endeavouros, das Image

endeavouros logo
Spielt man mit Links, kann man mit ein wenig Phantasie endeavouros bereits ziehen, auch wenn auf der Website noch nicht offiziell verkündet. Ich bin fair und verrate ihn nicht. :-p

Jedoch weise ich auf bekannte Probleme der Installation hin. Diese hat es auch bei der dritten Vorabversion gegeben (neben kleineren Geschichten). Gerade was die Partitionierung oder (von mir sowieso abgelehntes) Dualboot angehen, sollte man bedacht vorgehen.

Genaugenommen ist das Ganze mit den Problemen noch kein Final Release, aber sei’s drum! Von einer Verschlüsselung derzeit noch abgesehen (ursächlich diese Calamares-Version, upstream zu beheben) ist alles umgehbar.

Tip von mir noch zu einer Installation in einer VBox-VM: Sowohl CSM/MBR als auch UEFI/GPT sollten möglich sein, jedoch sollte als virtuelle GPU VBoxSVGA, nicht VMSVGA (der VMware-Treiber) gewählt werden. Bei letzterer bleibt das Booten einfach stehen.

Nachtrag: So, jetzt ist endeavouros offiziell freigegeben.

Btw., auf Nachfrage Interessierter nach einem Torrent meint Bryanpwo, Project Leader, “Later this week (…).”. Dabei wäre es gerade direkt nach Freigabe, also jetzt, besonders sinnvoll. Man merkt, wie der Server (Strato…) in die Knie geht.

Eine knappe halbe Stunde danach ;) hat das Team weitere Links auf github bereitgestellt, auch zu endeavouros-2019.07.15-x86_64.torrent. Prima.

antergos’ Reinkarnation: endeavouros

EndeavourOS

Der Name

Der Name der neuen arch-basierten Distribution birgt verdammt viel Potential einer Falschschreibung, insbesondere die englische Schreibung statt der amerikanischen (wie schon beim namentlichen Space Shuttle, auf das sich die Protagonisten beziehen). Dazu das Anfangs-“e” und/oder “os” versal oder nicht. Auch, wenn ich gemeinhin die jeweiligen Eigenschreibweisen verwende, werde ich nicht schreiend durchgängig großschreiben, sondern wie bei anderen Linux-Distributionen gezieltes Understatement, also endeavouros (und auch so gesprochen).

Nein, Namen sind nicht Schall und Rauch, im Gegenteil mit Logo/Schriftzug Aushängeschild. Freilich bekommen sie erst durch den Inhalt Bedeutung. Nun, gegenüber antergos (abgeleitet vom galicischen Wort für Ahnen) erscheint mir die Hernahme eines bestehenden und bedeutungsbesetzten Wortes nicht einfallsreich (beim Logo hat es auch einen besseren Vorschlag gegeben).

Der Inhalt

Aber konzentrieren wir uns auf eben den Inhalt. archlinux ist eine Rolling Release Distribution, d.h., es gibt keine Release Dates wie bei den meisten Linux-Distributionen (bspw. letztes Wochenende debian 10 buster, stable, wie langweilig), sondern laufende Aktualisierung. Das funktioniert sogar sehr gut (siduction versucht das auch, aber debian sid, auf dem es basiert, hat per se permanenten Entwicklungsstatus, ist keine RRD für Produktivsysteme, da knirscht es zuweilen bei Transitions gewaltig). Jedoch ist arch keine Distribution für nach-Jahren-noch-nicht-weiter-Ubuntu-User. Das zeigt schon der nerdige Registrierungsvorgang auf archlinux.org (es ist die Ausgabe einer Shell-Befehlszeile zu copypasten).

Nichtsdestotrotz muß man ja nicht alles unnötig erschweren (wobei…Ubuntu hätte es in den letzten Jahren gutgetan…verspielt). So hat vor etlichen Jahren bereits ein Script Dritter die Basisinstallation zeitgemäß angepackt. Das an sich würde auch heute genügen, es muß keine extra Distribution geben. Hat es aber mit cinnarch, das später zu antergos umbenannt worden ist, da Cinnamon nicht mehr das default DE gewesen ist. Die nicht mal Handvoll Macher haben 7 Jahre durchgehalten. Das ist in diesem Metier beachtlich.

Antergos ist sehr nah an archlinux (gewesen), hat nichts zurückgehalten oder verändert wie Manjaro (das bringt diesem immer wieder Kritik ein), nur wenige zusätzliche Pakete in einem extra Repository angeboten und dazu einen anständigen Installer geliefert (auch, wenn cnchi bisweilen Probleme gehabt hat).

Das hat nun auch den Vorteil, daß man aus einem antergos leicht ein arch zaubern kann (antergos-Repo, das eh abgeschaltet werden wird, ‘raus, daraus installierte Pakete und deren Abhängigkeiten deinstallieren, wenn für nötig erachtet, entsprechendes aus einem AUR ähnlich einem PPA wieder installieren). Ja, strikte arch-User werden auch das anders sehen, von wegen nur arch-User wüßten, was sie installiert haben…haha, dem steht aber so manches trübe Posting entgegen.

