Letzte Nacht MESZ hat Canonical das erste Pointrelease von Ubuntu Lucid Lynx freigegeben. Eine LTS-Version (Long Term Support) wird 3 Jahre (Desktop) und 5 Jahre (Server) supportet. Da passiert es leicht, installiert man irgendwann die “Urversion”, dass man quasi ebenso viel waehrend der Installation oder gleich danach an Updates ziehen muss. Daher werden von Zeit zu Zeit aus geprueften Snapshots aktualisierte vollstaendige Installations-Images erstellt, die die .0er Versionen ersetzen, Pointreleases eben.

Zur Aktualisierung installierter und stets aktuell gehaltener Lucid-Systeme sind Pointreleases nicht noetig, vereinfachen freilich Neuinstallationen oder Distupgrades erheblich. So ganz nebenbei sollten nach Release bekannt gewordene Bugs gefixt worden sein.

In seinem Blog gibt Mark Shuttleworth den Namen fuer die uebernaechste Ubuntu-Version 11.04 bekannt: Natty Narwhal (der Narwal ist eine Art aus der Unterordnung der Zahnwale). Die meist im Deutschen besch…klingende Uebersetzung spare ich mir allerdings. Von dem, was sich Mark so tolles ausdenkt, bleibt erfahrungsgemaess auch nicht so viel uebrig, so dass wir uns besser erstmal auf Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat am 2010-10-10, sprich ten-ten-ten, freuen.

Arktis und Tropen

“Da machste was mit!” meint das Fensterthermometer. “Selbst im Schatten.”

(Lichtverhaeltnisse speziell im dunklen Februar fuer die Digiknipse im Handy logischerweise nicht so optimal.)

Die Sensoren im Rechner melden erfreulicherweise nur minimal mehr bei immerhin aktuell 32°C Zimmertemperatur. Der CPU-Cooler tourt eh nur bei laengerem Kompilieren etwas hoch.

Ihr solltet jedoch Eure Temperaturen im Auge behalten. In der Paketverwaltung unter Ubuntu finden sich so einige Tools dazu, z.B. XSensors.

“Servers are having a hard time…Please bear with us while fixing this.” kann man seit mittlerweile ueber einen vollen Tag (Nacht inklusive, versteht sich) auf einer Fehlerseite von uu-de lesen. Vermutlich die bislang laengste Downtime in der Geschichte des groessten deutschsprachigen Ubuntu-Portals. Betroffen sind alle Teilbereiche Wiki, Forum, Ikhaya und Planet.

Wer seine Glaskugel geputzt oder einfach nur mitgedacht hat, hat Anfang April eines der beiden Archive des statischen Wikis gezogen. Dies wird aller zwei Jahre erstellt (m.E. ein viel zu langer Zeitraum). Nicht enthalten sind Baustellen-Artikel, also noch in Bearbeitung befindliche, die Online-Suche logischerweise ebenfalls nicht. Man findet jedoch trotzdessen schnell gesuchtes. Bis uu-de wieder laeuft (und auch zum Unterwegsdabeihaben), ist staticWiki auf jeden Fall eine Alternative.

Und wie nun ‘rankommen, wenn uu-de im Datennirwana steckt?

Das Archiv ohne Images (7 MiB) lege ich auf meinen Space:

Wer ueber Torrent ziehen moechte, insbesondere das 412.8 MiB grosse Archiv mit Images, klickt folgendes (offizielle von uu-de angebotene Datei):

Update: [behind.ubuntuusers.de] Downtime von ubuntuusers.de

Update 2010-07-09: Nachdem seit den Abendstunden vergangenen Montags uu-de wieder aus dem Schattenreich aufgetaucht ist…ist es seit heute Morgen wieder versunken (“503 Service Unavailable. No server is available to handle this request.”). Nach mehr als einer Stunde (seitdem ich das beobachte) hat sich ein Mod (aktuell sind über 10 vertreten) im IRC-Channel #ubuntuusers nun auch zu einer Topic-Anpassung entschieden: “Es gibt keine aktuellen Informationen zum Serverdown. Wir arbeiten daran.”

