Citrix Workspace app mit webkit2gtk-4.1

$ yay -Q icaclient  webkit2gtk-4.1  webkit2gtk
icaclient 26.04.0.73-1
webkit2gtk-4.1 2.52.4-1
error: package 'webkit2gtk' was not found
$ 

Na, endlich!

Das kann man mit Fug und Recht sagen, zählt doch Citrix Systems Inc. zu den IT-Firmen, die extrem lange brauchen, um Veränderungen um sie herum wahrzunehmen. Ihre Citrix-Clients sind bekanntlich ein einziges Trauerspiel, nicht nur, aber besonders unter Linux. So hat man lange, sehr lange, in .deb-Pakete ein rudimentäres wine und Windows-Software gepackt (wie damals auch die Teamviewer AG mit deren Client). Dann hat man etliche Jahre nicht mitbekommen, daß es nicht nur x64 gibt, sondern Standard von Linux-Distributionen geworden ist (z.B. bei Ubuntu mit 12.10). Man hat also noch eine rudimentäre 32-bit-Umgebung mitinstallieren oder basteln müssen. Alles etliche Jahre her.

Geändert am Gesamtbild hat sich aber nichts. So verspricht Citrix Systems seit langem, die CWSpA für Linux auf GCC 11 basieren zu lassen. Hint: aktuell ist 16.1.

Dieses Aufschieben ist aber nicht das Schlimmste. icaclient (die Pakete heißen weiter so, obwohl es nicht diese Software vor einem reichlichem Jahrzehnt ist) hat als Abhängigkeit nach wie vor das längst abgelöste webkit2gtk. Nur in Debian oldstable und oldoldstable (!) und Ubuntu 22.04 sind das Paket und dessen Abhängigkeiten noch zu finden. Sowas setzt auf dem Desktop doch keiner mit klarem Verstand ein.

webkit2gtk ist eine harte Abhängigkeit, irgendwas zu tricksen, hilft nicht, Softlinks vom aktuellen webkit2gtk-4.1, z.B. Bei Closed Source kann man da auch nichts machen. Man kann nur die “Lightversion” (Citrix scheint das absichtlich äußerst unscheinbar auf der Auswahlseite bei Erstaufruf zu schreiben) nutzen, also im Browser (immerhin funktioniert da seit geraumer Zeit Vollbild, man hat also keine Einbußen mehr durch den Browser-Rand).

Derzeit aktuell ist CWSpA 2601 for Linux, es gibt die 2604 Technology Preview. Es sieht nicht danach aus, als würde sich fundamental etwas ändern. Gleicher Trott…doch, halt:

Citrix Workspace app for Linux 2604 with GCC 11 – Technical Preview liegt zusätzlich zum Testen bereit. Aufgeblähte Citrix-Software läßt schon genug graue Haare wachsen, als daß jemand noch deren Betatester spielen wollte. Aber vielleicht hat man doch mitbekommen, daß sich da vor Jahren etwas bei webkit2gtk getan hat…

Das Subject verrät’s bereits, ja, mit dieser Preview ist Citrix Workspace App auf webkit2gtk-4.1 gewechselt.

Ich habe wie üblich ein bestimmtes pkgbuild aus dem AUR und das .tar.gz-Archiv gezogen. Das pkgbuild habe ich mit Trial & Error angepaßt (wie gesagt, CS, kann man nur raten) und ein funktionierendes .zst für Arch Linux erstellt. Installation, Programm, Connect. Selbstredend alles in einer eigens dafür vorgehaltenen VM (solches CS-Zeug kommt mir keinesfalls in meinen Arch-Host).

Ich gehe davon aus, in den ziehbaren .deb- und .rpm-Versionen für entsprechende Distributionen hat man ebenfalls gewechselt (die Arbeit wird man sich sicher nicht einzeln machen wollen).

Nun bleibt nur noch zu hoffen, daß man diesen Zweig zum Standard erklärt. Wieso man erst noch eine Preview für den alten zusammenzimmert, weiß man wohl nur in Fort Lauderdale.

