systemd-240, haengendes Plasma

Derzeit gibt es Probleme mit systemd-240-1 in sid(uction). Sie äußern sich in hängendem Plasma (sprich KDE), aber auch, wenn man dieses DE nicht in Gänze verwendet, sondern nur diverse Qt-Programme mit einem anderen DE (hier LXQt), Krusader bspw. Hier hat es sich so geäußert, daß Krusader an sich zwar augenscheinlich gelaufen ist, man aber darüber ein simples .zip-Archiv nicht hat entpacken können (zuerst nimmt man natürlich an, dieses sei korrupt).

Aber auch Java-Programme wie TV-Browser (ohnehin schon äußerst mädchenhaft bei der Akzeptanz der verwendeten JRE-Version – ich frage mich, wann man dort endlich auf 11 springt oder zumindest akzeptiert) brechen mit einem Wust an Errors ab.

Erster Workaround ist das Zurückgehen auf systemd=239-5.6 plus dessen Abhängigkeiten und das Setzen von “apt-mark hold” dieser Pakete gewesen. Funktioniert, ist jedoch nicht nötig, es genügt das Erzeugen eines .conf-Files

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echo "* hard nofile 524288" | sudo tee -a /etc/security/limits.d/systemd.conf

mit folgendem Reboot. Hat man sudo nicht installiert, dann logischerweise ohne in einer root-Shell oder tty oder klassisch mit einem Editor.

Update 2018-12-28: Da ja nun systemd-240-2 auf den Mirrors liegt – es soll beschriebene Probleme beheben (systemd.conf könnte man theoretisch wieder entfernen, ich laß es einstweilen).

Ein komplettes d-u ist derzeit durch die qt5-transition nicht möglich, aber man kann systemd auch durch reinstall updaten.

Update 2019-01-05: In antergos, ARCH-basiert, ist es übrigens immer noch systemd 239.370-1, mit 240.0-1 aus testing werden weitere Probleme berichtet (bspw. chromium mit D-Bus-Errors). 240.0-2 gibt es bereits, jedoch noch in testing (und hier installiert).

VirtualBox 6.0.0 final

Nach 3 Betas und diesmal nur 1 Release Candidate ist die Final von VirtualBox 6.0.0 erschienen. Das Offensichtliche sind natürlich die grafischen Design-Änderungen des VM VitualBox Managers, das Wichtigere ist unter der Haube zu finden. x86_32 als Host ist nun endgültig Geschichte.

Changelog.

Mein Tutorial VirtualBox: Repository in Ubuntu hinzufuegen habe ich selbstverständ-
lich wie immer angepaßt.

Die Python ist gefunden

Irgendwas ist anders…

$ sudo sh Virt*
Verifying archive integrity... All good.
Uncompressing VirtualBox for Linux installation.............
VirtualBox Version 5.2.23 r127309 (2018-12-08T13:13:52Z) installer
Installing VirtualBox to /opt/VirtualBox
Python found: python, installing bindings...
 
VirtualBox has been installed successfully.

Python found? Echt jetzt? ;-)

Na klar ist Python installiert, immer schon, in quasi jeder Linux-Distribution, aber diese Routine hat bis jetzt stets was von “Python 2.x not found: python, not installing bindings” erzählt. Bekannte fehlerhafte Ausgabe seit Ewigkeiten, funktioniert hat das trotzdem (Python 2.x und 3.x sind üblicherweise parallel installiert, da es immer noch auf 2.x aufsetzende Programme gibt).

Liegt’s an ewig währenden Transitions in sid(uction) oder gar an einem nicht mehr für möglich gehaltenen Fix in VBox (ungerade Versionsnummern wie 5.2.23 sind Testbuilds)? Oder ist der Fix ein Versehen und bei der nächsten Version dürfen wir die liebgewonnene Ausgabe wieder begrüßen? ;-)

Falkon, Chromium: Freezes, Glitches

Wenn Falkon oder Chromium extrem zäh starten und aus Grafikfehlern gar nicht mehr herauskommen, liegt dies mit großer Wahrscheinlichkeit am default aufgerufenen OpenGL in Hardware, das GPU und/oder Driver in diesem Fall nicht sauber unterstützen, ältere Radeon und Intel oder auch Nvidia mit nouveau. In Chromium kann man das zwar in den Settings disablen, aber da muß man ja erst mal hinkommen.

