{"id":2170,"date":"2012-11-11T18:50:52","date_gmt":"2012-11-11T17:50:52","guid":{"rendered":"http:\/\/axebase.net\/blog\/?p=2170"},"modified":"2015-10-31T19:58:27","modified_gmt":"2015-10-31T18:58:27","slug":"quantal-ohne-pae","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/axebase.net\/blog\/2012\/11\/11\/quantal-ohne-pae\/","title":{"rendered":"Quantal ohne PAE"},"content":{"rendered":"<p>Seit Ubuntu Precise wird die Installation der 32-bit-Images auf Systemen mit\u00a0CPUs ohne <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Physical_Address_Extension\">PAE<\/a>-Implementierung (Pentium M Banias und die ersten Dothan) verhindert oder zumindest kuenstlich <a title=\"Precise ohne PAE\" href=\"http:\/\/axebase.net\/blog\/2012\/09\/28\/precise-ohne-pae\/\" target=\"_blank\">erschwert<\/a>. Mit dem im Oktober erschienenen Quantal wird auch kein non-PAE-mini.iso mehr bereitgestellt, d.h. die Installation ueber Netz ist nicht mehr moeglich. Lubuntu 12.10 fragt nun ebenfalls PAE ab, sicher als Resultat, da es schlicht seitens Canonicals keine non-PAE-Kernels mehr gibt, Kernel-Updates innerhalb Quantals damit (auf normalem Weg) nicht moeglich sind.<\/p>\n<p>Man koennte zwar, hat man Ubuntu 12.04 auf die Platte getrickst, auch bei dieser LTS bleiben, nur wird man sinnvollerweise kein Unity fahren (Banias-Rechner haben, wenn mehr als nur einen i855G einen mRadeon 9700 verbaut), sondern ressourcenschonend LXDE (o.ae.), womit die Installation keinen LTS-Status mehr hat und noch 1 knappes Jahr Updates verbleibt. Zudem ist LXDE noch ein recht junges DE und sollte daher aktuell gehalten werden (beispielsweise der Filemanager PCmanFM ist stabilisiert worden).<\/p>\n<p>Um Lubuntu (ich sage absichtlich nicht Ubuntu mit Unity) 12.10 auf non-PAE-Systemen zu installieren, verbleiben also &#8220;anderthalb&#8221; Moeglichkeiten:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>Distupgrade von Ubuntu mit LXDE bzw. Lubuntu 12.04 auf 12.10<\/li>\n<li>Lubuntu-12.10-Installations-Image auf einem USB-Flashstick einrichten mit grub-mkconfig<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei einem solchen Distupgrade wird alles aktualisiert&#8230;bis auf den Kernel, da eine PAE-Abfrage dies verhindert. Genauer das Paket linux-image-3.5.0-17-generic*i386.deb aus dem Image bzw. aktuell -18, hat man Updates ueber Netz aktiviert (ohne geht an und fuer sich ohnehin nicht, wenn man diverse Pakete nachinstalliert hat &#8211; es wird ja keiner das System unveraendert lassen). Da dieses eine Paket nicht installiert werden kann, die restlichen Kernel-Pakete aber aktualisiert worden sind, hat man eine hoechst unschoene Inkonsistenz, die nun auch andere Aktualisierungen verhindert.<\/p>\n<p>Wie man dies geradebiegt, erklaere ich in einem folgenden Artikel.<\/p>\n<p>Nutzen wir daher die verbliebene Moeglichkeit der Erstellung eines USB-Sticks zur Installation von Lubuntu 12.10 auf non-PAE-Systemen:<\/p>\n<h3>USB-Flashstick mit grub-mkconfig einrichten<\/h3>\n<ol>\n<li>Einen USB-Flashstick (1 GiB oder groesser) mit FAT32 formatieren. Es wird angenommen, der USB-Flashstick ist unter &#8220;\/media\/usbstick\/&#8221; eingebunden und als &#8220;\/dev\/sdc\/&#8221; gemountet.<\/li>\n<li>Bootloader Grub auf den Stick schreiben:\n<pre lang=\"bash\" line=\"1\">sudo grub-install --no-floppy --root-directory=\/media\/usbstick \/dev\/sdc<\/pre>\n<\/li>\n<li>Generieren der Grub-Konfigurationsdatei:\n<pre lang=\"bash\" line=\"1\">sudo bash -c \"grub-mkconfig > \/media\/usbstick\/boot\/grub\/grub.cfg\"<\/pre>\n<\/li>\n<li>Im File &#8221; \/media\/usbstick\/boot\/grub\/grub.cfg&#8221; die &#8220;menuentry{ &#8230; }&#8221;-Abschnitte ersetzen durch:<\/li>\n<\/ol>\n<pre lang=\"bash\">menuentry \"Lubuntu 12.10 for non-PAE Systems\" {\r\n  iso_path=\/lubuntu-12.10-desktop-i386.iso\r\n  export iso_path\r\n  search --set --file $iso_path\r\n  loopback loop $iso_path\r\n  root=(loop)\r\n  configfile \/boot\/grub\/loopback.cfg\r\n  loopback --delete loop\r\n}<\/pre>\n<ol>\n<li><a title=\"lubuntu-12.10-desktop-i386.iso (692 MiB)\" href=\"http:\/\/cdimage.ubuntu.com\/lubuntu\/releases\/12.10\/release\/lubuntu-12.10-desktop-i386.iso\" target=\"_blank\">lubuntu-12.10-desktop-i386.iso<\/a> (695 MiB) in die oberste Ebene des USB-Flashsticks kopieren.<\/li>\n<li>USB-Flashstick sicher entfernen.<\/li>\n<li>Das entsprechende System von diesem Flashstick booten und ueber &#8220;Lubuntu 12.10 for non-PAE Systems&#8221; normal installieren. Die angebotene gleichzeitige Aktualisierung wegen des Kernel-Problems an dieser Stelle ablehnen.<\/li>\n<li>Nach dem ersten Boot die Kernel-Pakete <em>vorerst<\/em> per apt-pinning vom Aktualisieren ausschliessen.<\/li>\n<li>Das System aktualisieren.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ubuntu mit Unity (oder einer anderen Desktop-Umgebung\/-Oberflaeche) waere zwar theoretisch ebenfalls moeglich, nur gibt es keinen Unity2D-Fallback mehr. Wenn die GPU fuer Unity nicht leistungsfaehig genug ist, hat ab Quantal die CPU deren Berechnungen zu uebernehmen. Man wuerde also die CPU &#8211; den Pentium M &#8211; mit grafischen Gimmicks voellig unsinnig lahmlegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Ubuntu Precise wird die Installation der 32-bit-Images auf Systemen mit\u00a0CPUs ohne PAE-Implementierung (Pentium M Banias und die ersten Dothan) verhindert oder zumindest kuenstlich erschwert. 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