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Zu beachten weiterhin:

Citrix WorkSpace app: Zertifikate unter Linux

UEFI-Settings ueber Terminal

Da die Frage gestellt worden ist, wie man UEFI-Settings extern speichern kann, hier in Kurzform UEFI-Settings über Terminal:
 

Linux – Terminal, ssh oder tty. Installiert sein muß fwupd.

sudo fwupdtool get-bios-settings
oder als Textfile speichern
sudo fwupdtool get-bios-settings > uefi-settings.txt
 
Windows/macOS/Linux – PowerShell
Get-WmiObject -Class Win32_BIOS | Format-List *
oder bestimmte
Get-WmiObject -Class Win32_BIOS | Select Manufacturer, SerialNumber
Ist auch remote möglich:
Get-WmiObject -Class Win32_BIOS -ComputerName xxxxxxxx
 
Mit einem UEFI mit aktivem CSM (Compatibility Support Module, das UEFI verhält sich, als sei es ein BIOS) ist das Ganze nicht möglich. Daß man mit get holt, sprich ausliest, und mit set setzen würde, sollte klar sein. Getestet habe ich get in einer ssh. Wer wirklich Setzen will, sollte sich aber tunlichst damit richtig beschäftigen, um nicht bei Fehlbedienung das UEFI und damit das Mainboard und das Notebook zu bricken. Ergo: wer damit herumopert → auf eigene Gefahr.

VirtualBox 7.2.0 Final

VirtualBox 7.2.0 Final ist erschienen. Auf den ersten Blick fällt das frische Redesign des grafischen Frontends auf, vor allem hängt der VM Manager nicht mehr wie bei 7.1.x – das ist wirklich ätzend gewesen. Sonstige Änderungen sind unter Changelog nachlesbar.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen

sind entsprechend aktualisiert.

Unter Arch Linux kann VBox 7.2.0 normal über Repository installiert werden.

VirtualBox 7.1.0 beta 1 released/update final

VBox-Logos merged

21 1/2 Monate nach Release von VirtualBox 7.0.0 ist 7.1.0 beta 1 erschienen. Auf den ersten Blick fällt das neue Logo auf, ob nun unter about im installierten Programm oder auf dem Cover des User Manuals. Man verabschiedet sich von der blau-weißen Box hin zu einem Flat Icon in neuer Farbgebung. Ist das bisherige Logo wahrlich altbacken, ist das neue vielleicht ein wenig zu modern, nunja.

Interessanter sind technische und Frontend-Neuerungen. Nur oberflächlich betrachtet mögen sie nicht sonderlich stark ausfallen. Zudem ist es eben die erste Beta (bei 7.0.0 sind es insgesamt drei und ein RC gewesen). So kommt bspw. die offizielle Unterstützung von macOS im Host auf AS hinzu. Die gibt es zwar bereits, aber nur in den 7.0er Testbuilds, nicht in Finals.

Dabei handelt es sich nicht um eine Emulation einer anderen Architektur (wie es qemu könnte). macOS auf AS ist arm-based, so müssen es auch etwaige VMs sein. Anders ist es auch beim originalen VBox für x64 nicht. Man kann also kein Win11/x64 in einer VBox/arm-VM laufen lassen, sondern müßte ein Win11/arm heranziehen. Offiziell zu kaufen gibt es das freilich bislang nicht (die Notebooks mit brandaktuellem Snapdragon X bringen Win11/arm mit, in 24h2, übrigens).

Linux/aarch64 oder eine entsprechende BSD sollten sich jedoch installieren lassen – oder technisch gesehen auch das macOS des Hosts, wie das auch mit Parallels möglich ist.

Hätte ich einen AS-Mac (den ich aber nur kaufen würde, um macOS nicht zu nutzen, sondern Asahi), wäre VBox 7.1.0b1 bereits installiert und in einer VM eine Linux-Distribution, vorzugsweise Arch.

VM VBox Manager

Grundlegende Änderungen im User Interface hat es von 6.1.x auf 7.0.x gegeben. Man bleibt jedoch nicht stehen. Im 7.1er VM VBox Manager (nun auf aktuellem Qt basierend – für den Screenshot ist es ein installiertes VBox 7.1.0b1 in einer VBox-7.0.20-Arch-VM in einem Arch-Host, was man real sicher nicht machen würde) kann man schneller auf Optionen zugreifen. Steht man auf einem Tab wie General, kann man auch die weiteren wie System etc. sehen, jenachdem, wie groß das Fenster gezogen ist.

Die weiteren wichtigsten Neuerungen und Änderungen können im Release Post nachgelesen werden.

Unter https://download.virtualbox.org/virtualbox/7.1.0_BETA2/ (aktualisiert 2024-08-20) können Pakete für im Host unterstützte Linux-Distributionsversionen, GA und EP gezogen werden.

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Update 2024-10-15: VirtualBox 7.1.4 ist erschienen.
Update 2024-09-27: VirtualBox 7.1.2 ist erschienen.
Update 2024-09-11: VirtualBox 7.1.0 ist erschienen.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen

sind entsprechend aktualisiert

Citrix WorkSpace app: Zertifikate unter Linux

Die proprietäre Citrix Workspace app for Linux krankt seit jeher daran, nur einige Zertifikate mitzubringen, meist nicht das benötigte. Eigentlich könnten sie’s auch ganz lassen und stattdessen die im System befindlichen verwenden. Das wäre saubere, konforme Arbeit.