Man kann zwei Umgebungsvariablen setzen, handlicherweise schreibt man sich ein kurzes Script:

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#!/bin/bash
# force OGL in software
 
export QT_XCB_FORCE_SOFTWARE_OPENGL=1
export LIBGL_ALWAYS_SOFTWARE="true"
falkon &
 
exit 0

Als falkon.sh speichern, mit

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chmod +x falkon.sh

ausführbar machen und mit

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./falkon.sh

starten. Für Chromium erstellt man entsprechend.

antergos: HDD-Mindestkapazitaet mit cnchi

Da die Installationsroutine in antergos 18.9 einen verhindernden cnchi-Fehler gehabt hat – natürlich genau in dem Moment, als ich es habe installieren wollen – checke ich das aktuelle Image kurz, um nicht mehrere nun veraltete zusätzlich aufheben zu müssen (denn die Mirrors haben auch stets nur die monatlich aktuelle Version vorliegen…und sei sie auch kaputt…). Kurzerhand habe ich eine bereits vorhandene VM ohne installiertes OS nutzen wollen. Diese hat eine 10 GiB große virtuelle Harddisk, eigentlich für den Test kein Problem.

cnchi hat in 0.16.1 (aktuell in antergos 18.12 ist mittlerweile 0.16.21) jedoch “set MIN_SIZE” von ehedem 8 GiB auf 16 GiB angehoben (“has at least 16.0GB available storage space.”) und läßt sich auch nicht wie bei Lubuntu mit ehedem ubiquity simpel austricksen, indem man bspw. einen freien USB-Stick für in Summe mindestens 8 GiB steckt oder in der VM eine zweite Harddisk anhängt.

Man kann aber die Routine beenden und in LXTerminal (zweites Icon in der Leiste oben) den Check disablen, allerdings insgesamt, nicht nur die Mindestkapazität:

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cnchi -n

libasound2-Workaround

siduction ist derzeit tonlos, hat man auf libasound2* 1.1.7-1 aktualisiert. Die im Paket libasound2-plugins enthaltenen Softlinks in “/etc/alsa/conf.d” zeigen auf “/usr/share/alsa/alsa.conf.d” (dort liegt im Moment lediglich pulse.conf) und damit ins Leere.

Ein Downdate auf 1.1.6-1+b1 würde es zwar umgehen, ist aber nicht nötig. Es genügt ein simples Umbenennen mit root-Rechten von “/etc/alsa/conf.d” mit anschließendem Reboot.

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mv /etc/alsa/conf.d{,_bak}

2018-11-04: Das Update auf 1.1.7-2 (changelog) reicht die fehlenden 11 .conf-Files nach. Da die Softlinks neu geschrieben werden, kann obige Umbenennung nun entfernt werden:

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rm -R /etc/alsa/conf.d_bak

Vulnerability in systemd (CVE-2018-15688)

Bei der aktuellen Vulnerability CVE-2018-15688, systemd betreffend, können sich zumindest sid(uction)-User wieder zurücklehnen, d-u für systemd 239-11 vorausgesetzt. Freilich fahren Server nicht mit sid (und normale Linux-User auch nicht). Also sollte man da Licht ans Rad machen, sowohl seitens der Maintainer in den Distributionen – der Fix ist seit 11 Tagen durch Lennart Poettering bereitgestellt – als auch der Admins (und User, selbstredend).

Btw., “Red Hat would like to thank Ubuntu Security Team for reporting this issue.” (Zitat von access.redhat.com/security/cve/cve-2018-15688). Abgesehen davon, daß das UST nur weitergeleitet hat, Danksagungen durch Canonical an eine andere Distribution sind mir bisher nicht erinnerlich.

Big Blue kauft Red Hat

…für 34 Milliarden USD, vorbehaltlich der Zustimmung der Red-Hat-Aktionäre.

Nun kochen natürlich die Spekulationen hoch, nicht wirklich, was das Ganze für den Großkonzern IBM bedeutet (man kann durch solche Ausgaben an anderer Stelle sparen), zumindest ist das für Linux-User weniger interessant, sondern für die mit großem Abstand führende Linux-Firma Red Hat und weiter für deren sehr hohes Linux-Engagement, von dem quasi jeder Linux-User mindestens indirekt profitiert.