Ende und Neuanfang

2019-05-21 haben die Maintainer nun bekanntgegeben gehabt, antergos einzustellen (es ist schon etwas im Busch gewesen, da der monatliche Snapshot ausgeblieben ist). Nach nur sehr kurzer Zeit haben sich jedoch dafür neue Leute aus der bislang zweiten Reihe gefunden, die Distribution unter neuem Namen leicht verändert fortzuführen (z.B. mit calamares statt hauseigenem cnchi). Seitdem gibt es gefühlt soviel Traffic im noch bestehenden antergos-Forum und vor allem im seit 2019-07-02 freigeschaltetem neuem endeavouros-Forum (mit endlich brauchbarer Foren-Software statt dieses miesen WP-Plugins) wie in den letzten Jahren nicht.

Dabei gibt es auch Träumereien mancher, was alles ‘rein sollte (welch ein Unsinn – schlank und so original wie möglich), die meisten antergos-User freuen sich einfach, daß es mit frischem Wind weitergeht. Man sollte freilich wirklich nicht vergessen, daß es derzeit nur 3 Enthusiasten sind. Da man jedoch noch näher an arch bleiben will, als es antergos eh schon gewesen ist, sollte die Sache machbar sein. Und Nischendistribution her oder hin, man könnte jederzeit auf archlinux switchen.

Es sind 3 öffentliche Dev-Versionen erschienen. Für heute, 2019-07-15, ist die Final der sog. offline-Version angekündigt. Gut, das ist ein festes Datum, aber es muß ja mal anfangen. ;-)

VirtualBox: Kernel 5.0 nun auch im Guest

VirtualBox 6.0.4 kommt mit Kernel 5.0.x zurecht – aber nur im Host. In einer Linux-VM bislang nur ohne GuestAdditions, auch nicht mit 6.0.5er Testbuilds oder auch 6.0.97er Development Snapshots – bis heute.

Endlich (und wir sind schon bei Kernel 5.0.4, 5.1 liegt bereits als rc2 vor) werden mit VBoxGuestAdditions_6.0.5-129577.iso die Module gebaut (Nachtrag: mittlerweile sind höhere Testbuilds erschienen). Es können damit aktuelle Kernels in Virtual Machines bzw. auch entsprechend aktuelle Linux-Distributionen (antergos, siduction) in VMs genutzt oder getestet werden (selbst LDisco ist seit kurzer Zeit nach ewigem Stillstand auf aktuellen Kernel gewechselt – mit 5.1 wird das allerdings bis zum Release nichts mehr).

Die GA allein sollten zwar genügen, ich setze freilich seit langem insgesamt aktuelle Testbuilds von VBox, GA und EP ein (so nicht gerade mal ein Release aktueller sein sollte…für einen kurzen Zeitraum).

Update 2019-04-16: VBox 6.0.6 ist erschienen.

SystemRescueCd mit archlinux-Unterbau

SystemRescueCd Menu

Live-Systeme wie SystemRescueCd sollten in keinem IT-Werkzeugkasten fehlen. Mit der heute erschienenen v6.0.0 (Update) wechselt SysRescCd die Basis von bisher Gentoo auf archlinux. Ein Schritt, den ich persönlich begrüße, obgleich ich die Gründe zwar nicht kenne, jedoch hauptsächlich begrenzte Manpower vermute.

Das könnte übersehen, wer gewohnt startx oder ein Tool wie z.B. testdisk ausführt.

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VitualBox: Installation ueber .run

Altägyptisch oder bleeding edge. Aktuelles Beispiel: In siduction wird anders als in sid Kernel 4.20 installiert (towo ist da glücklicherweise agil). Wer VirtualBox aus den debian-Repositories nutzt, bekommt bislang nur 5.2.22, das jedoch inkompatibel zu Kernel 4.20 ist.

VBox 6.0.0 ist kompatibel zu Kernel 4.20. Man kann zwar das VBox-Repo einbinden, daraus aber nur für debian stable und oldstable installieren, was im Normalfall unter sid(uction) wegen Dependencies fehlschlägt. Für Ubuntu gebaute Pakete in debian installieren ist auch nicht die gescheiteste Idee (auch wenn die für Bionic momentan laufen sollen).

Dann sollte man so flexibel sein und die .run-Files nutzen, statt wie ein User im siduction-Forum zu jammern, er wolle nur installieren, was “über apt oder dpkg” geht, und deshalb bei der letzten 4.19 bleiben (von der Paketverwaltung abgesehen, was er meint und womit er natürlich Recht hat, erntet er meinerseits dennoch Unverständnis, man fährt doch keine bleeding-edge-RRD, um ausgerechnet beim Kernel stehenzubleiben bzw. zurückzugehen). Fremdpakete aus Sicht der Distribution sind es so und so, aber in diesem Fall bzw. aus Sicht VBox’ sind sie das Original.

