Hurra, SP1 fuer Vista ist fertig…der gemeine Redmond-Juenger bekommt es nur noch nicht.

Also die Clientel, die sich mit diesem imho Murks herumschlagen muss. Man wolle es in Wellen verbreiten. Zuerst bekommen es die Presswerke fuer neue Scheiben des sympathischen Weltmarktfuehrers. Und schon anderthalb Monate spaeter darf man es im Downloadcenter anklicken. Das ist dann abgehangen und darf sogleich nach zwei Patchdays nachgewuerzt werden. Bereits einen weiteren Monat spaeter schwappt ueber Windowsupdate die dritte Welle heran. Toll.

Nicht mitgekommen? Wer sich in dem Wust unterschiedlicher Vista-Versionen zurechtfindet, sollte doch hier klar sehen.

Zumal das Dahaben eines der Installationsarchive (wer nicht gerade en, de, fr, es oder jp spricht, hat eh vorlaeufig den Zonk) noch gar nichts bedeutet. Denn es sollen da wohl irgendwelche Treiber noch nicht so ganz konform geschrieben worden sein (na, das ist ja nun ganz neu…), auf dass die Aktualisierungsroutine kurzerhand abbricht. Das kann man aber auch positiv sehen, denn wer nimmt schon an, dass die Updaterei mehrere Stunden dauern kann?

Dann erstellt man sich eben eine Slipstream-DVD, wie man es als CD schon mit NT4, 2k und XP gemacht hat – denkste! Nicht mit SP1 fuer VT. Die Integrate-Funktion hat man schlicht entsorgt. Selbst vLite schafft das derzeit nicht (arbeitet intern sicherlich mit eben dieser Funktion).

Gegeben sei nun ein Rechner, der neu mit VT installiert und auf aktuellen Stand gehievt werden soll. Man installiert also VT. Je nach Version kann das schon mal ausufern (es gibt Recovery-DVDs, die laenger brauchen als ein Win-Setup). Es folgen diverse Treiber. Jetzt das SP1…

Wird nix. Wieso nicht? VT muss auf aktuellem Patchlevel sein. Eindeutiges “Hae?!”.

Ja, da soll wohl grundlegendes an der Update-Funktion geaendert worden sein. Die wohl drei kleineren Patches muessen erst ins System…

Na, das kann man verstehen. Es ist voellig unmoeglich, in die Update-Routine von SP1 eine Abfrage einzubauen, ob besagte Files auf benoetigtem Stand sind, um diese ggf. zu Anfang zu installieren und meinetwegen die Routine neu zu starten. Das ist schliesslich ein hochkomplexes System, was offensichtlich keiner mehr so richtig ueberblickt.

Irgendwann hat man das Software-Gewuerge dann auf dem Rechner. Und ein Tag ist vergangen. Wozu hat man das System eigentlich noch installiert, ach, beinahe vergessen, man will ja damit arbeiten…die Anwendungssoftware fehlt noch…

Wieso habe ich eigentlich kein Mitleid mit Usern, die sich einer solchen Selbstkasteiung hingeben?

comments

one response to “Service, abgepackt”

  1. node-0 » Blog Archiv » Microsoft Windows Vista: Service Pack 1 fertig on February 4th, 2008 18:12

    [...] Nicht besonders gut weg kommt das Service Pack auch bei axebase.net, dort geht es aber eher um die Tatsache, dass Anwender das neue Service Pack offenbar fuer geraume Zeit nicht werden downloaden koennen. Schade eigentlich, denn das konterkariert doch den Sinn und Zweck eines solchen Service Packs voellig. Komische Produkt- und Sicherheitspolitik, aber das kennen wir vom “sympathischen Weltmarktfuehrer”« ja schon … [...]

Politiker-Stop