Hin und wieder werden Billigst-Notebooks um die 200 € als erschwinglich angesehene Alternative für leichte, mobile, stromsparende und/oder Test-Notebooks mit einer Linux-Distribution erworben. Dabei wird übersehen, daß dieses an allen Ecken und Enden Sparen (die als Pentium und Celeron vermarkteten Silvermont BayTrail sind keine im bisher technisch-gebräuchlichen Sinn, also auch keine beschnittenen Core i, sondern Atom-basiert) auch UEFI in 32 bit beschert. Dort lassen sich bisher weder für die CPU richtige Linux-Distributionen in 64 bit noch in 32 bit installieren. So erweist sich das Ganze als teurer Fehlkauf.

Folgend habe ich einige wichtige Links zusammengetragen, die dennoch Abhilfe schaffen könn(t)en:

Mit Interesse und Zeit (also nicht “muß gestern fertig sein”) sollte man sich die verschiedenen Tutorials und sonstigen Postings durchlesen (habe ich, jedoch kein entsprechendes Notebook, um dies durchtesten zu können).

Man kann freilich auch das mehr oder weniger fertig erstellte inoffizielle Xenial-Image für das T100ta verwenden. Dann hat man allerdings den riesigen Ubuntu-Unity-Overhead sowohl gezogen als auch installiert, den man nach einer sinnvollen Installation von lubuntu-desktop erst wieder entfernen müßte.

Aber schon wegen dieses ewigen Ignorierens des Problems auf Ubuntu-/Canonical-Seite trotz “Importance high” auf launchpad.net seit 2 Jahren würde ich debian-8.5.0-amd64-i386-netinst.iso testen (netinstall heißt natürlich nicht grundlos so, außerdem daran denken, daß in dieser Version keine proprietären Treiber enthalten sind, für WLAN beispielsweise) und, um nicht mit antiquiertem Zeug arbeiten zu müssen, testing freischalten.

Nachdem nun endlich Ubuntu-Kernel 4.6 aus dem Kernel-PPA in die offiziellen Repositories für Yakkety übernommen worden ist, vorerst noch als proposed (Warnung, nicht aktivieren), können analog zu früheren Blogposts (4, 3, 2, 1) automatisch Yakkety-Kernels in Xenial installiert werden.

Führe über copy & paste in einem Terminal aus:

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sudo bash -c "echo 'deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ yakkety main' >> /etc/apt/sources.list.d/yakkety.list"
sudo bash -c "echo -e 'Package: *\nPin: release a=yakkety\nPin-Priority: 100\n' >> /etc/apt/preferences.d/yakkety.pref"
sudo apt-get update
sudo apt-get install -t yakkety linux-image-generic linux-generic linux-headers-generic linux-libc-dev

Direkt vor dem Distupgrade auf Yakkety (Final Release 2016-10-13) führe aus:

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sudo rm /etc/apt/sources.list.d/yakkety.list
sudo rm /etc/apt/preferences.d/yakkety.pref

Das erste Pointrelease von Lubuntu Xenial Xerus ist erschienen:

Kernel und XServer bleiben wie üblich bei .1 auf selber Hauptversion (4.4 bzw. 1.18), gegenüber “Pointrelease 0” sollen jedoch Fehler wie Lubuntu-16.04-Installation ohne Intel-IGP-Treiber gefixt worden sein.

Installationen werden mit normalen Updates aktualisiert bzw. sind bereits aktualisiert worden. Es muß also nichts neu installiert werden. Benötigt man jedoch Images für neue Installationen, zieht man selbstredend 16.04.1. Traffic (jeweils etwa 40% .0 zu .1) kann man mit zsync sparen (das gilt nicht nur für Daily Builds).

An dieser Stelle sei an das End of Service von Lubuntu 15.10 am 2016-07-28 erinnert.

