{"id":4625,"date":"2018-10-14T19:20:52","date_gmt":"2018-10-14T17:20:52","guid":{"rendered":"http:\/\/axebase.net\/blog\/?p=4625"},"modified":"2019-07-31T19:41:08","modified_gmt":"2019-07-31T17:41:08","slug":"lubuntu-mit-lxqt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/axebase.net\/blog\/2018\/10\/14\/lubuntu-mit-lxqt\/","title":{"rendered":"Lubuntu mit LXQt"},"content":{"rendered":"<pre><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lxqt-logo_250x87.png\" alt=\"LXQt\" width=\"250\" height=\"87\" class=\"alignleft size-full wp-image-4634\" srcset=\"https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lxqt-logo_250x87.png 250w, https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lxqt-logo_250x87-210x73.png 210w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/pre>\n<p>siduction hat vor weit \u00fcber 4 Jahren <a href=\"https:\/\/news.siduction.org\/2014\/05\/release-notes-for-siduction-lxqt-dev-release\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">als erste Distribution<\/a> einen Flavor mit LXQt angeboten gehabt, damals nat\u00fcrlich noch mit der niedrigen Version 0.7 (wobei unter Linux bzw. bei OSS 0.x-Versionsst\u00e4nde nur aussagen, da\u00df noch nicht s\u00e4mtliche geplanten Funktionen enthalten sind), aktuell ist 0.13.<\/p>\n<p>Nach Jahren der Versprechungen, bei der n\u00e4chsten Version wolle man, blabla, und einem &#8220;Lubuntu-Next&#8221;-Paralleltestlauf steigt man mit dem am Donnerstag erscheinenden Lubuntu 18.10 <em>endlich<\/em> auf LXQt um.<\/p>\n<p><!--more-->Genaugenommen ist es keine Lubuntu-Version mit mehr oder weniger aktualisierten Paketen, sondern ein neues, anderes Derivat.<\/p>\n<p>Der Wechsel ist nicht ganz freiwillig, weil anderes toller ist. Distributionen\/Derivate mit auf dem Framework Gtk+2 basierenden Desktop Environments haben sich allesamt \u00fcberlegen m\u00fcssen, wie es weitergehen soll, da dies nun so langsam aber sicher Geschichte ist. Bei manchen DEs ist man auf Gtk+3 umgestiegen, die Entwickler von LXDE und razor-qt haben sich dagegen vor Jahren zusammengefunden, um LXQt basierend wie der Name schon sagt auf dem Framework Qt (kurz f\u00fcr <a href=\"https:\/\/dict.leo.org\/german-english\/cute\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">cute<\/a>, gesprochen &#8220;kjut&#8221;) zu schaffen. Kompatibilit\u00e4t zwischen Hauptversionen innerhalb eines Frameworks gibt es eh nicht, also hat man auch komplett wechseln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie schon LXDE hat auch LXQt keinen eigenen Window Manager, sondern setzt auf einen geeigneten auf. siduction\/LXQt hat mehrmals gewechselt und vorinstalliert derzeit xfwm4. Bspw. der LXQt-Flavor Fedoras setzt auf OpenBox auf, so auch Lubuntu.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lclxqtset.png\" alt=\"\" width=\"1082\" height=\"862\" class=\"alignleft size-full wp-image-4629\" srcset=\"https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lclxqtset.png 1082w, https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lclxqtset-300x239.png 300w, https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lclxqtset-768x612.png 768w, https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lclxqtset-1024x816.png 1024w, https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lclxqtset-210x167.png 210w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><\/p>\n<p>Da ich ressourcenschonende DEs (OS generell) propagiere, habe ich selbstredend und aus LXDE-Tradition bei LXQt mit OpenBox begonnen, dies sitzt auch noch unter meiner Antergos-LXQt-Installation. Konfigurationsm\u00f6glichkeiten sind unter OpenBox und xfwm4 nat\u00fcrlich unterschiedlich (unter OpenBox kann man compton installieren, xfwm4 hat bereits plastische Effekte integriert), unter siduction habe ich mich letztendlich dann doch f\u00fcr letzteres entschieden. M\u00f6glich ist sowohl als auch, auch unter Lubuntu.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lcmenupref.jpg\" alt=\"\" width=\"744\" height=\"478\" class=\"alignleft size-full wp-image-4630\" srcset=\"https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lcmenupref.jpg 744w, https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lcmenupref-300x193.jpg 300w, https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lcmenupref-210x135.jpg 210w\" sizes=\"auto, (max-width: 744px) 100vw, 744px\" \/><\/p>\n<p>Eine Distribution bzw. ein Derivat zeichnet nicht nur das Aussehen aus, sondern es sind eben auch die vorinstallierten Pakete. Da auf Qt5 gewechselt worden ist, sind auch diese bzw. deren Frontends ersetzt worden.<\/p>\n<p>Als Beispiele seien QTerminal (vorher LXterminal), FeatherPad (vorher Leafpad), qBittorrent (vorher Transmission) genannt. Der Filemanager liegt nun als PCmanFM-Qt vor (und ist mittlerweile sogar nutzbar).<\/p>\n<p>Der Display Manager (grafischer Login-Manager) SDDM hat LightDM verdr\u00e4ngt. Wenn man ihn ansprechend konfiguriert (also nicht so wie im LCosmic-Daily), kann man ihn verwenden &#8211; oder man ersetzt ihn wieder durch den mehr oder weniger ausgereiften LightDM.