SystemRescueCd mit archlinux-Unterbau

SystemRescueCd Menu

Live-Systeme wie SystemRescueCd sollten in keinem IT-Werkzeugkasten fehlen. Mit der heute erschienenen v6.0.0 (Update) wechselt SysRescCd die Basis von bisher Gentoo auf archlinux. Ein Schritt, den ich persönlich begrüße, obgleich ich die Gründe zwar nicht kenne, jedoch hauptsächlich begrenzte Manpower vermute.

Das könnte übersehen, wer gewohnt startx oder ein Tool wie z.B. testdisk ausführt.

An dieser Stelle sei betont, daß man wie auf dem Screenshot ersichtlich als root unterwegs ist – sinnvoll für den Zweck dieser Distribution bzw. jenachdem nötig für entsprechende Tools, aber keinesfalls ist SysRescCd als normale Distribution gedacht (es gibt da desöfteren Nichtsblicker, die z.B. Kali, bekannte Distribution für Penetration Tests, damit technisch und insbesondere rechtlich gefährlich für Unbedarfte, tatsächlich einsetzen wie eine Desktop-Distribution).

Wie archlinux selbst kommt SysRescCd nunmehr ausschließlich als x86_64 (Changelog), nicht mehr als kombiniertes 32/64-bit-System (die letzte 5er sollte man daher aufheben)…und trotzdem wächst das .iso von 558.8 MiB (v5.3.2) auf im Vergleich dazu satte 888 MiB (also nix mehr mit vielleicht noch vorhandenen CDRs Verwerten). Dabei könnte man durchaus verschlanken – oder wer braucht 4 (in Worten vier) Editoren? Wobei das sogar mal 6 gewesen sind. vim ist nun wahrlich nicht jedermanns Sache, in diesem Fall glücklicherweise ist nano mit dabei. Mit grafischem Frontend aber notepadqq (Qt bei Gtk++-basiertem Xfce?) und geany ist doch nun nicht nötig (wobei beide für sich sehr gute Editoren sind – notepadqq ist durch notepadpp inspiriert und bietet bspw. c&p-Funktionen, die man so anderenorts nicht sieht).

Eigentlich könnte man prima nicht vorhandene Pakete im Live-System nachinstallieren, wenn das eingetragene Repository archrepo.system-rescue-cd.org existent wäre. Oder schlicht arch-Repos eingetragen wären. Letzteres könnte man zwar selbst, doch der Aufwand widerspricht einem Live-System wie diesem (da genügt mir zumindest bis auf weiteres ein LBionic mit schnell auszuführendem apt, LBionic des dort noch verwendeten schlanken LXDEs wegen).

Auch sind Dokumentationen, FAQ etc. noch nicht überarbeitet, an archlinux angepaßt. Dennoch, der Anfang ist gemacht.

Btw., Anfang. Es sollte die deutsche Tastaturbelegung gesetzt werden. Das hat aber Tücken. Das unter archlinux übliche “loadkeys de” bringt zwar keine Errors, funktioniert aber unter keinen getesteten Umständen. Die Bootoption “setkmap=de” interessiert auch nicht, Das Kommando “setkmap” ruft ein ncurses-Frontend auf, akzeptiert gewähltes aber nur, wenn man nicht mit UEFI gebootet hat, also nur mit BIOS/CSM. Jaja…


2019-02-09: v6.0.1 liegt bereit.