Jan
21
Stumpfe Spitze
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Letztes Jahr hat eine Handelskette nicht viel -,realitaetssinn bewiesen, als sie die Kundenakzeptanz linuxbasierter Rechner hat herausfinden wollen. Preisdruck ist das Eine, aber woher in Gottes Namen hat man 2006 noch Celeron 850 Mhz mit entsprechenden Boards bekommen und wer soll das kaufen…Dass bei einem Vk. ~200 EUR nur…einfache Komponenten onboard zum Einsatz kommen, duerfte klar sein. VIA CrystalRock…gluecklicherweise sind unter WinXP KT266-IGP-Treiber installierbar gewesen.
Was mich zum Punkt bringt. Original installiert worden ist ausgerechnet Linspire Linux. Bei diesem kommerziellen selbsternannten “The World’s Easiest Desktop Linux” (Spire = Turmspitze) hat sich der Kunde, dessen Rechner ich gestern auf dem Tisch gehabt habe, doch verloren gefuehlt. Der Fairness halber, jede Linux-Distribution verlangt Beschaeftigung mit der Materie. Der Kd. hat trotzdem ein WinXP nachgekauft und sich das von mir installieren lassen. Das niedere OS halt zuerst 8-)
Dazu auf weiterer Partition besagtes Linspire (mitgekauft heisst wohl benutzen muessen). Offenbar glaubt der Kd., etwas zu verpassen. Bei Linux auf jeden Fall, bei Linspire…nunja.
Schon die Partitionierung ist ein Klimmzug ohnegleichen. Jede vernuenftige Linux-Distri bringt ein Partition-Tool mit, um ggf. auch vorhandene Windows-Partitions zu verkleinern. Das ist bei meiner Partitionierung mit der WinXP-CD noch nicht mal noetig gewesen, habe ich doch genuegend unpartitioniert gelassen (Linspire verwendet uebrigens ReiserFS). Nur, dass Linspire mit Ausschliesslichkeitsanspruch damit nichts anzufangen weiss. Es sieht den freien Platz gar nicht. Nur die NTFS-Partitions.
Also Linspire-CD wieder ‘raus und GPartEd-CD ‘rein. Eine ext3- und eine Swap-Partition (vorbeugend, falls Linspire das auch nicht kann) erstellt. Nunmehr hat das Linspire-Setup die angedachte Partition erkannt, stur aber auf ReiserFS beharrt. Von mir aus.
Und lohnt sich denn der Aufwand wenigstens? Klare Antwort: Nein.
Linspire Linux ist oberflaechenmaessig erstmal nichts anderes als KDE, freilich um wichtiges abgespeckt. Oder kann mir wer sagen, wo die Console versteckt ist? Oder alternativ irgendein Tool, um Grub mitzuteilen, er moege standardmaessig WinXP booten (wenn man nicht staendig an nur einem Rechner haengt, das Bootmenu verpasst, aber Windows durch Install diverser Updates und dergleichen laufend rebooten muss, kann einen das in den Wahnsinn treiben).
Dafuer hat Linspire an ihrer Distribution ueberall herumeditiert. CNR Warehouse, ja, Geld verdienen.
Haette der Kd. besser auf meinen Rat gehoert und sich Ubuntu installieren lassen. Damit haette er etwas anfangen koennen, jede Menge aktuelle Buecher dazu kaufen koennen und bei Problemen auf ubuntuusers.de (mit einzigartigem Wiki) um Rat fragen koennen.
Nebenbei waere mir sinnfreie Booterei allein schon durch die Partitionierungsorgie erspart geblieben. Und ihm eine Distribution, die er sicherlich naechste Woche durch Zurueckschreiben des MBRs wieder loswerden will. Jede Wette.
Jan
21
Mal eben die Schutzfolie von der Handyknipse gezogen (wer braucht so’n Ding schon). Die Qualitaet ist also erklaerlich.
Und nein, ich bin’s nicht. Sofern man mich nicht reizt, liebe Kd. und Koll. >:->
Jan
17
Mitternaechtlicher Kreuzzug
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Waehrend einige Filialen einer Elektronikkette extra fuer das Verkaufsspektakel des neuen “World of Warcraft”-Add-ons “The Burning Crusader” in der Nacht zum Dienstag geoeffnet hatten, konnten sich Leipziger Fans dieses online-Games ihr Exemplar durch einen bekannten Computerfachmarkt in Lindenau mit Hilfe eines lokalen Taxiunternehmens zustellen lassen. Punkt 0:00 hielt ein junges Paar aus Gruenau, das sich sogar durch dieses Spiel kennengelernt hatte, wie Daniel Grosse, freier Journalist, berichten konnte, als wahrscheinlich erste WoW-Spieler in Leipzig ihr Spiel in den Haenden.
Jan
16
Zwischen zwei Zuegen
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Jan
9
Der CEO telefoniert
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Der charismatische CEO einer weissen Computerfirma (ach, nein, “Computer” ist nunmehr aus dem Namen getilgt) hat auf deren wichtigsten Veranstaltung eines jeden Jahres heute nach der ueblichen Selbstbeweihraeucherung nicht etwa einen neuen oder verbesserten Computer (Intel liefert tatsaechlich noch Core 1 Duo?), nein, einen schwarzen PDA mit Telefoniefunktion zum Daraufherumfingern ohne Stift vorgestellt und erntet fuer die selbstbetitelte Revolution (schlage ich zum Unwort der letzten Jahre vor) vom angereisten Fanpublikum – das Kleingedruckte (599 USD plus tax bei einem “2 year contract”) sieht wohl keiner?! – auch noch standing ovations. Unbegreiflich.
Jan
1
Nach dem Gipfel
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Die Menschheit begruesst ein neues Jahr (hurra, Deutschland hat endlich 3% mehr und wenn’s auch nur die Mwst. ist) oder ist sie doch nur froh, das alte los zu sein, genauso wie sie in 365 Tagen dieselbe hohle Zeremonie erneut begeht. Manche Zeitgenossen gebaerden sich am letzten Tag eines alten Jahres, als gaebe es kein Morgen mehr. Der Zeitpunkt einer neuen Runde ist willkuerlich gesetzt, da ist es auch voellig unerheblich, ob man 0:00 in ein lautes Happy New Year einstimmt oder den Abend Webradio hoerend das Wahnsinnsereignis 20 Sekunden spaeter nebenbei mitbekommt. Wayne.
