ubuntu2_all.deb
sudo dpkg -i dkms_2.2.0.3-2ubuntu2_all.deb

Das Debian-Paket muß nicht deinstalliert werden (würde auch einiges mitreißen), man kann das Ubuntu-Paket einfach drüberinstallieren.

VirtualBox: SMBus base address uninitialized

Bevorzugt man sinnvollerweise Statusausgaben statt bunter Bootsplashes (Plymouth), bringen in VirtualBox bootende Linux-VMs folgende Ausgabe:

piix4_smbus 0000:00:07.0: SMBus base address uninitialized - upgrade BIOS or use force_addr=0xaddr

VBox unterstützt schlicht den System Management Bus nicht. Man kann diese Ausgabe einfach ignorieren (negative Auswirkungen haben die zwei fehlenden “Drähte” nicht), was sich allerdings gegen das Schönheitsempfinden durchlaufender Statusmeldungen richtet. ;)

Mit Flashen eines BIOS’ in einer VBox-VM ist nichts, grin, Adresse gibt’s logischerweise auch keine, aber man kann das Modul blacklisten, damit das Ganze gar nicht erst versucht wird.

Für Ubuntu und -Derivate bzw. bei deaktiviertem root:

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sudo bash -c "echo 'blacklist i2c_piix4' >> /etc/modprobe.d/blacklist-i2c_piix4.conf"
sudo update-initramfs -u -k all

Sonstige Linux-Distributionen:

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su
bash -c "echo 'blacklist i2c_piix4' >> /etc/modprobe.d/blacklist-i2c_piix4.conf"
update-initramfs -u -k all
exit

siduction: Update-Warning xorg

In siduction wird derzeit auf Kernel 3.13.2 sowie auf xorg 1.15.0 aktualisiert. Wer siduction in einer VBox-VM fährt, landet nach Reboot nur in tty. Zur Abwechslung kann VirtualBox zwar mit einem aktuellen Kernel umgehen, aber nicht mit einem aktuellen XServer (wie auch manche proprietäre GPU-Treiber).

Man sollte also vor dem Update pinnen:

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su
echo "xserver-common hold" | dpkg --set-selections
echo "xserver-xorg-core hold" | dpkg --set-selections

Nun kann normal geupdatet werden:

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apt-get update && apt-get dist-upgrade

Bevor es keine neue VBox-Version (derzeit v4.3.6) gibt, braucht man auch nicht wieder entsperren. Dies geschieht wie folgt:

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su
echo "xserver-common install" | dpkg --set-selections
echo "xserver-xorg-core install" | dpkg --set-selections

Update 2014-02-25: VBox v4.3.8 final ist soeben auf den Server gelegt worden (Changelog). Bereits GuestAdditions v4.3.8rc1 ist mit xorg 1.15 kompatibel und siduction läuft damit in einer VM einwandfrei. Das entsprechende hold-Tag kann und sollte daher nach Installation der aktuellen Gasterweiterungen entfernt werden.

Update 2014-07-10: Mit xorg 2:1.15.99.904-1 ist das Problem zurück. Die vorherige Version 2:1.15.1-1 läuft noch einwandfrei mit GuestAdditions bis 4.3.14rc1 (VBox v4.3.14rc1 selbst sollte jedoch wegen weiterer offensichtlicher Inkompatibilitäten nicht installiert werden).

VirtualBox: Repository in Ubuntu hinzufuegen

Die auch in aktuellem Ubuntu enthaltene Version von VirtualBox ist nicht annähernd aktuell, fehlerfrei schon gar nicht. Daher ist es stets sinnvoll, die aktuelle Version direkt von virtualbox.org zu installieren. Kann man manuell oder auch das Ganze als Fremdquelle einbinden, um automatisch Updates zu erhalten. Tutorials habe ich auf ubuntuusers.de schon mehrfach gepostet, folgend aktualisiert für VBox v5.1.30.

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VirtualBox: v4.2.8 ermoeglicht Linux-Kernel 3.8

Im Moment füllt sich (endlich) http://download.virtualbox.org/virtualbox/4.2.8/. Erfahrungsgemäß kann das einige Stunden dauern (die verschiedenen Ubuntu-Versionen kommen zudem üblicherweise zum Schluß), das wichtigste File liegt jedoch bereits auf dem Server, jedenfalls das wichtigste dieser Version: VBoxGuestAdditions_4.2.8.iso.

Die Gasterweiterungen (Treiber für die virtualisierten Devices GPU, SPU, NIC, Mouse) kann man auch in VBox v3.2.6 installieren (ebenso das ExtensionPack), solange v3.2.8 noch nicht ziehbar ist. Dies ist insofern sehr wichtig, daß nun auch Kernel 3.8 in den Guests akzeptiert wird. Damit können aktuelle Versionen diverser Linux-Distributionen in den VMs verwendet werden, beispielsweise siduction (eben getestet) oder die Developer Version des kommenden Ubuntu 13.04. Ebenso ist es möglich, den Raring-Kernel in Quantal zu installieren (im Host habe ich das sowieso) bzw. sauber zu nutzen.

Update 2013-03-15: v4.2.10 ist erschienen. (Changelog)
Update 2013-04-12: v4.2.12 erschienen. Raring als Host offiziell unterstützt.