Es existieren etliche Anleitungen im Netz. Folgend eine, die funktioniert (getestet in einer Debian-testing-VM und bereits mehrfach die Version aktualisiert – abgesehen von apt gilt dies im Prinzip auch für andere Distributionen).

  1. Installation des Pakets ca-certificates, falls nicht ohnehin installiert:
    sudo apt install ca-certificates
  2. Wechseln in das Directory mit dem icaclient-Paket (Direktlink ist nicht möglich, da dynamisch erzeugt).
  3. Installation von icaclient:
    sudo apt install ./icaclient*_amd64.deb
  4. Umbenennen des Citrix-eigenen cacerts-Directorys (für Vorsichtige, man könnte das auch gleich löschen):
    sudo mv /opt/Citrix/ICAClient/keystore/cacerts{,_orig}
  5. Erzeugen eines Softlinks:
    sudo ln -s /etc/ssl/certs /opt/Citrix/ICAClient/keystore/cacerts
  6. Zertifikatsspeicher aktualisieren:
    sudo /opt/Citrix/ICAClient/util/ctx_rehash

Anmerkung: Innerhalb der Installationsroutine des ICAClients gibt es eine Abfrage zu app protection component. Will man seine Entscheidung später revidieren, ist der ICAClient (wie auch unter Redmonds System) neu zu installieren.

User mißverstehen die Technologie oft, erwarten gleiches Funktionieren, als würde nicht auf einem Citrix-Server, sondern lokal ausgeführt werden. Für Video und dergleichen ist die Technologie nicht ausgelegt, entsprechend kann das bis zum Standbild ‘runtergehen (ich habe es erlebt, daß manche allen Ernstes yt-Videos über WSpApp haben sehen wollen…mit 1 Bild aller 2 Sekunden…).

Man kann es allerdings mit HDX RealTime Media Engine abmildern, insb. für MS Teams.

VBox-Kernel-Module bauen nicht mit Linux 6.4.10

Mit dem aktuellem Linux-Kernel 6.4.10 (2023-08-11) im Host können keine VirtualBox-Kernel-Module gebaut werden (Bugreport). Das betrifft sowohl 7.0.10-158379 (2023-07-13) als auch Testbuild 7.0.11-158681 (2023-08-04). Den Development Snapshot 7.0.97-158691 habe ich nicht getestet, da nur 7 h neuer als der Testbuild und damit ebenso zu alt.

Einstweilen Zurückgehen auf Kernel 6.4.9 – hier besteht das Problem noch nicht – wäre zwar eine Möglichkeit (aber keine für mich, Kernel ist Grundlage, so wichtig mir Virtualisierung auch ist).

Erste Linux-Distributionen, die VBox ausliefern, haben einen Patch eingepflegt, ganz vorn wie immer Arch Linux in die in den Arch-Repositories befindliche VBox-Version 7.0.10-2.

Wo dies noch nicht geschehen ist, z.B. in den .run-Versionen, kann man mit root-Rechten selbst editieren:

# sed -i 's/#if RTLNX_VER_MIN(6,5,0)/#if RTLNX_VER_MIN(6,4,0)/g' /usr/src/vboxhost-7.0.10/vboxnetflt/linux/VBoxNetFlt-linux.c
# /sbin/vboxconfig

Btw., man kann natürlich auch libvirt/VMM nutzen.

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Update 2023-08-16: Im heutigem Testbuild VirtualBox-7.0.11-158813-Linux_amd64.run ist das Problem gefixt.

Audio-Aussetzer beim Player-Start

Beim Doppelklick auf ein Audio- oder Video-File startet der entsprechend eingestellte Player, z.B. vlc, dieser lädt das A/V-File und spielt es ab. Seit geraumer Zeit gibt es jedoch gleich zu Beginn eine Art Aussetzer, es scheint, als würde der Player stolpern.