Search Strings axebase.net besuchender User sind zuweilen recht interessant, insbesondere Haeufigkeiten von Wiederholungen. Man mag meinen, ursaechlich sind die Referrer von forum.ubuntuusers.de, trotzdessen kristallisieren sich einige heraus. So sind stets von gesteigertem Interesse aktuelle Versionen beliebter Programme wie Firefox, Thunderbird und vlc, die erst in naechster Ubuntu-Version Einzug in dessen Repositories finden (wenn man Pech hat, jeweils erst in knapp 6 Monaten). Der Dauerbrenner in uu-de Flash laesst sich auch hier in den Suchzeichenketten nicht vermissen (was auch immer daran so wahnsinnig schwer sein soll…sofern man einfach mal den entsprechenden Wiki-Eintrag liesst).

Ein nicht geringer Teil dagegen sucht Infos, wie man einen neueren Kernel in Ubuntu integriert. Ein Grund dafuer kann bessere oder ueberhaupt erstmal Unterstuetzung eines speziellen sehr neuen WLAN-NICs sein.

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Der Hersteller des Flashplayers/-plugins hat es zwar 5 Tage nach Bekanntwerden einer (weiteren) schwerwiegenden Sicherheitsluecke geschafft, 32-bit-Versionen der schon laenger in Entwicklung befindlichen v10.1 zu finalisieren, aber gleich mal die bisherige (gut funktionierende) dev-Version fuer Linux/64 bit zu canceln. Bis auf weiteres. Irgendwie. Fuer OS aus Redmond und Cupertino hat’s bislang eh keine 64er gegeben.

Lachen oder Weinen. Mit Chromium/html5 kann man seit geraumer Zeit auch auf yt Filmchen gucken – ohne diesen Flashkram – nur ist das nicht das einzige Angebot dieser Art, obgleich das bedeutendste. Leider meinen viele Firmen, auf ihren Sites sowas k3wles einsetzen zu muessen. Flashfreie Alternative Fehlanzeige. Ist man aus welchen Gruenden auch immer auf Infos dieser Sites angewiesen (es sind ja nicht nur Shops, wo man sagen koennte, wer nicht will, der hat), steht man im Regen.

Also doch Flash. Vorerst. Hat man ein virtualisiertes OS wie Lucid/32 oder XP, koennte man es mit der 32-bit-Version “begluecken”. In Lucid/64 hilft nspluginwrapper. Der Einfachheit halber habe ich ein einfaches Shell-Script erstellt.

Es deinstalliert flashplugin-installer (und mehr-schlecht-als-recht-Alternativen), zieht und entpackt die aktuelle 32-bit-Version, installiert nspluginwrapper, dieses das Plugin, legt Softlinks an und restartet Firefox mit der Flash-Testsite. Ausfuehren in einer Shell:

sudo sh ./flash32on64.sh

Anwendung natuerlich stets auf eigenes Risiko (diesen Passus hat kuerzlich ein Spezi in uu-de nicht so recht verstanden).

Update 2010-06-14: Als ich am Sonntag das Script auf einem anderen Rechner habe ausführen wollen, habe ich festgestellt, dass v10.1.53.64 nun bereits vorhanden ist – in den Paketquellen. Wie das, wo doch keine 64-bit-Version freigegeben worden ist? Ganz einfach, es ist die 32-bit-Version, die ueber nspluginwrapper angesprochen wird – also genau dasselbe wie mit meinem Script zuvor. ;) Aber ich sag wenigstens dazu, welche Version da verwendet wird. Wie auch immer, ich lasse mein Script online. Moeglicherweise hilft’s unter Lucid-Vorgaengern.

Nun hat sich openoffice.org endlich durchgerungen, die Final von OOo v3.2.1 auch auf der Website bekanntzugeben. Weshalb das bei einem fertigen Programm auch immer derart lange braucht. Kleckerweise. md5sums fehlen z.B. nach wie vor, wobei man die von RC2 verwenden kann, da ueblicherweise der letzte RC, hier eben RC2, mit der Final identisch ist.

