Lubuntu 17.10: 80 % Blackscreen mit Intel-IGP

Auf Rechnern mit altägyptischen Intel-IGPs wie GMA 945 in Netbooks mit Atom 270/280 gibt es unter Lubuntu Artful, logischerweise 32 bit, seit geraumer Zeit das Problem, daß nur ein vertikaler Streifen am rechten Rand Bild zeigt, 80 % dagegen sind schlicht schwarz. Da man zur Ursachenfindung offenbar noch Zeit braucht, hier kurz zwei Workarounds, insbesondere der erste nur temporär (und man darf die Sache nicht vergessen).

  • Manuelle Installation des Zesty-Kernels 4.10 wie beschrieben (derzeit 4.10.0-41.45).
  • Setzen der Bootoption “text”. Diese Bootoption ist früher inoffiziell verwendet worden, um, na, was wohl, nichtgrafisch zu starten. Funktioniert aber schon seit Jahren nicht mehr. Klingt damit nach Voodoo, aber testen kann man es allemal, zumal man so den Artful-Kernel nutzen kann. Sollte das funktionieren, ist das eine bessere temporäre Lösung.

Bzgl. des Kernels an sich würde ich den Mainline-Kernel 4.14.x (derzeit 4.14.1) testen (ich verwende ihn auf meinem System mit nvidia-340 aus Bionic). Vielleicht ist das Problem damit…bereits behoben und man braucht nicht auf altes oder einen Zauberspruch zurückgreifen.

Lubuntu 17.10 Artful Aardvark torrents

Torrents für das heutige Release Lubuntu Artful Aardvark:

Mit Artful gibt es wesentliche Änderungen:

Ubuntu selbst bietet keine x86_32-Images mehr an. Der Schritt ist lange vorhersehbar gewesen und dann wie schon oft über Nacht gekommen. Da Pakete noch in die Repositories eingepflegt werden, kann über netboot Ubuntu in x86 32 bit jedoch weiter installiert und aktualisiert werden. Die Sinnhaftigkeit schwindet freilich. Systeme mit x86-CPUs ohne 64-bit-Erweiterung sind für die verwendete “3D”-Oberfläche zu schwach.

Anders als bei mittlerweile mehreren anderen Linux-Distributionen, die einen harten Schnitt gemacht haben, ist dies ein Abgesang auf Raten.

Von Derivaten wie dem ressourcenschonenden Lubuntu sind weiterhin 32-bit-Images ziehbar (was natürlich nicht ohne 32-bit-Pakete in den Ubuntu-Repos möglich wäre).

Ubuntu wechselt mit Artful auf Gnome Shell als Standard-Desktop-Umgebung. Es gibt einige Anpassungen, die an Unity 7 erinnern sollen, die man wahlweise jedoch deaktivieren kann. Unity 7 ist nach universe verschoben worden. Damit ist es zwar noch nachinstallierbar, muß aber von der Community gepflegt werden. Passiert das nicht auf ausreichendem Level, wäre ein Entfernen für ab 18.04 nicht unwahrscheinlich. Von einem Weiterführen durch Unity-7- oder gar 8-Forks nach großspurigen Ansagen einiger aus der Community ist bislang nichts zu sehen.

Mit Lubuntu Next ist erstmals ein seit Jahren erwartetes, als experimentell gekennzeichnetes Derivat mit der Desktop-Umgebung LXQt, das LXDE als Desktop-Umgebung in Lubuntu ablösen soll, erhältlich – und zwar noch nicht als Final sondern nur als Daily Builds. Das ist insofern nicht so falsch, denn bislang passiert hier außer dem erfolgten halbherzigen Zusammenmixen quasi nichts (noch nicht mal Plymouth ist angepaßt, sondern zeigt sogar “Ubuntu” statt “Lubuntu”). Andere Linux-Distributionen, die LXQt anbieten, ob als Image oder nachinstallierbar, sind meilenweit voraus. Nichtsdestotrotz kann man LXQt durchaus nutzen, man muß ja nicht das so unfertig Vorgesetzte nehmen. Eine Installation von Lubuntu (also mit LXDE), um einen sinnvollen Grundstock zu haben, und Nachinstallieren von lxqt und Paketen nach persönlichen Präferenzen dürfte sinnvoller sein.

LibreOffice (TDF) – Icons in Desktop-Menus

Nach der Installation des originalen LibreOffice (The Document Foundation) können je nach Desktop Environment, beispielsweise Enlightenment, neben den Aufrufen der einzelnen LibO-Module in Desktop-Menus deren Icons fehlen, da der Icon-Pfad ein anderer ist.