Ursache ist das schlafen Legen der SPU, die da offensichtlich nicht mit dem Aufwecken von jetzt auf gleich klar kommt. Für das jeweilige Sound-Modul kann man dies abfragen, hier für snd_hda_intel:

$ cat /sys/module/snd_hda_intel/parameters/power_save

Ergibt dies erwartbar 1, ist der Sleep Mode aktiv. Man kann ihn deaktivieren, hier wieder für Intel:

$ echo "options snd_hda_intel power_save=0" | sudo tee -a /etc/modprobe.d/alsa-base.conf

VirtualBox 7.0.0 final

Nach 3 Betas und diesmal keinem Release Candidate ist die Final von VirtualBox 7.0.0 (akt. 7.0.8) erschienen. Hinzugefügt worden sind u.a. virtuelles Secure Boot, virtuelles TPM 1.2/2.0, und virtuelle IOMMU. Mit UEFI, vSB und vTPM ist nun auch Windows 11 ohne weitere Tricks in VMs möglich, sofern die anderen willkürlichen Anforderungen (Core i gen 8, 64 GiB vSSD/vHDD, 4 GiB RAM) erfüllt sind. Zudem ist der Wizard zur Erstellung von VMs überarbeitet worden.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen

sind entsprechend aktualisiert.

Wer das Repository hinzugefügt hat, muß VBox 6.x deinstallieren und explizit 7.x installieren:

$ sudo apt purge virtualbox*
$ sudo apt install virtualbox-7.0

Wechsel Wayland zu XServer

Mit Ubuntu 22.04 wird der Display-Server bekanntlich default von X11 (xorg) auf Wayland gewechselt – nicht nur bei einer Neuinstallation, auch bei einem Distupgrade. Seitdem und insbesondere seit erstem Pointrelease (hier wird Focal-Usern das Distupgrade angeboten) schlagen in einem bekannten Forum permanent Hilfeersuchen der unterschiedlichsten Art auf, die freilich allesamt in Inkompatibilitäten zu Wayland ursächlich sind.

Um nicht ständig neu den Wechsel zurück auf XServer erklären zu müssen, hier die Möglichkeiten:

Über den Loginscreen:
Wechsele auf dem Loginscreen, bevor Du Dich anmeldest, über das stilisierte Zahnrad von Wayland zu XServer, hier betitelt mit “Ubuntu” und “Ubuntu on xorg”!

Im Terminal:

  1. Starte den Editor:
    $ sudo nano /etc/gdm3/custom.conf
  2. Entferne aus
    #WaylandEnable=false

    das Doppelkreuz am Anfang!

  3. Speichere und beende den Editor!
  4. Reboote:
    $ systemctl reboot

Google Chrome: Pubkey nicht verfuegbar

Derzeit gibt es unter Ubuntu wieder Ausgaben wie diese:

Err: http://dl.google.com/linux/chrome/deb stable InRelease
The following signatures couldn't be verified because the public key is not available: NO_PUBKEY E88979FB9B30ACF2
(...)
W: GPG error: http://dl.google.com/linux/chrome/deb stable InRelease: The following signatures couldn't be verified because the public key is not available: NO_PUBKEY E88979FB9B30ACF2
E: The repository 'http://dl.google.com/linux/chrome/deb stable InRelease' is not signed.
N: Updating from such a repository can't be done securely, and is therefore disabled by default.

Wieder sagt es schon, das Problem ist alles andere als neu. Googles verlinkter linux_signing_key.pub ist erneut veraltet, ohne, daß er gewechselt worden ist. Hinzu kommt, daß apt-key deprecated ist, sprich veraltet, soll demnächst nicht mehr funktionieren. Nur, daß das in dem Fall bereits so ist.


Nachfolgendes Vorgehen habe ich bereits in einem Linux-Forum beschrieben, hier im Blog kann ich es jedoch ggf. anpassen.

  1. Google-Fremdquellen entfernen:
    $ sudo rm sudo rm /etc/apt/sources.list.d/*google*.list*
  2. Aktuellen gpg-Key ziehen und direkt ins Verzeichnis schreiben:
    $ sudo mkdir /root/.gnupg/
    $ sudo gpg --no-default-keyring --keyring /usr/share/keyrings/google.gpg --keyserver hkps://keyserver.ubuntu.com --recv-keys E88979FB9B30ACF2
  3. Gewünschte Google-Fremdquellen mit gpg-Pfad hinzufügen:
    • Google Chrome:
      $ echo 'deb [arch=amd64 signed-by=/usr/share/keyrings/google.gpg] http://dl.google.com/linux/chrome/deb/ stable main' | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/google_chrome_stable.list
    • Google Earth:
      $ echo 'deb [arch=amd64 signed-by=/usr/share/keyrings/google.gpg] http://dl.google.com/linux/earth/deb/ stable main' | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/google_earth_stable.list
  4. Paketquellen, Paketquelleninhalte und installierte Pakete aktualisieren:
    $ sudo apt update && sudo apt full-upgrade

2024-04-10: Pubkey aktualisiert