Firefox: Add-ons deaktiviert

Es ist mal wieder ein Weltuntergang. Jedenfalls, schenkt man manchen Usern Glauben, die da behaupten, ohne Add-ons sei Firefox nicht zu gebrauchen, also denen, die Fx mit ach so wichtigen Add-ons zukleistern. Seit heute Nacht werden in Fx automatisch Add-ons deaktiviert, weil bei mozilla.org Verantwortliche den Ablauf des entsprechenden Zertifikats verpennt haben.

Interessanterweise werden nicht sämtliche disabled, bspw. NoScriptdas ist ein unverzichtbares Add-on – läuft weiter. Wer also nicht sonstige installiert und aktiviert hat, merkt davon nichts. Installieren, auch manuell, wird freilich mit dem falschen Hinweis abgelehnt, das .xpi sei corrupt (auch NoScript).

Der Vorgang zeigt aber nicht nur die Verschlafenheit bzgl. Zertifikaten, sondern vor allem die Unfähigkeit und den Unwillen von Usern zur Recherche. Seit ~3:00 (!) gibt es einen Bugreport auf bugzilla.mozilla.org und seitdem bis jetzt, Nachmittag, 41 (!) Duplicates, also weitere (nunmehr geschlossene) Bugreports desselben Problems.

Bei mozilla.org hat man sich ob der Zahl fortwährender Postings leicht genervt gezeigt (discourse.mozilla.org ist offensichtlich seit Stunden permanent überlastet), aber zumindest gg. Mittag eine Interimlösung mit einem Zwischenzertifikat bereitgestellt.

Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Postings ist Fx 66.0.4 Candidate Build 1 angeboten, dann aber wieder entfernt worden, freilich ohnehin bloß für Redmond OS. Mittlerweile ist Directory Listing für download-installer.cdn.mozilla.net/pub/firefox/candidates/ disabled.

Solange hotfix-update-xpi-intermediate@mozilla.com-1.0.2-signed.xpi ziehbar ist (manuell in Fx zu installieren, allerdings nicht in den ESR-Versionen), ist das jedoch völlig ausreichend. Auch nur ein .xpi-File, das funktioniert aber. Und danach auch wieder installierte Add-ons sowie das Installieren von Add-ons.

Update 2019-05-05, 19:30: Mozilla hat Fx 66.0.4 mit einem Fix bereitgestellt (bei Erststart wird automatisch der eventuell zuvor im User-Profil unter extensions abgelegte intermediate-Fix gelöscht). Gefixte 60er ESR- und 67.0b-Versionen fehlen allerdings noch.

Update 2019-05-05, 21:00: Mittlerweile liegt auch 60.6.2esr vor.

VirtualBox: certificate verification failed

Derzeit, 2019-04-27, hat download.virtualbox.org ein SSL-Zertifikatsproblem (nicht virtualbox.org selbst). Entsprechend schlagen Updates oder eine Installation aus dieser Paketquelle fehl. Wie ich bereits heute morgen geschrieben habe, kann bis zur Behebung statt https das non-secure-Protokoll http verwendet werden.

Wer nach meiner Anleitung VirtualBox: Repository in Ubuntu hinzufuegen gegangen ist oder dies gerade vorhat, kann sozusagen als Punkt 2 1/2 ausführen:

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sudo sed -i s/https/http/g /etc/apt/sources.list.d/virtualbox.list
sudo apt update

Haben die Admins (sicherlich nicht vor Montag) das Problem behoben, sollte man selbstverständlich auf https zurückgehen:

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2
sudo sed -i s/http/https/g /etc/apt/sources.list.d/virtualbox.list
sudo apt update

Btw., was das (temporäre) http angeht, ja, nicht schön (Ubuntu-User sollten sich mal diesbzgl. die Mainserver und offiziellen Mirrors ansehen, haarsträubend), aber zumindest oracle_vbox*.asc kommen weiter über https.

Update 2019-04-29: Problem behoben. Ich lasse den Post stehen…für’s nächste Mal. ;) Zumindest ist es ein gutes Beispiel, wofür man das Urgestein sed nutzen kann.

Ubuntu 14.04: End of Support

Von Ausnahmen wie bei Ubuntu 6.06 Dapper Drake und hin und wieder Verschiebungen von Point Releases abgesehen sind einmal angesagte Release Dates bei Ubuntu fix. Nicht so bei EoS oder auch EoL. Vielleicht liegt es daran, weil’s eh keinen mehr sonderlich interessiert (wer jetzt immer noch Trusty fährt, pennt schon seit mindestens Bionic, eher Xenial.1 oder sowieso Utopic). Beim anstehenden EoS von 14.04 Trusty (die Derivate wie Lubuntu sind bereis seit 2 Jahren EoS) ist meist nur von 2019-04 zu lesen. Es gibt aber auch den Stichtag 2019-04-25, also in 3 Tagen.