Um OOo als solches soll’s an dieser Stelle allerdings nicht gehen. Da aber gerade in der Vergangenheit mancher jener Nutzungswilligen, sagen wir mal, mit truebem Blick nicht von offiziellen Mirrors gezogen und stattdessen dubiose Vertraege abgeschlossen hat, warnt OOo eindringlich davor.

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Ausgehend von stetigen Nachfragen im Forum von uu-de scheint es auf so manchem Notebook unter Ubuntu 9.10 und 10.04 LTS Probleme mit der Display-Helligkeit als solcher sowie der Helligkeitsregelung ueber Fn-Tasten zu geben. Durch Nachtragen zweier Optionen in Grub lassen sich diese beheben.

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Venus, die roemische Goettin der Liebe, des erotischen Verlangens und der Schoenheit, geboren aus einer Muschel, verleiht ihren Namen auch einer Muschelgattung – und schoen sind sie unbestritten, die Asus-Netbooks der Seashell-Modellreihe.

netbooknews.de berichtet heute vom noch nicht offiziell vorgestellten Eee PC 1215N Seashell nebst Fotos eines Vorserienmodells mit diesmal auch aeusserlich erkennbaren Verbesserungen (kein Tatsch-Pad mehr um’s nun auch groessere Touchpad). Dazu bringt das Blog einen ersten Vergleich zum bisher die Seashell- und 12″-Netbookkrone innehabenden Eee PC 1201N Seashell.

Schneller rechnet das 1215N sicherlich nicht (Atom D510 mit IGP und “halbem Chipset” statt Atom 330 und Northbridge/Southbridge-Chipset, beide Dualcore, HT, Intel 64), die Grafik wird auch nicht schneller dargestellt werden (der Ion 2 hat produktpolitisch eine langsamere Anbindung), jedoch sollte durch den neueren Atom eine laengere Akkulaufzeit als ~4 h moeglich werden (der 330er hat keine Stromsparmodi, da von Intel eigentlich fuer Nettops vorgesehen). Ob der D510 weniger heiss als der 330 mit locker 65°C wird, wird man sehen.

Die neue Seemuschel erzeugt allerdings jetzt schon ein erotisches Verlangen. ;)

(…und ja, ich generiere durch ein solches Topic sicherlich Klicks, grin.)

Update 2010-05-21: netbooknews.com hat ein Video mit direkter Gegenueberstellung von 1201N und 1215N nachgeschoben. Ich empfehle 1080p – Kamerafrau Nicole ist in den Schminkspiegeln zu erahnen, grin. Aber im Ernst, sie haette die Netbooks zuvor wenigstens mal saeubern koennen.

Ich bin gebeten worden, einen kleinen Gastbeitrag zu veroeffentlichen. Dem komme ich natuerlich voellig uneigennuetzig nach. ;)

Linux – das unkomplizierte Betriebssystem

Vor ca. 9 Monaten habe ich noch gar nicht gewusst, was Linux ist und was es kann. Mittlerweile ist das anders. Ich bin begeistert, wie unproblematisch dieses System ist, und fuer gewoehnliche Computerbenutzer ist es absolut kostenlos. Das Tollste ist, es ist sofort einsatzbereit und man braucht kein teures Anti-Viren-Programm.

Einige meiner Bekannten finden es auch einfacher zu haendeln als Windows.

Auch, wenn ich noch jede Menge lernen muss und will ueber Linux, moechte ich es nicht wieder hergeben. Ich kann nur jedem, der bislang mit Windows arbeitet, raten, testet das andere System und Ihr werdet begeistert sein!

Annett F.

Nein, nicht R.SA ;), sondern RSA Security Inc.:

Na, loescht man das Zertifikat nun doch lieber gleich manuell oder ist es egal…aber wer weiss schon, ob die Version “oh, gehoert doch uns, wird aber nicht verwendet” morgen noch Gueltigkeit besitzt…

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Politiker-Stop