VitualBox: Installation ueber .run

Altägyptisch oder bleeding edge. Aktuelles Beispiel: In siduction wird anders als in sid Kernel 4.20 installiert (towo ist da glücklicherweise agil). Wer VirtualBox aus den debian-Repositories nutzt, bekommt bislang nur 5.2.22, das jedoch inkompatibel zu Kernel 4.20 ist.

VBox 6.0.0 ist kompatibel zu Kernel 4.20. Man kann zwar das VBox-Repo einbinden, daraus aber nur für debian stable und oldstable installieren, was im Normalfall unter sid(uction) wegen Dependencies fehlschlägt. Für Ubuntu gebaute Pakete in debian installieren ist auch nicht die gescheiteste Idee (auch wenn die für Bionic momentan laufen sollen).

Dann sollte man so flexibel sein und die .run-Files nutzen, statt wie ein User im siduction-Forum zu jammern, er wolle nur installieren, was “über apt oder dpkg” geht, und deshalb bei der letzten 4.19 bleiben (von der Paketverwaltung abgesehen, was er meint und womit er natürlich Recht hat, erntet er meinerseits dennoch Unverständnis, man fährt doch keine bleeding-edge-RRD, um ausgerechnet beim Kernel stehenzubleiben bzw. zurückzugehen). Fremdpakete aus Sicht der Distribution sind es so und so, aber in diesem Fall bzw. aus Sicht VBox’ sind sie das Original.

Das Ganze ist auch nicht schwieriger, mehr noch, man kann das so unter diversen Distributionen durchführen, bspw. unter siduction und antergos die jeweils selben .run-Files (braucht sie also auch nur 1x ziehen) und bis auf sudo vs. root-Terminal gleich. Zudem kann man Testbuilds nutzen, die ihrerseits ggf. Fixes ggü. dem letzten Release enthalten. Der einzige Nachteil ist lediglich, daß man sich selbst um neue Versionen kümmern muß (und das Interesse für derlei setze ich bei Usern, die bewußt brandaktuelle Distributionen fahren, voraus).

Ich selbst nutze seit längerem VirtualBox*.run unter (bis vor einiger Zeit noch Lubuntu,) siduction, antergos (die gemischte Groß-/Kleinschreibung für solche Namen ist übrigens kein ständiger Fehler meinerseits, falls das jemand annimmt, sondern jeweilige Eigenschreibweise). Insbesondere durch die nicht aufhörenden Probleme mit dem Lubuntu-Host seit Kernel 4.15 (nur dort, nicht in siduction und antergos, reproduzierbare Freezes unterschiedlicher VMs und das Suchen nach den Ursachen) haben mich das jeweils aktuelle Testbuild installieren lassen, mittlerweile mache ich das standardmäßig (nur nicht, wenn das Release gerade mal neuer ist) und fahre damit sehr gut. Natürlich weiß ich, was das bedeutet und kann damit umgehen.

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Installation VirtualBox 6.0.2 über .run

  1. Ein ggf. installiertes Extension Pack deinstallieren:
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    sudo VBoxManage extpack uninstall "Oracle VM VirtualBox Extension Pack"
  2. Eine ggf. installierte VBox-deb-Version deinstallieren:
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    2
    
    killall -9 virtualbox 
    sudo apt-get purge virtualbox*
  3. Zum Kompilieren der Kernel-Module nötige Pakete installieren:
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    sudo apt-get install build-essential dkms linux-headers-$(uname -r)
  4. VirtualBox*.run ziehen:
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    2
    
    cd ~/Downloads/
    wget https://download.virtualbox.org/virtualbox/6.0.2/VirtualBox-6.0.2-128162-Linux_amd64.run
  5. Aktuelle VBox-Version installieren:
    1
    
    sudo sh Virt*
  6. Weiter geht es in meinem Tutorial VirtualBox: Repository in Ubuntu hinzufügen mit Punkt 8, “Entsprechende Version des Extension Packs ziehen”.

