Vivid-Kernel in Utopic und Trusty

Analog zu Utopic-Kernel in Trusty kann man Vivid-Kernels 3.19 auch in Utopic und Trusty automatisch installieren lassen. Daher fasse ich mich an dieser Stelle kurz.

Führe über copy & paste in einem Terminal aus:

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sudo bash -c "echo 'deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ vivid main' >> /etc/apt/sources.list.d/vivid.list"
sudo bash -c "echo -e 'Package: *\nPin: release a=vivid\nPin-Priority: 100\n' >> /etc/apt/preferences.d/vivid.pref"
sudo apt-get update
sudo apt-get install -t vivid linux-image-generic linux-generic linux-headers-generic linux-libc-dev

VirtualBox: Testbuilds loesen Kompatibilitaetsprobleme

Nicht nur das Einsperren eines Betrübssystems, das man prinzipiell nicht nativ installieren will (so man es sich überhaupt antun möchte), sondern vor allem das Testen aktueller oder noch in Entwicklung befindlicher Versionen von Linux-Distributionen ist ein Hauptanwendungsfall beim Virtualisieren.

Aber gerade bei neuen Kerneln und/oder XServern sind aktuelle Versionen der Virtualisierungs-Software nötig (ich werde ohnehin nie verstehen, wieso manche mit uraltem Zeug herumkrebsen, obwohl es aktuelle Versionen gibt), sowohl für den Host (ich fahre prinzipiell in Lubuntu den Kernel der Dev-Version, also derzeit in 14.10 3.18rc) als auch den Guest. D.h., man sollte schon hinsehen, ob das Bauen von Kernel-Modulen etc. sauber durchläuft.

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Utopic-Kernel in Trusty

Seit mehreren Jahren installiere ich den jeweils aktuellen Kernel der nächsten, sprich Entwicklungsversion, in der aktuellen Ubuntu-Final manuell aus http://archive.ubuntu.com/ubuntu/pool/main/l/linux/, also die vollständigen Kernels, nicht die Mainline-Kernels, und fahre sehr gut damit. Auch, wenn ich die Pakete relativ schnell aus dem riesigen und in Fx unheimlich langsam ladenden Verzeichnis fische, es geht auch einfacher.

Für den Utopic-Kernel in Trusty führe über copy & paste in einem Terminal aus:

  1. Füge utopic-main als zusätzliche Paketquelle ein:
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    sudo bash -c "echo 'deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ utopic main' >> /etc/apt/sources.list.d/utopic.list"
  2. Lege die Priorität daraus zu installierender Pakete fest:
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    sudo bash -c "echo -e 'Package: *\nPin: release a=utopic\nPin-Priority: 100\n' >> /etc/apt/preferences.d/utopic.pref"
  3. Aktualisiere Paketquellen und Paketquelleninhalte:
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    sudo apt-get update
  4. Installiere die Utopic-Kernel-Metapackets:
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    sudo apt-get install -t utopic linux-image-generic linux-generic linux-headers-generic linux-libc-dev

Diese Metapakete ziehen den aktuellen Utopic-Kernel nach. Fürderhin werden bei jedem normalen Aktualisieren verfügbare Utopic-Kernels installiert, Trusty-Kernels jedoch nicht mehr. Wenn man dies möchte, müßte man dies nun manuell. Theoretisch braucht man das nicht, sollte allerdings einen als Fallback für den Notfall, falls es doch mal eine Unverträglichkeit geben sollte, vorliegen haben.

LTS Enabled Stack von Trusty fuer Precise

Der backports-Kernel aus Trusty 3.13 ist bereits seit geraumer Zeit in Precise nachinstallierbar, nunmehr ist endlich auch der Trusty-XServer 1.15 aus proposed entlassen worden, der LTS Enablement Stack aus Ubuntu 14.04 in Ubuntu 12.04 somit als Einheit installierbar. Dieser ersetzt den LTS Enabled Stack aus Saucy (oder Raring bzw. Quantal).

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sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade
sudo apt-get install --install-recommends linux-generic-lts-trusty linux-headers-generic-lts-trusty linux-image-generic-lts-trusty xserver-xorg-lts-trusty

Ich selbst fahre solch abgehangene Versionen wie eben Ubuntu 12.04 selbstverständlich nicht. In einer VM habe ich noch Bodhi Linux 2.4.0 (Precise-based, Enlightenment auf e18 aktualisiert) installiert, das sich für solche Tests sehr gut eignet (bis dann mal das überfällige 3.0rc2 freigegeben worden ist). Offiziell so gedacht ist es nicht, aber die Kernel- und XServer-Backports laufen darin einwandfrei, also auch die von Trusty und dessen Vorgängern.