In Firefox und Thunderbird sind seit der Umstellung auf Gtk+3 an den Enden der Scrollbars die Pfeile entfernt worden. Sicher kann man den Balken mit gedrückter linker Maustaste ziehen oder einfach das Scrollrad nutzen. Wünscht man dennoch die bisherige Darstellung (die dann für sämtliche Gtk+3-Programme gilt, die somit diesbzgl. nicht gegenüber Gtk+2-Programmen aus dem Rahmen fallen), führt man folgendes aus:

  1. Editor starten:
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    leafpad ~/.config/gtk-3.0/gtk.css
  2. Als Inhalt über copy & paste einfügen:
    .scrollbar {
    -GtkScrollbar-has-backward-stepper: 1;
    -GtkScrollbar-has-forward-stepper: 1;
    }
  3. Speichern, Editor beenden.
  4. Fx/Tb restarten.

Lubuntu 16.04 Final (!) bringt live in einer VBox-VM gebootet reproduzierbar mit dem Loginscreen eine völlig zerstörte Grafikausgabe im Kinoformat. Übliche Bootoptionen wie nomodeset oder xforcevesa helfen nicht. Will man ohnehin installieren, kann man dies mit Alternate install Images, die es glücklicherweise von Lubuntu noch gibt (vor 5 Jahren im Zuge der Anerkennung als offizielles Ubuntu-Derivat von Lubuntu als letztem Derivat noch eingeführt).

Als Live-System sowie generell (es gibt noch mindestens ein weiteres gravierendes Problem, überhaupt müssen sich Lubuntu-Devs in den letzten Jahren fragen lassen, ob sie auch nur ein Minimum üblicher Tests vor einem Release laufen lassen, ich erinnere da an doppelte network-manager-Icons oder schlechter gar keines, nicht haltende Tastaturbelegungen etc.) bieten sich jedoch Lubuntu 16.04.1 Daily Builds an.

Diese muß man nicht komplett neu laden. zsync hat vor zwei Wochen gegenüber x86-/x86_64-Finals je etwa 400 MiB gezogen.

Lubuntu bootet damit mit normaler Grafik. Sofern man von den witzigen 720×400 absieht, aber die kann man nun Dank im Kernel integriertem vboxvideo-Modul einfach ändern, auch ohne die Guest Extensions installiert zu haben (was man wegen der anderen Treiber, Shared Folders und c&p Host<>Guest natürlich trotzdem durchführt).

16.04.1 Final ist übrigens für 2016-07-21 geplant.

Ebenfalls aus der Rubrik “ich will’s im Forum nicht immer wieder neu schreiben müssen”.

Ältere Intel-IGPs (GMA und davor), aber auch aktuelle (HD Graphics), haben Probleme mit der seit längerem vom xorg-Treiber intel (oder auch i915) verwendeten Grafikbeschleunigungsarchitektur SNA (Sandybridge’s New Acceleration). Insbesondere gibt es vermehrt Anfragen wegen verschwundener Mauszeiger nach Standby. Dies läßt sich durch Nutzen der bisherigen UXA (UMA Acceleration Architecture) umgehen.

Führe in einem Terminal über copy & paste aus:

  1. Erstelle die Konfigurationsdatei:
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    # unter Lubuntu/LXDE:
    sudo -H leafpad /usr/share/X11/xorg.conf.d/20-intel.conf
    # unter Xubuntu/Xfce:
    sudo -H mousepad /usr/share/X11/xorg.conf.d/20-intel.conf
    # unter Ubuntu/Unity:
    sudo -H gedit /usr/share/X11/xorg.conf.d/20-intel.conf
    # unter Kubuntu/Plasma:
    sudo -H kate /usr/share/X11/xorg.conf.d/20-intel.conf
  2. Füge per copy & paste ein:
    Section "Device"
    	Identifier	"Intel Graphics"
    	Driver		"i915"
    	Option		"AccelMethod"  "uxa"
    EndSection
  3. Speichere, beende den Editor und reboote:
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    sudo reboot

Folgendes aus der Rubrik “ich will’s im Forum nicht immer wieder neu schreiben müssen”.