In distro-info-data_0.39ubuntu1_all.deb liest man dagegen vom 2019-04-17, demnach ist Trusty bereits seit 5 Tagen Geschichte (von der extra zu bezahlenden ESM, Augenwischerei, abgesehen). Dieses Paket für Disco ist übrigens knapp 2 Monate älter als distro-info-data_0.38ubuntu0.3_all.deb für dessen Vorgänger Cosmic.

Letzteres datiert auf 2019-04-18 und beinhaltet den Code Name für Ubuntu 19.10, zumindest den ersten Teil: Eoan. Der zweite, “Eanimal”, ist quasi ein Platzhalter (Update 2019-05-06: Eoan Ermine, sinngemäß “Hermelin in der Morgendämmerung”, Release Schedule).

Ob nun diese oder letzte Woche. Fakt ist EoS für Trusty. Distupgrade oder weit sinnvoller Neuinstallation von Bionic.2 oder Disco. Jetzt!

Lubuntu 19.04 Disco Dingo torrent

Kurz notiert: Heute im Laufe des Tages wird Lubuntu 19.04 freigegeben.

Torrent für Lubuntu Disco Dingo:

Mit x86_32-Images (“i386”) ist es nunmehr auch bei aktuellem Lubuntu vorbei. Von LCosmic32 könnte man noch distupgraden oder über x86-mini.iso LDisco32 installieren. Beruhigend ist das freilich für User, die noch x86-only-CPUs einsetzen (es hält sich der Irrglaube, es handele sich nur um die vorletzten P4-Heizer oder ersten Atoms), nicht, geschehen doch Brüche häufig von jetzt auf gleich. Mindestens ist das Ende absehbar.

Von Cosmic muß bis dessem End of Support im Juli gedistupgradet werden. Wer dagegen tatsächlich noch schlafwandlerisch Ubuntu Trusty einsetzt (Trusty-Derivate sind bereits seit 2 Jahren EoS), hat nur noch 1 Woche Zeit, endlich auf mindestens Xenial zu distupgraden oder besser Bionic oder Disco zu installieren.

VirtualBox: Kernel 5.0 nun auch im Guest

VirtualBox 6.0.4 kommt mit Kernel 5.0.x zurecht – aber nur im Host. In einer Linux-VM bislang nur ohne GuestAdditions, auch nicht mit 6.0.5er Testbuilds oder auch 6.0.97er Development Snapshots – bis heute.

Endlich (und wir sind schon bei Kernel 5.0.4, 5.1 liegt bereits als rc2 vor) werden mit VBoxGuestAdditions_6.0.5-129577.iso die Module gebaut (Nachtrag: mittlerweile sind höhere Testbuilds erschienen). Es können damit aktuelle Kernels in Virtual Machines bzw. auch entsprechend aktuelle Linux-Distributionen (antergos, siduction) in VMs genutzt oder getestet werden (selbst LDisco ist seit kurzer Zeit nach ewigem Stillstand auf aktuellen Kernel gewechselt – mit 5.1 wird das allerdings bis zum Release nichts mehr).

Die GA allein sollten zwar genügen, ich setze freilich seit langem insgesamt aktuelle Testbuilds von VBox, GA und EP ein (so nicht gerade mal ein Release aktueller sein sollte…für einen kurzen Zeitraum).

Update 2019-04-16: VBox 6.0.6 ist erschienen.

Xenial-Kernel baut nicht mit VBox 6.0.4

Kurzhinweis: Nach diversen User-Berichten (genauer seit Tagen immer wieder gleichen Anfragen) sollen im Host Kernel-Module der Ubuntu-Kernel-Version 4.4.0-143.169 nicht mit VBox 6.0.4 gebaut werden können.

Lösungsmöglichkeiten:

  • Vorgänger-Kernel verwenden
  • Nachfolger-Kernel 4.4.0-144.170 (proposed) installieren
  • HWE-Stack installieren, also mit derzeit Cosmic-Kernel 4.18.0-16.17 oder 4.18.0-17.18 (proposed)
  • Mainline-Kernel 5.0.4 installieren

Ferner natürlich noch Distupgrade auf Bionic.2 oder besser saubere Installation von Bionic.2 oder Cosmic (oder gleich LDisco daily build).