In einem Terminal über copy & paste befehlszeilenweise ausführen:

  1. Kopiere die .desktop-Files:
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    cp /opt/libreoffice5.4/share/xdg/* ~/.local/share/applications/
  2. Ersetze in jedem entsprechenden File den Icon-Pfad:
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    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-base"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-base.png"g' ~/.local/share/applications/base.desktop
    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-calc"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-calc.png"g' ~/.local/share/applications/calc.desktop
    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-draw"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-draw.png"g' ~/.local/share/applications/draw.desktop
    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-impress"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-impress.png"g' ~/.local/share/applications/impress.desktop
    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-math"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-math.png"g' ~/.local/share/applications/math.desktop
    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-startcenter"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-startcenter.png"g' ~/.local/share/applications/startcenter.desktop
    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-writer"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-writer.png"g' ~/.local/share/applications/writer.desktop
    sudo sed -i 's/"Icon=libreoffice5.4-writer"/"Icon=/usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/libreoffice5.4-writer.png"g' ~/.local/share/applications/writer.desktop
  3. Ggf. ist ein Relogin oder ein Neustart des DEs erforderlich.

Dies bleibt auch für jede weitere 5.4er Version, davon ausgehend, daß dort der Pfad nicht geändert wird, bestehen. D.h., es muß nicht wiederholt werden.

[Zesty] Keine Icons bei Qt5.7-basierten Programmen

Ein wirklich reines System in Bezug auf Gtk+ oder Qt, dazu in verschiedenen Versionen, dürfte kaum ein Desktop-User haben, auch wenn es üblicherweise Frontends für beide GUI-Toolkits gibt. Nutzt man beispielsweise den hervorragenden Filemanager Krusader, zieht man sich unter Enlightenment oder LXDE zwar nicht ein komplettes KDE (oder Plasma oder wie das morgen heißen wird), aber zwangsläufig entsprechende Pakete mit.

Read more “[Zesty] Keine Icons bei Qt5.7-basierten Programmen”

Login ohne grafische Oberflaeche

Hat man ein System mit XServer, Desktop Environment und Display Manager installiert, will man jedoch default oder temporär ohne GUI starten, hat man früher die nichtdokumentierte Bootoption “text” setzen können. Seit Umstellung auf systemd zeigt diese jedoch keine Wirkung mehr. Hier kann man das über eine systemd.unit erreichen, zumindest permanent.

Status-Abfrage:

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systemctl status multi-user.target

Falls nicht aktiviert:

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sudo systemctl enable multi-user.target

Setzen als Standard:

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sudo systemctl set-default multi-user.target

Von hier aus kann man nun, falls gewünscht, den DM starten mit beispielsweise:

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sudo service lightdm start

Soll wieder default grafisch eingeloggt werden:

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sudo systemctl set-default graphical.target

Ubuntu Budgie offizielles Derivat

Ubuntu Budgie, bisher bekannt als budgie-remix, ist neues offizielles Ubuntu-Derivat. Die moderne Desktop-Umgebung Budgie (Wellensittich), Gtk+3-basiert, ist herausragendes Merkmal der jungen und auf keiner anderen basierenden Linux-Distribution Solus (64 bit only, Paketverwaltung PiSi, Packages Installed Successfully as Intended).

Erste Version wird 17.04 Zesty Zapus sein. In Yakkety und Zesty sind budgie-desktop oder budgie-core in 10.2.x bereits nachinstallierbar. Eine Installation noch als budgie-remix 16.10 ist ebenfalls möglich.

Lubuntu 16.04 zerrissene Grafik in VBox

Lubuntu 16.04 Final (!) bringt live in einer VBox-VM gebootet reproduzierbar mit dem Loginscreen eine völlig zerstörte Grafikausgabe im Kinoformat. Übliche Bootoptionen wie nomodeset oder xforcevesa helfen nicht. Will man ohnehin installieren, kann man dies mit Alternate install Images, die es glücklicherweise von Lubuntu noch gibt (vor 5 Jahren im Zuge der Anerkennung als offizielles Ubuntu-Derivat von Lubuntu als letztem Derivat noch eingeführt).

Als Live-System sowie generell (es gibt noch mindestens ein weiteres gravierendes Problem, überhaupt müssen sich Lubuntu-Devs in den letzten Jahren fragen lassen, ob sie auch nur ein Minimum üblicher Tests vor einem Release laufen lassen, ich erinnere da an doppelte network-manager-Icons oder schlechter gar keines, nicht haltende Tastaturbelegungen etc.) bieten sich jedoch Lubuntu 16.04.1 Daily Builds an.