Update 2014-07-19: Monatelang hat man für QA Zeit gehabt und trotzdem gibt es derzeit einen Bug, der auf manchen Systemen kein sauberes Upgrade auf den Trusty-HWE-Stack ermöglicht, wenn ein vorheriger HWE-Stack installiert ist.
Abhilfe kann die Installation bestimmter weiterer Pakete bringen.

siduction: Update-Warning xorg

In siduction wird derzeit auf Kernel 3.13.2 sowie auf xorg 1.15.0 aktualisiert. Wer siduction in einer VBox-VM fährt, landet nach Reboot nur in tty. Zur Abwechslung kann VirtualBox zwar mit einem aktuellen Kernel umgehen, aber nicht mit einem aktuellen XServer (wie auch manche proprietäre GPU-Treiber).

Man sollte also vor dem Update pinnen:

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su
echo "xserver-common hold" | dpkg --set-selections
echo "xserver-xorg-core hold" | dpkg --set-selections

Nun kann normal geupdatet werden:

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apt-get update && apt-get dist-upgrade

Bevor es keine neue VBox-Version (derzeit v4.3.6) gibt, braucht man auch nicht wieder entsperren. Dies geschieht wie folgt:

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su
echo "xserver-common install" | dpkg --set-selections
echo "xserver-xorg-core install" | dpkg --set-selections

Update 2014-02-25: VBox v4.3.8 final ist soeben auf den Server gelegt worden (Changelog). Bereits GuestAdditions v4.3.8rc1 ist mit xorg 1.15 kompatibel und siduction läuft damit in einer VM einwandfrei. Das entsprechende hold-Tag kann und sollte daher nach Installation der aktuellen Gasterweiterungen entfernt werden.

Update 2014-07-10: Mit xorg 2:1.15.99.904-1 ist das Problem zurück. Die vorherige Version 2:1.15.1-1 läuft noch einwandfrei mit GuestAdditions bis 4.3.14rc1 (VBox v4.3.14rc1 selbst sollte jedoch wegen weiterer offensichtlicher Inkompatibilitäten nicht installiert werden).

PAE-Abfrage im Kernel-Paket entfernen

Bekanntlich hat Intel Pentium M Banias und Dothan FSB 400 und darauf basierende Celeron M um die Physical Address Extension beschnitten, zumindest fehlt das Flag. Mit Ubuntu 12.04(.0) sind PAE-Kernels Standard, Ubuntu und Kubuntu 12.04 booten nur noch auf PAE-fähigen CPUs. Versucht man es dennoch, darf man nach wenigen Sekunden lesen:

“This kernel does not support a non-PAE CPU.”

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backports-Saucy-Kernel in Ubuntu 12.04 LTS

Ubuntu sowie dessen Derivate Kubuntu und Xubuntu 12.04(.0) und 12.04.1 sind mit Kernel 3.2 ausgeliefert worden, 12.04.2 ist dagegen mit dem backports-Quantal-Kernel 3.5, 12.04.3 mit dem backports-Raring-Kernel 3.8 gekommen. Automatisch werden keine backports-Kernels in älteren Precise-Installationen nachinstalliert, aber man kann dies manuell anstoßen. Dafür gibt es entsprechende Pakete, die die eigentlichen Kernel-Pakete nachziehen.

Seit 2013-11-08 sind nun endlich die backports-Saucy-Kernel-Pakete aus proposed entlassen worden und können in Precise installiert werden.

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sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade
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sudo apt-get install linux-generic-lts-saucy linux-generic-lts-saucy-eol-upgrade linux-headers-generic-lts-saucy linux-image-generic-lts-saucy

Der neuere XServer aus Saucy wird bislang nicht angeboten. Man kann jedoch den XServer aus den backports-Raring-Paketen installieren. In einer VM mit Bodhi Linux 2.4.0, das auf Precise basiert, jedoch mit Enlightenment, kurz E17 nach der Version, eine sehr ressourcenschonende und doch angenehme Desktop-Umgebung und etliche aktuellere eigene Pakete mitbringt (und Bodhi Linux ist auch der einzige Grund, weshalb ausgerechnet ich als Versionsjunkie überhaupt eine abgehangene quasi-LTS-Version vorliegen habe), funktioniert das einwandfrei (also mit dessen proprietärem GPU-Treiber vboxvideo).

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sudo apt-get install xserver-xorg-lts-raring

Es ist sicherlich aufgefallen, daß ich im Eingangssatz Lubuntu nicht erwähnt habe. Es gibt keine LTS-Version (daß eine mit 14.04 angedacht ist, steht auf einem anderen Blatt), 12.04 ist EoS. Man installiert stets die aktuelle Version, derzeit also Saucy.