<\/p>\n<p>Im &#8220;Experten&#8221;-Thread zu Cosmic <a href=\"https:\/\/forum.ubuntuusers.de\/topic\/cosmic-cuttlefish-18-04-zum-testen-bereit\/3\/#post-9014381\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">beklagt<\/a> man sich, da\u00df im LCosmic-Image Ubiquity nicht vorhanden ist, wie solle man denn so installieren&#8230;Nun, das k\u00f6nnte daran liegen, da\u00df das moderne Calamares daf\u00fcr vorgesehen ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lccalamares.jpg\" alt=\"Lubuntu mit Calamares\" width=\"\" height=\"\" class=\"alignleft size-full wp-image-4627\" srcset=\"https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lccalamares.jpg 1028w, https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lccalamares-300x188.jpg 300w, https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lccalamares-768x481.jpg 768w, https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lccalamares-1024x641.jpg 1024w, https:\/\/axebase.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/lccalamares-210x132.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><\/p>\n<p>gksudo und kdesudo sind mit Begr\u00fcndungen zur Sicherheit seit geraumer Zeit aus aktuellen Distributionen\/Dervaten\/DEs entfernt worden. Teils mag es stimmen, provoziert aber Umgehungsversuche, die ihrerseits Probleme bringen k\u00f6nnen. Auch ein manuelles Installieren bringt nichts, da dies diverse grafische Programme bzw. das dahinterliegende Rechtesystem mit Unwillen quittieren. Unter LXQt geht man diesen Weg nicht mit, sondern bietet lxqt-sudo an.<\/p>\n<p>Etliche Distupgrades von einer Lubuntu-Version zur n\u00e4chsten sind in den Jahren weitgehend problemlos vonstatten gegangen, nichts, was nicht reparierbar gewesen ist. <em>Diesmal<\/em> sei vor einem Distupgrade von Lubuntu 18.04 auf 18.10 ausdr\u00fccklich gewarnt.<\/p>\n<p>Eine \u00dcbernahme der LXDE-Konfiguration f\u00fcr den LXQt-Desktop wird zwar angeboten, das sollte man jedoch tunlichst ablehnen (und wenn das funktioniert h\u00e4tte, h\u00e4tte mich das gewundert). Sowas w\u00e4re zwar nicht unm\u00f6glich, endet praktisch aber in einem zerschossenen Desktop. Die alternativ zu ladende default configuration allerdings auch, jedenfalls vor knapp 4 Wochen. Dazu kommen diverse andere Unstimmigkeiten, bspw. ist keine SPU mehr gefunden worden (nichts weltbewegendes, RTL, hat noch nie Probleme gemacht), Rechtsklick, sprich Kontextmenu, keine Reaktion.<\/p>\n<p>Das alles hat mich allerdings nur belustigt und mich in Summe den u.a. wegen chronischer Inaktualit\u00e4t seit langem geplanten Umstieg auf eine von drei Alternativen durchf\u00fchren lassen (da\u00df es siduction geworden ist &#8211; vorerst &#8211; liegt nur daran, da\u00df der Installer meiner Pr\u00e4ferenz Antergos in 18.09 einen fetten Bug hat, der das unm\u00f6glich gemacht hat &#8211; mittlerweile gibt&#8217;s 18.10).<\/p>\n<p>Ich sehe freilich schon die \u00fcblichen weinerlichen &#8220;geht nicht mehr nach Update&#8221;-Postings im gr\u00f6\u00dften deutschsprachigen Linux-\/Ubuntu-Forum, weil man dort noch nicht mal im Bruchteil des Promillebereichs selbst etwas auf die Reihe bekommt, auch wenn man Jahre dabei und alles schon unz\u00e4hlige Male ausf\u00fchrlichst erkl\u00e4rt worden ist (mal davon abgesehen, da\u00df sowas kein Update, sondern ein Distupgrade ist, also etwas wesentlich gr\u00f6\u00dferes).<\/p>\n<p>Also: Lubuntu 18.10 f\u00fcr Interessierte ja, aber eine saubere Neuinstallation.<\/p>\n<p>Noch ein Wort zur Image-Gr\u00f6\u00dfe. Von CD700-Size hat man sich auch unter Lubuntu vor Jahren verabschiedet. Nun aber in die Vollen zu gehen, erachte ich als v\u00f6llig unsinnig. LCosmic x64 ist mittlerweile bei 1.6 GiB (!) angelangt. Das hat nur wenig mit dem Wechsel des DEs zu tun, sondern mit unm\u00f6glichen Beigaben wie LibO, das allein 220 MiB auf die Waage bringt. Zu sagen, ja, da hat man gleich &#8220;alles wichtige&#8221; dabei, Abiword und Gnumeric will eh keiner haben (letzteres ist schon richtig), LibO wird immer nachinstalliert, ist verdammt kurzsichtig. Es mag im Moment aktuell sein, in sp\u00e4testens 3 Wochen jedoch nicht mehr. Wer dann LCosmic zieht, hat unn\u00f6tigen Traffic und sinnlose Installation einer alten LibO-Version.<\/p>\n<p>(Die Screenshots stammen von einer Installation mit dem zweiten Daily Build vom Freitag in einer VM, VBox 5.2.19-125724 unter siduction.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>siduction hat vor weit \u00fcber 4 Jahren als erste Distribution einen Flavor mit LXQt angeboten gehabt, damals nat\u00fcrlich noch mit der niedrigen Version 0.7 (wobei unter Linux bzw. bei OSS 0.x-Versionsst\u00e4nde nur aussagen, da\u00df noch nicht s\u00e4mtliche geplanten Funktionen enthalten sind), aktuell ist 0.13. 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