{"id":5475,"date":"2020-03-25T22:50:44","date_gmt":"2020-03-25T21:50:44","guid":{"rendered":"https:\/\/axebase.net\/blog\/?p=5475"},"modified":"2020-06-17T01:01:35","modified_gmt":"2020-06-16T23:01:35","slug":"bodhi-linux-gruss-aus-der-gruft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/axebase.net\/blog\/2020\/03\/25\/bodhi-linux-gruss-aus-der-gruft\/","title":{"rendered":"Bodhi Linux&#8230;Gruss aus der Gruft"},"content":{"rendered":"<p>M\u00f6glicherweise denkt der Eine oder Andere, ich h\u00e4tte einen uralten Bodhi-Linux-Blogpost &#8216;rausgekramt. Tats\u00e4chlich ist nach langem Siechtum und einem dortigem Fahnehochhalten-Artikel letzten Juni heute <a href=\"https:\/\/www.bodhilinux.com\/2020\/03\/25\/bodhi-linux-5-1-0-released\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Bodhi Linux 5.1.0<\/a> released worden.<\/p>\n<p>Symptomatisch: je weniger Manpower, desto mehr <a href=\"http:\/\/www.bodhilinux.com\/w\/selecting-the-correct-iso-image\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Versionen<\/a>.<\/p>\n<p>Bodhi Linux setzt bekanntlich auf Ubuntu Long Term Sleeping auf, hier also 18.04. Wenn dessen offizielle Flavors wie Lubuntu EoS erreicht haben, also in 1 Jahr, ist automatisch Schlu\u00df mit x86_32. Wozu dann jetzt noch eine solche Bodhi-Version?<\/p>\n<p><!--more-->Zumal man offensichtlich daf\u00fcr einen eigenen Kernel anbietet, einen ohne PAE. Mit der Bootoption forcepae kann man bekanntlich seit \u00fcber 6 Jahren auch die normalen Ubuntu-Kernel auf Pentium M booten &#8211; und um die ist es sehr lange Zeit noch gegangen und ganz sicher nicht um VIA-eSchrott.<\/p>\n<p>Dann spleist man weiter auf in x86_64 Xenial-Urkernel und HWE-Kernel (als wenn man die nicht selbst wechseln k\u00f6nnte). Die Behauptung &#8220;The Standard release does not push kernel updates on the user.&#8221; ist dabei v\u00f6lliger Unsinn, klar gibt es Kernel-Updates, aber kein solches Kernel-Upgrade (auf HWE). Alles andere w\u00e4re auch ein Sicherheitsfiasko.<\/p>\n<p>Zuguterletzt findet sich dann noch eine Version mit allerlei Paketen von Anwendungen (als wenn man die nicht <em>bei Bedarf<\/em> mit 1 apt-Zeile selbst installieren k\u00f6nnte).<\/p>\n<p>Das Ende des Promotionvideos zeigt die angeblichen Minimum Requirements. Ja, vor Zeiten, so um 2013 herum, ist Bodhi Linux tats\u00e4chlich mal relativ gen\u00fcgsam gewesen. Ich habe es einige Male installiert und genutzt gehabt, haupts\u00e4chlich in VMs, im Host, sprich Hauptsystem, allerdings einige Jahre Lubuntu mit Enlightenment, vergleichbar. Das ist freilich schon ewig her (ich bin dann wieder zur\u00fcck auf damals LXDE, schon weil e17 EoS gewesen ist), aber auch da ist eine Angabe 512 MiB Bl\u00f6dsinn gewesen, auch schon mit e17 (und mit e18 und e19 sowieso). 1.5&#8230;2 GiB haben es damals schon sein sollen und m\u00f6glichst nicht die mieseste GPU (sowas wie VBoxVGA mit OpenGL in Software), um auch etwas sinnvolles damit anstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Jeff Hoogland ist mit den Enlightenment-Devs nicht konform gegangen und hat e17 als Moksha geforkt gehabt. Was bedeutet, alles allein stemmen zu m\u00fcssen. Da\u00df er <a href=\"https:\/\/axebase.net\/blog\/2014\/09\/12\/bodhi-linux-ohne-maintainer\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">nicht der Langzeitdurchhaltest\u00e4rkste<\/a> ist, ist wahrlich kein Geheimnis (und auch jetzt steht er l\u00e4ngst nicht mehr in der ersten Reihe, mal wieder).<\/p>\n<p>Wie auch immer, sieht man sich das Video an, glaubt man sich um 8 Jahre zur\u00fcckversetzt. Wie auf der Website die gleiche farbliche Geschmackskatastrophe. Man k\u00f6nnte sagen, so gut wie alle (irgendwo ziehbaren) Themes haben diesen Kaugummi-Kindergarten-Touch (viele kommen von Russen, die m\u00f6gen das wohl), aber Jeff selbst hat die Releases und die Site nie in was anderes getaucht gehabt. Ich habe damals zwei der extrem seltenen halbwegs seri\u00f6s wirkenden Themes verwendet gehabt (eines f\u00fcr e17, eines f\u00fcr e18+ &#8211; das kommt ja noch dazu, die sind nicht kompatibel zwischen den EFL-Versionen).<\/p>\n<p>Etwas positives hat Enlightenment f\u00fcr mich unterm Strich tats\u00e4chlich gebracht: die Mehrfachm\u00f6glichkeiten zum Start von Programmen (wie auch bei anderen DEs) habe ich f\u00fcr mich als v\u00f6llig \u00fcberzogen gesehen, aber \u00fcber Rechtsklick irgendwo auf dem Desktop, wo man gerade ist, prima. Nun, das h\u00e4tte man auch bei OpenBox ohne dr\u00fcbergelegtes LXDE oder modern LXQt. Am schnellsten geht&#8217;s eh mit Tastenkombi Terminal und dort &#8216;reingetippt. ;)<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu Bodhi Linux. Mu\u00df man sich&#8217;s heute noch antun? Wohl kaum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6glicherweise denkt der Eine oder Andere, ich h\u00e4tte einen uralten Bodhi-Linux-Blogpost &#8216;rausgekramt. 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