Update 2014-01-10: Die XServer-Backports aus Saucy sind nun endlich (schließlich ist Raring in 2 1/2 Wochen EoS) aus dem x-swat-PPA in die offiziellen Ubuntu-Repositories verschoben worden.

Statt xserver-xorg-lts-raring installiert man nun xserver-xorg-lts-saucy. Ist ersteres bereits installiert, ersetzt die Installation von xserver-xorg-lts-saucy die älteren Pakete.

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sudo apt-get install xserver-xorg-lts-saucy

Quantal: Aktueller Kernel auf non-PAE-CPU

Kernel-Updates auf non-PAE-CPUs unter bzw. auf Ubuntu 12.10 schlagen fehl, da Canonical keine non-PAE-Kernels mehr baut und eine entsprechende Abfrage einfuegt. Daraus resultiert das besondere Problem, dass bis auf linux-image-[current version]-generic die anderen Kernel-Pakete installiert werden und somit ein inkonsistenter Zustand entsteht, der fortan sowohl Updates insgesamt als auch das Zurueckspielen der bisherigen Versionen der Kernel-Pakete linux-generic, linux-headers-generic und linux-image-generic verhindert.

Diese 3 Pakete kann man zwar deinstallieren, um sie manuell durch 3.6.0-17 (Version im Image) zu ersetzen und diese zu pinnen, aber nur solange Canonical diese Pakete noch anbietet, was erfahrungsgemaess mit dem naechsten Minor-Kernel-Update vorbei sein duerfte. Zudem wuerde man so auf veralteten und irgendwann auch unsicheren Versionen kleben bleiben.

Durch Entfernen der PAE-Abfrage ist jedoch eine Installation des Kernel-Images moeglich:

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apt-pinning bestimmter Pakete

Zuweilen ist es notwendig, bestimmte Paketversionen fuer eine bestimmte Zeit zu behalten. Damit diese durch ein Systemupdate via apt-get und natuerlich auch Frontends wie Synaptic nicht mit aktualisiert werden, setzt man sie mittels apt-pinning auf hold. Selbstredend sollte man solcherart gepinnte Pakete nicht vergessen.

Ein auf ein non-PAE-System installiertes Lubuntu 12.10 ist ein aktuelles Beispiel dafuer. Direkt nach der Installation ohne gleichzeitiges Aktualisieren sollten 4 Pakete auf hold gesetzt werden:

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echo "linux-generic hold" | sudo dpkg --set-selections
echo "linux-headers-generic hold" | sudo dpkg --set-selections
echo "linux-image-generic hold" | sudo dpkg --set-selections
echo "linux-libc-dev hold" | sudo dpkg --set-selections

Nun kann man das (restliche) System normal aktualisieren:

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sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade

Gepinnte Pakete bleiben auf ihren bisherigen Versionen. In einer Shell durchgeführt wird dies auch entsprechend angezeigt.

Ist der Grund für das Pinning weggefallen bzw. behoben worden, setzt man entsprechende Pakete auf unhold:

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echo "linux-generic install" | sudo dpkg --set-selections
echo "linux-headers-generic install" | sudo dpkg --set-selections
echo "linux-image-generic install" | sudo dpkg --set-selections
echo "linux-libc-dev install" | sudo dpkg --set-selections

Danach ist wieder zu aktualisieren:

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sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade

Quantal ohne PAE

Seit Ubuntu Precise wird die Installation der 32-bit-Images auf Systemen mit CPUs ohne PAE-Implementierung (Pentium M Banias und die ersten Dothan) verhindert oder zumindest kuenstlich erschwert. Mit dem im Oktober erschienenen Quantal wird auch kein non-PAE-mini.iso mehr bereitgestellt, d.h. die Installation ueber Netz ist nicht mehr moeglich. Lubuntu 12.10 fragt nun ebenfalls PAE ab, sicher als Resultat, da es schlicht seitens Canonicals keine non-PAE-Kernels mehr gibt, Kernel-Updates innerhalb Quantals damit (auf normalem Weg) nicht moeglich sind.

Man koennte zwar, hat man Ubuntu 12.04 auf die Platte getrickst, auch bei dieser LTS bleiben, nur wird man sinnvollerweise kein Unity fahren (Banias-Rechner haben, wenn mehr als nur einen i855G einen mRadeon 9700 verbaut), sondern ressourcenschonend LXDE (o.ae.), womit die Installation keinen LTS-Status mehr hat und noch 1 knappes Jahr Updates verbleibt. Zudem ist LXDE noch ein recht junges DE und sollte daher aktuell gehalten werden (beispielsweise der Filemanager PCmanFM ist stabilisiert worden).

Um Lubuntu (ich sage absichtlich nicht Ubuntu mit Unity) 12.10 auf non-PAE-Systemen zu installieren, verbleiben also “anderthalb” Moeglichkeiten:

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