Man erinnert sich da nur zu gut an Novells Kauf der damaligen Suse, ohne, daß Novell bis zum Wiederverkauf je etwas daraus gemacht hätte (außer sich Ewigkeiten mit den Untoten von SCO, eigentlich dem früheren Caldera, herumzuschlagen). Oder schlimmer, Oracles Übernahme ihres Konkurrenten Sun (Hardware eingestampft, OpenOffice krepieren lassen, Java dümpelt jahrelang vor sich hin…daß man VBox mitgekauft hat, ist wohl entfallen, glücklicherweise bei der Konkurrenz aus eigenem Haus – der mögliche Export in 6.0 beta in die Oracle Cloud läßt allerdings nichts gutes erahnen).

Aber man kann bei Negativbeispielen auch bei IBM bleiben, es müssen ja keine direkten Zukäufe sein. Ich sage nur über den Tisch ziehen lassen beim MS-DOS-Deal vom dazumals kleinen, unbedeutenden Microsoft (hervorragend dargestellt in Pirates of Silicon Valley), überhaupt Nichterkennen der Wichtigkeit und schleifen Lassen des OS, man denke an OS/2 (begonnen ursprünglich mit MS bis zum Krach und Abspaltung als Windows NT). Das ist zwar Ewigkeiten her, dieses Credo ist aber für einen schwerfälligen Giganten aus dem vorigen Jahrhundert trotzdem schwer loszuwerden, Supercomputer und Power-CPUs her oder hin.

IBM setzt nicht nur das hauseigene Unix AIX ein, sondern eben auch RHEL. Von daher kommt diese Aquisition nicht gänzlich aus heiterem Himmel. Freilich brauchte man die Firma deshalb auch nicht unbedingt kaufen. Aber vielleicht ist man ja nur einem Anderen zuvorgekommen. Der, wenn nicht Oracle und trotz Azure, kauft dann vielleicht Canonical, das sich da gewissermaßen seit längerem anbiedert und auch eine Cloud-Lösung anpreist, teils auf eher widerliche Art.

Zum Börsenschluß am Freitag, also vor Bekanntgabe des Deals, hat die RH-Aktie leicht im Minus gestanden. Wir werden sehen, wie es am Montag Morgen losgeht.

2018-10-30: Ich habe gestern den gesamten Tag mal den Kurs beobachtet. Nach einem fulminanten Start um knapp 50% nach 3 min, einem Absturz um (aus der Erinnerung) ~8 EUR nach einer halben Stunde (da haben sich die Broker wohl ausgetobt gehabt) und einem leichten Abflachen bis zum Börsenschluß hat die Aktie mit 149,57 EUR geendet – gegenüber dem Schluß des Vorbörsentages von etwas über 103 EUR.

Wer also am Freitag vorab den “Crop-Report” wie Dan Aykroyd und Eddie Murphy gelesen hat, hätte jetzt auch auf eigener Yacht in der Karibik sitzen können. ;-)

Btw., passend zu der Übernahme-Story ist heute Fedora 29 released worden. “Choose Freedom. Choose Fedora.” :-D

Lubuntu 18.10 Cosmic Cuttlefish torrents

Nach langer Zeit der Stagnation wechselt Lubuntu mit der heute erscheinenden 18.10 auf eine andere Desktop-Umgebung, dem modernen LXQt. Für Hintergründe und auch eine Warnung sei auf den Artikel Lubuntu mit LXQt verwiesen.

Torrents für Lubuntu Cosmic Cuttlefish:

Mit Cosmic bietet auch Lubuntu als letztes Derivat keine Alternate Images mehr an.

Lubuntu mit LXQt

LXQt

siduction hat vor weit über 4 Jahren als erste Distribution einen Flavor mit LXQt angeboten gehabt, damals natürlich noch mit der niedrigen Version 0.7 (wobei unter Linux bzw. bei OSS 0.x-Versionsstände nur aussagen, daß noch nicht sämtliche geplanten Funktionen enthalten sind), aktuell ist 0.13.

Nach Jahren der Versprechungen, bei der nächsten Version wolle man, blabla, und einem “Lubuntu-Next”-Paralleltestlauf steigt man mit dem am Donnerstag erscheinenden Lubuntu 18.10 endlich auf LXQt um.

Read more “Lubuntu mit LXQt”