Chemnitzer Catering-Tage

Investigativ habe ich herausgefunden (das riesige Plakat zwischen EG und Empore hat bestimmt kein anderer gesehen), daß es gar nicht die Chemnitzer Linux-Tage gewesen sind, sondern…

Chemnitzer Catering-Tage

…die “Chemnitzer Catering-Tage mit Linux-Vorträgen”. Die Fronten geklärt. ;-)

Aber mal im Ernst, wo zu ähnlichen Events Preise aufgerufen werden, daß man denkt, man zahlt noch die Nacht mit der Imbißbudenverkäuferin, kommt man sich schon wie ein Gauner vor, wenn man für ein halbes belegtes Brötchen 70 ct hinlegt (Stück Kuchen 80 ct, Becher Kaffee 50 ct). Dazu lächeln die Mädels und alle sind guter Laune, als wär’s das Selbstverständlichste auch noch zum Ende der Veranstaltung – und das kenne ich von den Freiwilligen im Catering auf den CLT nicht anders. Großes Lob.

CLT 2019 Live Streams

Chemnitzer Linux-Tage 2019

Dieses Wochenende steht wieder im Zeichen der Chemnitzer Linux-Tage. Wer nicht selbst vor Ort sein kann, die Livestreams sind geschaltet.

! Kontextmenu → “Save Link As…”:

Vor den Videostreams sei allerdings gewarnt. Man kennt von anderen Events Streams mit geteiltem Bildinhalt, links ein Live-Bild vom Vortragenden, rechts das vom Beamer. In den (von mir testweise aufgerufenen) CLT-Vorträgen wird nur die reine Präsentation, sprich das Projektorbild, übertragen. Auch wenn das meist (Impress-)Standbilder sind, die sich auch mal minutenlang nicht ändern, es ist ein stetiger Stream mit unnötig hoher Bitrate – und der frißt gewaltig. In einer halben Stunde sind da mal eben 800 MiB locker gezogen und das für null bis kaum Mehrwert (was da für einen Öffnungstag zusammenkommt, gar noch für mehrere Kanäle der bis zu sieben Räume, ist extrem).

Der Audiostream in niedriger Bitrate genügt völlig (das Reden ist ohnehin nicht jedem gegeben). Den kann man wie Webradio nebenbei laufen lassen.

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CLT2019-Eintrittsband

Sonntag, 18:00, die Chemnitzer Linux-Tage 2019 haben ihre Pforten geschlossen. Die Mitschnitte werden demnächst wie gehabt zum Download angeboten werden.

LibreOffice: Workaround fuer c&p

Es ist schon ein Kreuz, wenn Essentials nicht funktionieren, vor allem nicht mehr oder schon wieder nicht mehr. Eigentlich soll das Problem des verlorenen copy & paste im Zuge eines weiteren mit LibreOffice 6.2.1.1 gefixt worden sein, ist es aber auch mit .2, das um eine KW Verspätung erschienen ist und nach Release Plan zur Final erklärt werden soll, nicht.

Ursache ist ein dysfunktionales Zusammenspiel mit Qt5 (sprich Plasma und LXQt), d.h. c&p zwischen LibO und Qt-basierten Programmen wie bspw. featherpad ist weitgehend nicht möglich (aber z.B. mit dem Gtk-basierten leafpad, beide Richtungen, wer’s ausprobieren will). Als das hier erstmals mit den 6.2.0-RCs aufgetreten ist, habe ich in etlichen Richtungen gesucht, Dailies getestet, auch Clipboard-Manager gewechselt.

Bis das irgendwann mal tatsächlich korrigiert wird, kann man sich mit einem (unschönen) Workaround behelfen:

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OOO_FORCE_DESKTOP=gnome /opt/libreoffice6.2/program/soffice &

Sollte man nicht das TDF-Original, sondern Pakete aus den Repositories der Distributionen oder Fremdquellen verwenden, sobald verfügbar und dahingehend ungefixt, wäre der Pfad natürlich ein anderer.

SystemRescueCd mit archlinux-Unterbau

SystemRescueCd Menu

Live-Systeme wie SystemRescueCd sollten in keinem IT-Werkzeugkasten fehlen. Mit der heute erschienenen v6.0.0 (Update) wechselt SysRescCd die Basis von bisher Gentoo auf archlinux. Ein Schritt, den ich persönlich begrüße, obgleich ich die Gründe zwar nicht kenne, jedoch hauptsächlich begrenzte Manpower vermute.

Das könnte übersehen, wer gewohnt startx oder ein Tool wie z.B. testdisk ausführt.

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