Aug
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Anfang vorigen Monats habe ich den zu dieser Zeit aktuellen Kernel 2.6.25.10 installiert, dabei die neue KernelCheck-Version 1.1.4 getestet. Mit KernelCheck (ein Script bzw. eine Scriptsammlung mit Frontend) ist dies sehr einfach moeglich.
Der unspektakulaere Name ruehrt daher, dass auf aktuelle Kernelversionen auf kernel.org abgefragt wird (Vanilla genannt), sprich die letzte Final und Dev. Auch nur die sind so ziehbar (also keine Version davor z.B.). Das Procedere gestaltet sich fuer den User aber wirklich aeusserst einfach:
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Click auf [Get Kernel Information]
- gewuenschten Kernel auswaehlen
- Unter “Advanced Options” eventuell noch Xserver-Reconfigure und Envy-Installation auswaehlen
- Click im Pulldown Menu auf “Program/Build New Kernel”
KernelCheck zieht die Sources und startet die Konfigurationsoberflaeche, die man zuvor installiert hat (an dieser Stelle gleich der wohlmeinende Tip, zuvor http://wiki.ubuntuusers.de/Kernel zu lesen). Man muss nicht die 4000 Konfigurationszeilen abklappern (als ich das erste Mal einen Kernel manuell kompiliert habe, bin ich tatsaechlich fast alles durchgegangen, was am laengsten gedauert hat). Das bereits vorhandene .config wird eingelesen und man kann es vorerst uebernehmen. Theoretisch, denn ein Punkt ist echt krass: Disabled man
Kernel hacking/Compile the kernel with debug info
nicht, wird der kompilierte Kernel statt weniger MB ueber 100 Meg groß. Oha! Eine Ubuntu-Eigenart.
Desweiteren sollte die CPU-Familie angepasst werden, beispielsweise auf Core 2, sofern man einen solchen hat. Beim voreingestellten 586er verschenkt man ansonsten.
Konfiguration speichern, menuconfig/gconfig/xconfig schliessen – KernelCheck beginnt automatisch das Kompilieren. Auf einem C2D/2.4 und 2 GB RAM braucht dies ~30 min. Einer der seltenen Anblicke im CPU-Monitor, daß beide Kerne tatsaechlich mal auf 2.39 GHz hochgehen. ;) Hoert man noch mp3, dauert der Spass natuerlich laenger.
KernelCheck kuemmert sich auch um den Rest wie das Eintragen in Grub. Hat man zuvor weitere Kernelversionen installiert, aber nicht vollstaendig entfernt gehabt, werden sie gefunden und mit eingetragen. Nunja, hab’ ich letzte Nacht nach Kompilieren von 2.6.26.1 den frueher getesteten 2.6.27-rc1 eben gepurged.
Welche Probleme sind zu erwarten…unabhaengig, ob manuell oder mit KernelCheck muss bei einem neuen Kernel der GPU-Treiber neu installiert werden, hier nvidia (mittels EnvyNG). Meist funktioniert das auch, nur hat wohl die Deinstallation eines .25er und des .27-rc1 vor einigen Tagen irgendwas irreparabel hinterhergerissen, weshalb ich seitdem nur mit nv habe fahren koennen (fuer den Moment nicht tragisch, da ich eh kein Spieler bin). Mit Installation von 2.6.26.1 habe ich’s wieder hinbiegen können. ;)
Ein weiteres, jedoch leicht loesbares Problem ist der Sound, der sich bei jeder Kernel-Installation ausser der Reihe verabschiedet. Es ist das Paket alsa-driver (aktuell ist v1.0.17) neu zu kompilieren. Nach einem Reboot gibt’s auch wieder was auf die Ohren.
Ergibt sich vielleicht fuer manche die Frage: Wieso macht axt das eigentlich alles? – Weshalb nicht? :^)
Nun, im Ernst, die Changelogs sollten Antwort genug sein. Ausserdem bin ich bekannt dafuer, staendig aktuellste Versionen einzusetzen. Dieses komische Windows auf der anderen Partition besteht praktisch nur noch aus Betas und RCs…und ich bekomm’ das einfach nicht kaputt.
Update 2008-08-07: Aktueller Vanilla-Kernel ist 2.6.26.2 – laeuft mit Hardy, wie sich das gehoert. ;)
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