Diese muß man nicht komplett neu laden. zsync hat vor zwei Wochen gegenüber x86-/x86_64-Finals je etwa 400 MiB gezogen.

Lubuntu bootet damit mit normaler Grafik. Sofern man von den witzigen 720×400 absieht, aber die kann man nun Dank im Kernel integriertem vboxvideo-Modul einfach ändern, auch ohne die Guest Extensions installiert zu haben (was man wegen der anderen Treiber, Shared Folders und c&p Host<>Guest natürlich trotzdem durchführt).

16.04.1 Final ist übrigens für 2016-07-21 geplant.
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Nachtrag: Mit Pointrelease 1 ist das Problem unter damaliger VBox-Version erneut aufgetreten, jedoch nicht mehr mit v5.1.8, ebenso nicht mit Yakkety und aktueller VBox.

Dort, wo es auftritt, wechselt man kurz mit [rctrl] + [F1] auf die erste virtuelle Konsole tty1 der Lubuntu-VM und mit [rctrl] + [F7] wieder zurück.

Lubuntu-16.04-Installation ohne Intel-IGP-Treiber

Folgendes aus der Rubrik “ich will’s im Forum nicht immer wieder neu schreiben müssen”.

Ein frisch installiertes Lubuntu 16.04 bootet auf einem System mit Intel-IGP nicht in die grafische Oberfläche. Ursächlich ist der nicht mit installierte entsprechende xorg-Treiber (obwohl eine Abhängigkeit).

Das Problem betrifft nur Lubuntu 16.04, nicht andere offizielle Ubuntu-Derivate und auch keine anderen Versionen.

  1. Boote das installierte System beim ersten Mal mit der Bootoption nomodeset! Alternativ ginge auch der Recovery Mode (dann natürlich ohne sudo).
  2. Führe in einem Terminal über copy & paste aus:
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    sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade
    sudo apt-get install xserver-xorg-video-intel
    sudo reboot

Siehe auch [axebase.net] UXA statt SNA!

Lubuntu 15.10 Wily Werwolf torrents

Release Day Lubuntu 15.10 Wily Werwolf. Torrent-Files:

Wily-Wermutstropfen: Weiterhin ist LXDE default, da sich anders als bei siduction die Integration von LXQt in Lubuntu dahinschleppt.

Distupgrades können wie folgt durchgeführt werden:

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sudo do-release-upgrade # -d

oder mit grafischer Ausgabe

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sudo -H update-manager # -d

Die Option “-d” ist nur bei einem Distupgrade auf eine Entwicklungsversion zu setzen und in obigen Zeilen auskommentiert.

Abweichend von Ubuntu und dessen anderen offiziellen Derivaten gibt es bei Lubuntu weiterhin Alternate install Images zur nichtgrafischen Installation (das Ergebnis, das installierte OS, ist das gleiche). Mit darauf befindlichem Tool ist es möglich, Traffic-schonend Distupgrades von CD/DVD (nicht USB-Sticks) durchzuführen – früher gang und gäbe und von mir priorisiert, heute nur noch theoretisch. Bei meinen letzten Tests mit Daily Builds (Update: und nun auch der Final) hat sich die Routine reproduzierbar selbst abgeschossen…wie auch schon bei Vivid, Utopic,…

Im Pfad stehend:

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sudo sh cdromupgrade

Bis spätestens zum End of Service im Januar (noch nicht genau spezifiziert) sollten Vivid-Systeme geupgradet worden sein.

Btw., 16.04 wird Xenial Xerus heißen, “freundliches afrikanisches Borstenhörnchen” (1:1-Übersetzungen haben freilich nicht den Witz…vom “warzigen Warzenschwein” Warty Warthog mal abgesehen, grin).

Lubuntu 15.04 Vivid Vervet torrents

Im Laufe des Tages, erfahrungsgemäß nach MESZ ab spätem Mittag, werden sukzessive Ubuntu (mit Unity) und die offiziellen Community-Derivate wie Lubuntu (mit dessen ressourcenschonender Desktop-Umgebung LXDE) 15.04 Vivid Vervet auf die Server gelegt.

Lubuntu 15.04 Torrent-Files:

Wichtigster Punkt ist diesmal der Umstieg des init-Systems von upstart auf systemd. Freilich ist dies nicht in Lubuntu per default aktiviert. Direkt nach dem Distupgrade in Utopic vor dem Reboot in Vivid oder in einer Vivid-Neuinstallation kann man dies ändern durch:

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sudo apt-get install systemd systemd-sysv systemd-ui

Bis spätestens zum End of Service im Juli (noch nicht genau spezifiziert) sollten Utopic-Systeme geupgradet worden sein.