Soll ein so installiertes VBox wieder deinstalliert werden, sollte zuerst wie oben geschrieben das Extension Pack deinstalliert werden, danach VBox selbst (das EP bliebe anderenfalls erhalten, aber nicht nutzbar):

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sudo sh Virt* uninstall

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Update 2019-01-15: Aktualisiert auf v6.0.2.

siduction: qt5-Transition

In siduction (der Name sid für debian unstable kommt nicht von ungefähr, der Junge in “Toy Story”, der stets sein Spielzeug kaputtmacht) will ein beiläufiges “apt update; apt full-upgrade” heute Morgen kurz nach 4 über hundert Pakete in den Orkus spülen, mit autoremove dann noch mal das Doppelte. Hängt natürlich davon ab, was man installiert hat (hier LXQt, dazu diverse Qt-basierte Pakete wie krusader oder auch vlc, eigentlich habe ich nur gehofft, daß die brandaktuelle v3.0.5 schon in den Repos liegt).

Es läuft wieder einmal eine qt5-Transition. Da nichts zu irgendwas kompatibel ist, gilt alles oder nichts. Alles gibt’s noch nicht. Wer jedoch davon unabhängige Pakete aktualisieren will oder muß, kann wie folgt mit root-Rechten auf hold setzen:

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apt-mark hold libqt5core5a

Die Geschichte sollte man freilich nicht vergessen, sprich nach der Transition wieder mit unhold markieren.

2018-12-28: Btw., mittlerweile liegt vlc 3.0.5 (changelog) in den Repositories. ;)

2018-12-29: libqt5core5a kann und sollte wieder auf unhold gesetzt werden.

siduction: systemd-240, haengendes Plasma

Derzeit gibt es Probleme mit systemd-240-1 in sid(uction). Sie äußern sich in hängendem Plasma (sprich KDE), aber auch, wenn man dieses DE nicht in Gänze verwendet, sondern nur diverse Qt-Programme mit einem anderen DE (hier LXQt), Krusader bspw. Hier hat es sich so geäußert, daß Krusader an sich zwar augenscheinlich gelaufen ist, man aber darüber ein simples .zip-Archiv nicht hat entpacken können (zuerst nimmt man natürlich an, dieses sei korrupt).

Aber auch Java-Programme wie TV-Browser (ohnehin schon äußerst mädchenhaft bei der Akzeptanz der verwendeten JRE-Version – ich frage mich, wann man dort endlich auf 11 springt oder zumindest akzeptiert) brechen mit einem Wust an Errors ab.

Erster Workaround ist das Zurückgehen auf systemd=239-5.6 plus dessen Abhängigkeiten und das Setzen von “apt-mark hold” dieser Pakete gewesen. Funktioniert, ist jedoch nicht nötig, es genügt das Erzeugen eines .conf-Files

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echo "* hard nofile 524288" | sudo tee -a /etc/security/limits.d/systemd.conf

mit folgendem Reboot. Hat man sudo nicht installiert, dann logischerweise ohne in einer root-Shell oder tty oder klassisch mit einem Editor.

Update 2018-12-28: Da ja nun systemd-240-2 auf den Mirrors liegt – es soll beschriebene Probleme beheben (systemd.conf könnte man theoretisch wieder entfernen, ich laß es einstweilen).

Ein komplettes d-u ist derzeit durch die qt5-transition nicht möglich, aber man kann systemd auch durch reinstall updaten.

Update 2019-01-05: In antergos, ARCH-basiert, ist es übrigens immer noch systemd 239.370-1, mit 240.0-1 aus testing werden weitere Probleme berichtet (bspw. chromium mit D-Bus-Errors). 240.0-2 gibt es bereits, jedoch noch in testing (und hier installiert).

Die Python ist gefunden

Irgendwas ist anders…

$ sudo sh Virt*
Verifying archive integrity... All good.
Uncompressing VirtualBox for Linux installation.............
VirtualBox Version 5.2.23 r127309 (2018-12-08T13:13:52Z) installer
Installing VirtualBox to /opt/VirtualBox
Python found: python, installing bindings...
 
VirtualBox has been installed successfully.

Python found? Echt jetzt? ;-)

Na klar ist Python installiert, immer schon, in quasi jeder Linux-Distribution, aber diese Routine hat bis jetzt stets was von “Python 2.x not found: python, not installing bindings” erzählt. Bekannte fehlerhafte Ausgabe seit Ewigkeiten, funktioniert hat das trotzdem (Python 2.x und 3.x sind üblicherweise parallel installiert, da es immer noch auf 2.x aufsetzende Programme gibt).