Ein frisch installiertes Lubuntu 16.04 bootet auf einem System mit Intel-IGP nicht in die grafische Oberfläche. Ursächlich ist der nicht mit installierte entsprechende xorg-Treiber (obwohl eine Abhängigkeit).

Das Problem betrifft nur Lubuntu 16.04, nicht andere offizielle Ubuntu-Derivate und auch keine anderen Versionen.

  1. Boote das installierte System beim ersten Mal mit der Bootoption nomodeset! Alternativ ginge auch der Recovery Mode (dann natürlich ohne sudo).
  2. Führe in einem Terminal über copy & paste aus:
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    sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade
    sudo apt-get install xserver-xorg-video-intel
    sudo reboot

Siehe auch [axebase.net] UXA statt SNA!

Release Day Lubuntu 16.04 LTS Xenial Xerus. Torrent-Files (ab ~Mittag):

Auch in Lubuntu Xenial ist weiterhin LXDE default, LXQt ist jedoch mit dem Metapaket lxqt nachinstallierbar.

Distupgrades von Wily (durchzuführen bis spätestens Juli wegen dessen End of Service) können wie folgt durchgeführt werden:

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sudo do-release-upgrade --frontend=DistUpgradeViewGtk2 # -d

oder

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sudo -H update-manager # -d

Die frontend-Option für grafische Ausgabe kann auch weggelassen werden, statt “Gtk2” kann auch “Gtk3” gesetzt werden. “-d” ist nur bei einem Distupgrade auf eine Entwicklungsversion zu setzen und in obigen Zeilen auskommentiert.

Von Trusty, also von LTS zu LTS, sind Distupgrades offiziell erst mit Pointrelease 1 im August möglich, wobei durch den großen Sprung stattdessen eine saubere Neuinstallation ratsam wäre, die natürlich bereits jetzt möglich ist.

Vor wenigen Minuten haben die Chemnitzer Linux-Tage 2016 begonnen. Für diejenigen, die nicht vor Ort sein können, werden wieder Livestreams der Vorträge angeboten. Wobei die Cam auf halber Höhe Richtung Foyer für den Gesamteindruck am interessantesten wäre…wenn denn dieser Stream laufen werden wird. ;)

! Kontextmenu → “Save Link As…”:

Update: Die CLT 2016 sind Sonntag, 18:00, zu Ende gegangen, die Livestreams somit geschlossen.

Bei einem Distupgrade auf Lubuntu 16.04 Xenial Xerus und folgendem Update kann reproduzierbar folgende Meldung erscheinen:

The following packages have been kept back:
  libjpeg-turbo-progs

Daran hat sich auch in den letzten zwei Wochen nichts geändert. libjpeg-turbo-progs beißt sich mit libjpeg-progs, genauer deren jeweilige Abhängigkeitsversionen. Möglich wäre eine gleichzeitige Installation ansonsten durchaus.

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dpkg -l libjpeg-turbo-progs libjpeg-progs | grep ii

Ergibt sich die Frage, braucht man beide Versionen, wenn nicht, welche sollte man einsetzen?

Der Wikipedia-Artikel libjpeg zeigt Unterschiede. Welche Version man verwenden sollte, wird jedoch nicht eindeutig klar. Das Problem hat es bereits früher auch in anderen Distributionen gegeben, beispielsweise hier hat man eher nach Bauchgefühl gehandelt.

Abhängigkeitsabfragen wie

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apt-cache rdepends libjpeg-turbo-progs
apt-cache rdepends libjpeg-progs
apt-cache depends libjpeg-turbo-progs
apt-cache depends libjpeg-progs

bringen nicht wirklich Klarheit.

Letztlich habe ich mich für den Fork entschieden, also libjpeg-turbo-progs. Ob und welche Nachteile ggf. auftreten, irgendein .jpg-File vielleicht nicht oder falsch angezeigt oder bearbeitet wird, wird die Zeit zeigen.

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sudo apt-get purge libjpeg-progs libjpeg9
sudo apt-get install --reinstall libjpeg-turbo-progs libturbojpeg

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