Das Ganze ist auch nicht schwieriger, mehr noch, man kann das so unter diversen Distributionen durchführen, bspw. unter siduction und antergos die jeweils selben .run-Files (braucht sie also auch nur 1x ziehen) und bis auf sudo vs. root-Terminal gleich. Zudem kann man Testbuilds nutzen, die ihrerseits ggf. Fixes ggü. dem letzten Release enthalten. Der einzige Nachteil ist lediglich, daß man sich selbst um neue Versionen kümmern muß (und das Interesse für derlei setze ich bei Usern, die bewußt brandaktuelle Distributionen fahren, voraus).

Ich selbst nutze seit längerem VirtualBox*.run unter (bis vor einiger Zeit noch Lubuntu,) siduction, antergos (die gemischte Groß-/Kleinschreibung für solche Namen ist übrigens kein ständiger Fehler meinerseits, falls das jemand annimmt, sondern jeweilige Eigenschreibweise). Insbesondere durch die nicht aufhörenden Probleme mit dem Lubuntu-Host seit Kernel 4.15 (nur dort, nicht in siduction und antergos, reproduzierbare Freezes unterschiedlicher VMs und das Suchen nach den Ursachen) haben mich das jeweils aktuelle Testbuild installieren lassen, mittlerweile mache ich das standardmäßig (nur nicht, wenn das Release gerade mal neuer ist) und fahre damit sehr gut. Natürlich weiß ich, was das bedeutet und kann damit umgehen.

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Installation VirtualBox 6.0.12 über .run

  1. Ein ggf. installiertes Extension Pack deinstallieren:
    1
    
    sudo VBoxManage extpack uninstall "Oracle VM VirtualBox Extension Pack"
  2. Eine ggf. installierte VBox-deb-Version deinstallieren:
    1
    2
    
    killall -9 virtualbox 
    sudo apt-get purge virtualbox*
  3. Zum Kompilieren der Kernel-Module nötige Pakete installieren:
    1
    
    sudo apt-get install build-essential dkms linux-headers-$(uname -r)
  4. VirtualBox*.run ziehen:
    1
    2
    
    cd ~/Downloads/
    wget https://download.virtualbox.org/virtualbox/6.0.12/VirtualBox-6.0.12-133076-Linux_amd64.run
  5. Aktuelle VBox-Version installieren:
    1
    
    sudo sh Virt*
  6. Weiter geht es in meinem Tutorial VirtualBox: Repository in Ubuntu hinzufügen mit Punkt 8, “Entsprechende Version des Extension Packs ziehen”.

Soll ein so installiertes VBox wieder deinstalliert werden, sollte zuerst wie oben geschrieben das Extension Pack deinstalliert werden, danach VBox selbst (das EP bliebe anderenfalls erhalten, aber nicht nutzbar):

1
sudo sh Virt* uninstall

Aktueller Kurzhinweis: shared folders crashen VMs

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Update 2019-09-03: Aktualisiert auf v6.0.12.
Update 2019-07-16: Aktualisiert auf v6.0.10.
Update 2019-05-14: Aktualisiert auf v6.0.8.
Update 2019-04-16: Aktualisiert auf v6.0.6.
Update 2019-01-28: Aktualisiert auf v6.0.4.
Update 2019-01-15: Aktualisiert auf v6.0.2.

antergos: HDD-Mindestkapazitaet mit cnchi

Da die Installationsroutine in antergos 18.9 einen verhindernden cnchi-Fehler gehabt hat – natürlich genau in dem Moment, als ich es habe installieren wollen – checke ich das aktuelle Image kurz, um nicht mehrere nun veraltete zusätzlich aufheben zu müssen (denn die Mirrors haben auch stets nur die monatlich aktuelle Version vorliegen…und sei sie auch kaputt…). Kurzerhand habe ich eine bereits vorhandene VM ohne installiertes OS nutzen wollen. Diese hat eine 10 GiB große virtuelle Harddisk, eigentlich für den Test kein Problem.

cnchi hat in 0.16.1 (aktuell in antergos 18.12 ist mittlerweile 0.16.21) jedoch “set MIN_SIZE” von ehedem 8 GiB auf 16 GiB angehoben (“has at least 16.0GB available storage space.”) und läßt sich auch nicht wie bei Lubuntu mit ehedem ubiquity simpel austricksen, indem man bspw. einen freien USB-Stick für in Summe mindestens 8 GiB steckt oder in der VM eine zweite Harddisk anhängt.

Man kann aber die Routine beenden und in LXTerminal (zweites Icon in der Leiste oben) den Check disablen, allerdings insgesamt, nicht nur die Mindestkapazität:

1
cnchi -n