Liegt’s an ewig währenden Transitions in sid(uction) oder gar an einem nicht mehr für möglich gehaltenen Fix in VBox (ungerade Versionsnummern wie 5.2.23 sind Testbuilds)? Oder ist der Fix ein Versehen und bei der nächsten Version dürfen wir die liebgewonnene Ausgabe wieder begrüßen? ;-)

siduction: Workaround fuer Sound

siduction ist derzeit tonlos, hat man auf libasound2* 1.1.7-1 aktualisiert. Die im Paket libasound2-plugins enthaltenen Softlinks in “/etc/alsa/conf.d” zeigen auf “/usr/share/alsa/alsa.conf.d” (dort liegt im Moment lediglich pulse.conf) und damit ins Leere.

Ein Downdate auf 1.1.6-1+b1 würde es zwar umgehen, ist aber nicht nötig. Es genügt ein simples Umbenennen mit root-Rechten von “/etc/alsa/conf.d” mit anschließendem Reboot.

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mv /etc/alsa/conf.d{,_bak}

2018-11-04: Das Update auf 1.1.7-2 (changelog) reicht die fehlenden 11 .conf-Files nach. Da die Softlinks neu geschrieben werden, kann obige Umbenennung nun entfernt werden:

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rm -R /etc/alsa/conf.d_bak

Vulnerability in systemd (CVE-2018-15688)

Bei der aktuellen Vulnerability CVE-2018-15688, systemd betreffend, können sich zumindest sid(uction)-User wieder zurücklehnen, d-u für systemd 239-11 vorausgesetzt. Freilich fahren Server nicht mit sid (und normale Linux-User auch nicht). Also sollte man da Licht ans Rad machen, sowohl seitens der Maintainer in den Distributionen – der Fix ist seit 11 Tagen durch Lennart Poettering bereitgestellt – als auch der Admins (und User, selbstredend).

Btw., “Red Hat would like to thank Ubuntu Security Team for reporting this issue.” (Zitat von access.redhat.com/security/cve/cve-2018-15688). Abgesehen davon, daß das UST nur weitergeleitet hat, Danksagungen durch Canonical an eine andere Distribution sind mir bisher nicht erinnerlich.

Lubuntu mit LXQt

LXQt

siduction hat vor weit über 4 Jahren als erste Distribution einen Flavor mit LXQt angeboten gehabt, damals natürlich noch mit der niedrigen Version 0.7 (wobei unter Linux bzw. bei OSS 0.x-Versionsstände nur aussagen, daß noch nicht sämtliche geplanten Funktionen enthalten sind), aktuell ist 0.13. Hauptanteil daran hat bis heute Alf Gaida, der als Entwickler gefühlt “überall” mitspielt. ;-)

Nach Jahren der Versprechungen, bei der nächsten Version wolle man, blabla, und einem “Lubuntu-Next”-Paralleltestlauf steigt man mit dem am Donnerstag erscheinenden Lubuntu 18.10 endlich auf LXQt um.

Read more “Lubuntu mit LXQt”

siduction: grub zurueck zu pure ASCII

Das grafische Grub-Menu in siduction widerspricht meinem Schönheitsempfinden. Lieber pure ASCII (bin ich eh ein Fan von).

In einer root-Shell ausführen:

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apt purge patience-grub-theme
update-grub

Vergißt man das Aktualisieren von grub, ist dieser zwar nichtgrafisch, weil schlicht entsprechende Files weg sind, aber es kommt zu einer Fehlermeldung, daß “/usr/share/grub/themes/patience/theme.txt” nicht gefunden wird. Weitergebootet wird nach einigen Sekunden trotzdem.

Danach sollte man sich ansehen, ob man nicht bei einem

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apt --purge autoremove

zu deinstallierende Pakete doch noch brauchen könnte, bspw. die Icons. In einer siduction-Test-VM würden “breeze-cursor-theme* creativecommons3* patience-lxqt-artwork* patience-sddm-settings* siduction-icons*” gepurged werden. Will man das nicht, setzt man gewünschte(s) Paket(e) zuvor auf manuell installiert, im Beispiel:

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apt-mark manual siduction-icons*